Dienstag, 5. Mai 2015

Bartgade: Der Limburger Protzbischof is back

Tebartz-van Elst hat sich nicht verändert. Er trägt nur einen arroganten Hipster-Bart. Findet die Zeit.


Der Limburger Altbischof steht nach wie vor unter intensiver Beobachtung der Medien, die jede Handlung und jedes Haar genau sezieren. So hat sich die "Zeit" Anfang der Woche die Mühe gemacht, über die neue Bartmode von Tebartz-van Elst zu philosophieren und ihn als arroganten Modetypen in pseudo-büßer-Gewandung zu enttarnen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Mensch sich nach einer Krise auch optisch verändern will, weiss auch der geneigte Zeit-Redakteur. Und wer den Altbischof am Ende seiner Zeit in Limburg kannte, der kann einen Bart in diesem hageren Gesicht nur begrüßen, zumal ihm das, nach einhelliger Meinung, gut steht. Das scheint den Neid des geneigten Redakteurs auszulösen, der findet, dass Tebartz-van Elst eine "vergleichsweise kecke und eitle Interpretation fand", um seinen neue Stil auszuleben. Weil am bischöflichen Bart aber wenig super-modisches zu erkennen ist, vergleicht der geneigte Redakteur die episkopale Haarpracht noch schnell mit dem Barte der alten Wüstenväter, die natürlich wesentlich weniger gepflegt waren.

Für den Christen hat der Bart aber noch eine andere Bedeutung, die der geneigte Zeit-Redakteur aber nicht kennt. Bärte sind auch Zeichen der Missionare. Wann immer sich früher der gewöhnliche katholische Geistliche einen Bart wachsen ließ, wurde gemunkelt, er plane zu den Heiden zu ziehen. Auch so kann man Tebartz-van Elst neue Mode lesen, denn er ist ja für die Neuevangelisation zuständig, was ein netteres Wort für die Mission des vormals christlichen Abendlandes ist. Der Limburger Altbischof zeigt damit seinen Willen, sich voll in seine Aufgabe reinzuhängen. Also keine Arbeitsstrafe, wie der geneigte Zeit-Redakteur vermutet, sondern voller Einsatz in einer Stelle, für die der Pastoraltheologe Tebartz-van Elst gut geeignet ist. Hoffentlich hängt sich der geneigte Zeit-Redakteur auch so rein.

Dazu:
Über Bartmoden (Zeit)
Die neuesten Verschwendungen des Tebartz-van Elst (Geistbraus)

Kommentare :

  1. Arroganz ist doch eher ein Zeichen der "Zeit".

    AntwortenLöschen
  2. Ah, das mit dem Missionarsbart wusste ich noch gar nicht. Bärte bei (westlichen) Klerikern hab ich bisher immer mit Kapuzinern, kahlgeschlagenen Kirchen und Eine-Welt-Gerede assoziiert... wenn man in der Nähe von Altötting aufgewachsen ist, ist man wohl zwangsläufig in diese Richtung traumatisiert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist hart. Wobei ich gehört habe, bei den Kapuzinern soll es wieder besser werden.

      Löschen
  3. was ist denn das für eine absonderliche Sicherheitsabfrage - "Wählen Sie unten alle Brot aus" ?? Und dann winzige Bildchen, auf denen man teilweise gar nicht erkennen kann, ob es sich nun um Brot oder Reibedatschi handelt... aber originell, zugegeben!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hat sich Google wohl was neues einfallen lassen.

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...