Freitag, 17. April 2015

Ausstellung in Limburg: Die Kirche und ihr Geld

Das Bistum Limburg arbeitet sich weiter an der Causa Tebartz-van Elst ab. Die Diözese zeigt seit Mittwoch eine Ausstellung zu den Finanzen der Kirche.


Kein anderes Bistum wird so stark mit Geld und Prunk verbunden wie das kleine Limburg mit seiner Bischofsresidenz auf dem Domberg. Das Entsetzen und das Unverständnis der Öffentlichkeit führten viele Kirchenvertreter auch auf die mangelnde Transparenz der Kirchenfinanzen zurück. Daher legten seit 2013 zahlreiche Diözesen ihre Bücher offen. Aber wer hat schon die Zeit, sich durch so viele Stapel Papier zu arbeiten und wer traut in solchen Fragen noch Journalisten, die nicht für ihren Sanftmut in der Causa Tebartz-van Elst bekannt geworden sind.

So hat das Bistum Limburg am Mittwoch eine neue Stufe im Erklären gezündet und eine Ausstellung über die Kirchenfinanzen eröffnet. Auf 18 Roll-Ups geht es um die Frage, woher die Diözesen ihr Geld haben, wofür sie es brauchen und wie sie es ausgeben.

"Von den irdischen Dingen – Kirche und Geld im Bistum Limburg"

Bis 30. April im Kreuzgang des Bischöflichen Ordinariats am Roßmarkt 4 in Limburg - Montags bis Donnerstags von 8.30 bis 17 Uhr sowie Freitags von 8.30 bis 13 Uhr. Im Anschluss geht die Ausstellung auf Wanderschaft, weitere Termine wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Demut Jetzt wird die Ausstellung weiterhin mit Interesse begleiten.

Dazu:
Von den irdischen Dingen (Bistum Limburg)
Bistum Limburg zeigt Schau zum Kirchengeld (Welt)
Ausstellung über Kirche und Geld im Bistum (katholisch.de)

Leserfrage:
Was haltet ihr von so einer Ausstellung?

Kommentare :

  1. Zur Leserfrage: Was haltet ihr von so einer Ausstellung?
    Die Ausstellung ist gut, weil sie sachlich ist. Zunächst ein biblisch-historischer Teil, der sich mit der Geschichte der Finanzierung der Kirche von Anfang an beschäftigt. Dann konkrete Informationen zu Kirchensteuer, Staatsleistung und Vermögensverwaltung, dabei auch zu Vor- und Nachteilen der Kirchensteuer. Die Vorfälle im Bistum Limburg spielen dagegen eine geringere Rolle (auf zwei Roll-Ups).
    Kleiner Nebeneffekt bei der Ausstellungseröffnung im Bischofshaus: Wieder haben einige Teilnehmer Protz und Prunk gesucht - umsonst, da nicht vorhanden. Sie haben sich gefragt, wie es zu solcher Berichterstattung kommen konnte ... Gediegen sei ja gebaut worden, aber schön ...

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