Freitag, 24. April 2015

Neues aus Limburg: Tebartz-van Elst stirbt doch nicht an Reichtum

Die Befürchtung der Kirchenreformer war schon groß: Könnte Tebartz-van Elst mit zwei Bezügen die ganz dicke Kohle bekommen. Glücklicherweise nicht.


Seit einigen Monaten ist Tebartz-van Elst nicht nur Limburger Altbischof, sondern auch Delegat der Kongregation für die Neuevangelisierung. Als solchem steht ihm auch ein Gehalt zu. Da kam natürlich die Frage auf, ob er nun zwei volle Bezüge erhält, nämlich das römische Gehalt und die Limburger 'Rente', oder ob man das irgendwie verrechnet.

Laut dem Bistum ist die Frage im Prinzip von seit April 2014 geklärt, als sich Tebartz-van Elst mit seiner Diözese auf eine Verrechnung der verschiedenen Bezüge einigte. Die Lohnfortzahlung in Höhe von 6.800 Euro wird also um den Betrag gekürzt, den er aus Rom erhält. Über die Höhe der Summe hat sich das Bistum allerdings derzeit noch nicht geäußert.

Aber das wird natürlich niemanden hindern, über die Zahlungen des Bistums zu klagen. Ich freue mich schon über Pressestatements von Limburger Ruhestandsgeistlichen, die erklären, der Altbischof dürfe gar kein Geld mehr bekommen.

Dazu:
Keine doppelten Bezüge (Domradio)
Kein doppeltes Geld für früheren Limburger Bischof (FNP)

Kommentare :

  1. Wer bezahlt eigentlich die "Rente"?
    Zahlt sie das Bistum?
    Oder zahlt sie – wie die Bezüge amtierender Bischöfe – der Staat?
    Oder kommen sie auch einer Art "Rentenkasse"?

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  2. Die Lohnfortzahlungen für die Bischöfe em. werden durch das Bistum geleistet.

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  3. Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, Bischof em. Franz-Peter Tebartz-van Elst erhalte in Rom eine Gratifikation (vulgo "Lohn"). Im wurde ein Arbeitsplatz gestellt, nachdem man ihn in Limburg nicht mehr haben wollte. Das dürfte aus römischer Sicht wohl völlig ausreichend sein. Im Klartext: Es gibt wohl eher nichts Verrechenbares!

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    1. Woher nehmen Sie denn die Information?

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    2. Nach Auskunft des neuesten Newsletters des Bistums Limburg waren der Apostolische Administrator und sein Ständiger Vertreter nach Ostern im Vatikan, haben auch Erzbischof Fisichella, den neuen Chef von Bischof em. TvE, offiziell zu einem Gespräch getroffen, ohne aber irgend ein Ergebnis mitteilen zu können. Im Newsletter steht nur das, was schon bekannt war: "Im April 2014 hat die Bistumsleitung mit Blick auf das geltende Recht und auf kirchliche Vorgaben eine Ruhestandsregelung mit dem emeritierten Bischof getroffen. Diese Regelung sieht eine Verrechnung von eventuellen Lohnzahlungen durch eine neue Erwerbstätigkeit vor". Die Frage nach der Höhe des Lohnes haben Weihbischof Grothe und Pfarrer Rösch aber sicher gestellt.

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    3. Stimmt. Aber nur weil man uns nichts sagt, heisst das ja nicht, das nichts beschlossen wurde.

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