Donnerstag, 31. Juli 2014

Mit dem Papst in ... Die Sommeraktion des Bistums Limburg

Kreative Menschen sind in den deutschen Ordinariaten und Generalvikariaten traditionell dünn gesät. Nicht, weil Katholiken grundsätzlich unkreativ sind, sondern weil BO-Stellen etwas vom Charakter des öffentlichen Dienstes haben und da findet man bekannterweise immer die ideenreichsten Menschen. Weil man aber doch hin und wieder etwas Kreatives, Künstlerisches machen will oder weil sich gerade ein engagierter Pastoraltheologe an den zuständigen Schreibtisch verirrt hatte, hat das Bistum Limburg seine diesjährige funny Sommeraktion ausgerufen: Schneid dir einen Franziskus-Pappkumpel in Miniformat aus und fotografier dich mit ihm, wo es dir gut gefällt.

Damit man mich nicht falsch versteht. Ich finde die Idee an sich gut. Sie zeigt, was die Katholiken z.B. von den Protestanten unterscheidet, nämlich den Bezug auf den römischen Hirten als Zeichen der Einheit. Außerdem dürfen wir Katholiken uns in Limburg durchaus daran erinnern, das katholischer Glaube auch schön sein und begeistern kann.
Allerdings könnte ich mich jetzt nicht so direkt dafür begeistern, mit einem Papp-Papst fotografiert zu werden. Aber ich sehe auf Fotos generell nicht gut aus, daran mag es liegen. Das ist natürlich ne Sache der Eitelkeit, aber auch die Fotos bedienen ja die Eitelkeit der Menschen. Das mag es auch sein, was mich stört. Es gibt schon genug Selfis etc., die ins Internet geschwemmt werden, brauchen wir noch welche mit dem Papp-Papst? Orte religiösen Glaubens, die einem wichtig sind, zu fotografieren und nen kleinen Papst daneben zu stellen, das wäre mir persönlich lieber gewesen. Hätte ich auch spannender gefunden, gerade wenn der Name des Ortes daneben steht. Mal nur so ne Idee, aber vielleicht gab es das auch schonmal.

Wer sich nun dennoch beteiligen möchte, den verweise ich gerne auf die Bistumshomepage hier.

Diadochus über die Nützlichkeit des Zornes

62) Der Zorn beunruhigt und verwirrt die Seele gewöhnlich mehr als die anderen Leidenschaften; zuweilen aber bringt er ihr nicht geringen Nutzen.

Wenn wir uns nämlich seiner, ohne dabei verwirrt zu werden, gegen die Gottlosen oder wie auch immer gearteten Frevler bedienen, damit sie gerettet oder beschämt werden, dann verschaffen wir unserer Seele einen Zuwachs an Sanftmut. Denn wir stimmen ohne Zweifel mit der Absicht der Gerechtigkeit und Güte Gottes überein. Aber auch das weibische an unserer Seele machen wir oft männlich, indem wir tief gegen die Sünde in Zorn geraten. Daß wir aber auch, falls wir direkt gegen den Geist der Verderbnis ergrimmen, wenn wir uns in großem Unmut befinden, mehr bei Besinnung sind als die Prahlerei des Todes, daran darf man nicht zweifeln. Um uns dies zu lehren, ergrimmte der Herr zweimal im Geist gegen die Unterwelt und wurde erschüttert — wo er doch mit unerschütterlichem Willen alles tut, was er will —, und gab so die Seele des Lazarus dem Leib zurück.

Darum scheint es mir, daß der besonnene Zorn von unserem Schöpfergott unserer Natur eher als Waffe der Gerechtigkeit verliehen worden ist. Wenn ihn Eva zum Beispiel gegen die Schlange eingesetzt hätte, wäre sie nicht dem Einfluß jener leidenschaftlichen Lust verfallen. Und so dünkt es mir, daß, wer sich des Zornes um des Strebens nach Frömmigkeit willen besonnen bedient, auf der Waage der Vergeltung jedenfalls bewährter erfunden werden wird als jener, der sich aus Schwerfälligkeit seines Geistes überhaupt nie zum Zorn erregt (hat). Der eine nämlich besitzt offensichtlich einen ungeübten Wagenlenker des menschlichen Innenlebens. Der andere jedoch stürzt sich auf den Pferden der Tugend in den Kampf und stürmt mitten unter den dämonischen Schlachtreihen dahin, da er das Viergespann der Enthaltsamkeit stets in der Furcht Gottes einübt.

Letzteres finden wir in der Schrift bei der Aufnahme des göttlichen Elias mit der Bezeichnung "Wagen Israels“. Die ersten Juden hat ja Gott offenbar auf verschiedene Weise über die vier Tugenden unterrichtet. Gerade deshalb wurde auch jener so große und bedeutende Zögling der Weisheit überhaupt auf einem Wagen von Feuer (in den Himmel) aufgenommen. Es hat ja, wie mir scheint, dieser besonnene Mann seine Tugenden wie Pferde gebraucht, als ihn der Geist mit einem Hauch von Feuer mit fortraffte.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Mittwoch, 30. Juli 2014

Die Seele, von Missmut bedrückt ...

