Donnerstag, 16. April 2015

Wer sind die Kopten?

Die Kopten sind unter den christlichen Kirchen eine besondere Gemeinschaft. Denn sie waren fast ihre ganze Geschichte hindurch eine unterdrückte Minderheit.

Das Christentum war die längste Zeit seiner Geschichte eine Mehrheitsreligion. Wo immer die verschiedenen Kirchen wirkten, stellten sie das dominierende religiöse Angebot dar, hatten sogar oft das Monopol auf die theologische Weltdeutung. Sie waren eng mit dem Staat verwoben und prägten das Leben und die Kultur ihrer Länder.

Das gilt nicht für die koptische Kirche. Ihr Einfluss ist in der Antike zwar nicht zu unterschätzen, da das Patriarchat von Alexandria nach Rom die wichtigste Referenz für die Oikumene bildete. Doch seit dem 5. Jahrhundert trennte sich die Ägyptische Kirche aufgrund eines Streites um die Naturen Jesu von der Reichskirche. Da das Land am Nil aber immer noch zum Oströmischen Reich gehörte, gab es einen Konflikt zwischen der offiziellen Lehre und der koptischen Bevölkerung. Seit dem 7. Jahrhundert lebte die Gemeinschaft dann unter der Herrschaft des Islam und erlebte dort verschieden heftige Verfolgungen.

Die koptische Generalbischof in Deutschland, Anba Damian, stellt die Gemeinschaft in einem Video vor:




Dazu: 
Jesus in Ägypten: Das Geheimnis der Kopten von Michael Hesemann (amazon)

Leserfrage:
Findet ihr das Thema interessant? Sollte es mehr Beiträge zu den Ostkirchen geben? Kommentare erwünscht.

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