Freitag, 11. September 2015

Haus HohenEichen. Ein Geistliches Zentrum am Rand von Dresden

Foto: Maximilian Röll
Ein Mann gießt aus einer Karaffe stilles Wasser in das Glas seines Nachbarn. Der bedankt sich mit einem wortlosen Nicken. Licht fällt durch eine Glasfront in den warmen Raum, indem die Gäste still Suppe essen. Selbst bei der Mahlzeit herrscht im Exerzitienhaus eine konzentrierte Atmosphäre in der die einzigen gesprochenen Worte die Gebete am Anfang und am Ende sind. Das zeichnet das Haus HohenEichen bei Dresden für seinen Leiter, Pater Wilfried Dettling SJ aus: Stille in einem warmen, konzentrierten Hausensemble, indem die Exerzitanten die Freiheit gewinnen, zu Gott und zu sich selbst zu kommen.

Bei Exerzitien Einfachheit bieten und fördern

Die Stille ist das auffallendste Merkmal, das der Besucher wahrnimmt. Es gibt hier keine ablenkende Geräusche. Hektik kennt dieser Ort nicht. Es wirkt etwas surreal, wenn die Gäste durch den Garten und die Räume gehen. Sie sprechen nicht miteinander, schauen wahlweise ins Weite oder richten ihre Augen auf den Boden. Sie schreiten langsam durch den großen Park. Gerade nach den Mahlzeiten sieht der Beobachter, wie die Gäste vom Seminarhaus ausschwärmen oder hinunter zur Elbe schauen.

Das Haus bietet einen Rahmen, indem alle Lebensfragen Platz haben. Menschen kommen aus einer bewegten und bewegenden Umwelt, in der ständig etwas von ihnen verlangt wird und auf sie einwirkt. Dadurch werden wichtige Fragen zugunsten von dringenden Anforderungen verdrängt. Das Haus HohenEichen lässt diese Themen wieder zu. Der Aufbau des Ensembles hilft dabei. „Persönliche Überlegungen verlangsamen, Einfachheit bieten und fördern“ fasst Leiter Dettling das Konzept zusammen.

Weiterlesen hier.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...