61) Wird die Seele von Zorn verwirrt, vom Rausch getrübt oder von schwerem Mißmut bedrückt, dann vermag der Geist nicht — und wenn er sich noch so sehr dazu zwingt — des Gedenkens Gottes mächtig zu werden. Da er nämlich von der gewaltigen Wirkung der Leidenschaften ganz verdunkelt ist, wird er seines ihm eigenen Empfindens ganz und gar fremd. Gerade deshalb findet sein Verlangen keine Stelle, wo es sein Siegel aufdrücken soll, damit der Geist das Bild seiner übenden Betrachtung unvergeßlich (bei sich) trage; wird doch das Gedächtnis des Denkens rauh aufgrund der Roheit der Leidenschaften.

Ist aber der Geist von ihnen frei, dann stößt er, auch wenn er kurze Zeit durch das Vergessen des Ersehnten unbemerkt beraubt wurde, sogleich wieder glühend auf jene seine heißersehnte und heilbringende Beute, indem er sich seiner ihm eigenen Gewandtheit bedient. Er hat ja dann die Gnade selbst bei sich, die mit der Seele zusammen das "Herr Jesus Christus" einübt und ausruft, genauso wie eine Mutter ihrem Kind das Wort "Vater" lehrt und es wieder (und wieder) mit ihm einübt, bis sie es dazu fähig macht, selbst im Schlaf deutlich den Vater zu nennen anstelle eines jeden anderen Geplappers, das einem Kleinkind ansteht. Darum spricht der Apostel: "So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; doch der Geist selbst tritt mit unaussprechlichen Seufzern für uns ein." Da wir ja wie Kinder sind im Vergleich zur Vollkommenheit der Tugend, bedürfen wir durchaus seiner Hilfe. Dadurch sollen wir aus all unserem Gemüt zum Gedenken und zur Liebe unseres Gottes und Vaters bewegt werden, indem all unsere Gedanken von der unaussprechlichen Süßigkeit des Geistes ergriffen und schmackhaft gemacht werden. Darum rufen wir in ihm, wie wiederum der Gotteskünder Paulus sagt: "Abba, Vater!“ , wenn wir von ihm dazu angeleitet werden, Gott unaufhörlich Vater zu nennen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, in: Philokalie, Bd. 1

Dienstag, 29. Juli 2014

Sprechen über Limburg. Seelsorgetelefon zur Causa Tebartz-van Elst


Während einige Teilnehmer der Limburger Krise noch schnell Kirchenpolitik machen wollen, Interviews geben und Bücher darüber schreiben, wie man es ihrer Meinung nach künftig machen soll, kommt Weihbischof Grothe seinem Auftrag als Administrator und als Seelsorger nach und nimmt die einzelnen Mitarbeiter in den Blick.

Denn es kann nicht bestritten werden, dass es gerade bei kirchlichen Mitarbeitern einige Probleme unter Bischof Tebartz-van Elst gab. Während aber die Priester in der Öffentlichkeit standen und ihnen auch nichts passiert ist, sie sich aber total opferbereit gaben, hatten es gerade die einfachen Mitarbeiter oft schwer. Dafür war zwar eher der Generalvikar als Chef der Verwaltung zuständig, doch hat auch Tebartz-van Elst versagt, ein gutes Klima in den kirchlichen Behörden zu schaffen. Natürlich war auch vorher nicht alles gut und gewisse Allüren in der Verwaltung musste man sich auch vornehmen. Aber es ist übertrieben worden.

Dieses Problem nimmt Bischof Grothe nun auf und richtet ein Sorgentelefon ein. Mitarbeiter, die das Bedürfnis haben, sollen die Möglichkeit erhalten, anonym eine Gesprächsseelsorge in Anspruch nehmen zu können. Grothe betont:
Viele, die sich aus ihrem Glauben heraus mit großem Einsatz für unsere Kirche engagieren, sind durch die Ereignisse der letzten Zeit innerlich tief erschüttert worden.
Um möglichst große Unabhängigkeit zu garantieren, hat Grothe das Institut für Geistliche Begleitung im Bistum Mainz beauftragt, die Federführung zu übernehmen. Die Hotline ist vom 1. September bis zum 30. November an fünf Terminen freigeschaltet.

Bericht Bistum Limburg hier.
Focus-Artikel hier.

Montag, 28. Juli 2014

Das Bonner Münster

Bundesarchiv, B 145 Bild-F012630-0039 /
Steiner, Egon / CC-BY-SA
Auszüge aus einem Artikel über das Bonner Münster auf hinsehen.net.

Zu den schönsten und ältesten Kirche im Rheinland gehört das Bonner Münster. Der Ursprung dieser Kirche liegt in der Krypta. Eine kleine Gedenkstätte, eine Cella Memoriae, war auf dem Friedhof über den Gräbern von Cassius und Florentius bereits im 2. Jahrhundert erbaut worden. Beide waren Mitglieder der Tebaischen Legion, der Ursprung in Ägypten liegt. Sie waren in der Schweiz und im Rheinland im Einsatz. Gereon, dem eine Kirche in Köln geweiht ist, sowie Viktor, der in Xanten verehrt wird, stehen für weitere Mitglieder der Legion, die den Märtyrertod erlitten, weil sie nicht gegen christliche Glaubensbrüder kämpfen wollten. Kaiserin Helena, eine große Skulptur im Langschiff der Kirche bewahrt ihr Andenken, soll die Legionäre geborgen haben. Der Gedenktag der Bonner Stadtpatrone ist der 10. Oktober.

Schon früh siedelten sich Kleriker an, im 8. Jahrhundert wurde das Cassius-Stift gegründet. Es bestand bis zur Säkularisierung 1802. Seit 1050 wurde an der jetzigen großen Kirche gebaut. Wohl nach einem Brand wurde das Langhaus Anfang des 13. Jahrhunderts neu errichtet.

Besonders die Aufteilung der Kirche in Langhaus und Hochchor prägt den Aufbaue der Kirche. Wie in nur wenigen Kirchen ist der Chor als Bereich der Kleriker so deutlich vom Langhaus abgetrennt, da er sich über der Krypta erhebt und nur über zwei Treppen zu erreichen ist. Die Zweiteilung des alten Kirchenraumes wird so noch sichtbar, wenngleich sie praktisch längst aufgehoben ist. Der Volksaltar erhebt sich über den Stufen der Krypta und das alte Chorgestühl der Stiftsherren wird heute für das Mittagsgebet benutzt.

Zur Webpräsenz des Münsters hier.

Freitag, 25. Juli 2014

Was macht eigentlich die Kölner Kircheninitiative?

Nachdem sie mit großem Tamtam und einer ziemlichen Pleite gestartet ist, hat die Kölner Kircheninitiative noch des Öfteren versucht, die Bischofswahl in ihrem Sinne zu beeinflussen und es dabei tatsächlich geschafft, einige Hundert Katholiken aus ganz Deutschland und immerhin 255 Facebook-Likes zu ergattern. Also total viel, zumal man sicherheitshalber nie offiziell nachgezählt hat, wie viele Kölner Diözesanen nun eigentlich darunter sind.

Nachdem die konservative Kamarilla in Rom den Papst überlistet und wieder einmal das Millionenheer der Initiativbegeisterten Katholiken übersehen hat, ist es still um den Reformklub geworden. Auf ihrer Internetseite gibt es nix Neues zu erfahren. Auf der Facebook-Seite hat man immerhin noch halb-trotzig einen Artikel von katholisches.de gepostet, indem Dompropst Feldhoff meint, man werde in Rom die Umfrage des Domkapitels wohl zur Kenntnis genommen und berücksichtigt haben, wenn der Nuntius die Ergebnisse denn weitergeleitet habe, wovon Feldhoff wiederum ausgeht. Also nur ganz wenige Wenns und Konjunktive.
Wie sehr Rom die Umfrage der Kölner Kircheninitative berücksichtigt hat, zeigt sich dadurch, dass Kardinal Woelki die Nummer ... Moment .. drei auf der Wunschliste war. Also total berücksichtigt.

Wieso habe ich das Gefühl, das ein Anruf von Meisner in Rom immer noch mehr bewirken kann als das motzige Aufstampfen der Reformbewegten. Welcher Deutsche sitzt nochmal in der Bischofkongregation? Ach ja, der Münsteraner Bischof Genn. Der hat sich sicherlich total für die Initiative eingesetzt. Die Initiative hat also ihr Ziel um Längen verfehlt. Auf ihrer Fb-Seite schwätzt man sich das Ergebnis nebenbei schön, so lautet ein Kommentar:
Die alten Seilschaften hinter Meisner haben Woelki seinen neuen Job in Köln besorgt - Botschaft 1. Wir, die zölibatäre Herrscherkaste im Vatikan, haben weiter das Sagen - Botschaft 2. Es sind die letzten Zuckungen eines alten Systems, denn der Paradigmenwechsel unter Franziskus ist nicht aufzuhalten
Von der Leitung der Initiative hört man übrigens aktuell nix mehr. Sicherheitshalber wahrscheinlich, man will es sich mit dem neuen Chef wohl nicht verderben. Es bleibt also wahr der alte Satz: Roma locuta, initiativa finita.

Frei werden von Vorstellungen

60) Eine ist die hinführende Freude, und eine andere jene, die zur Vollkommenheit führt. Erstere nämlich ist nicht frei von Vorstellung, letztere jedoch besitzt als ihre Kraft die Demut. Zwischen ihnen stehen die gottliebende Traurigkeit und die schmerzlosen Tränen. In der Fülle der Weisheit liegt ja ohne Zweifel eine Fülle von Erkenntnis; und wer die Erkenntnis vermehrt, vermehrt den Schmerz.
Darum also muß die Seele zuerst mittels der hinführenden Freude zu den Kämpfen aufgefordert und dann von der Wahrheit des Heiligen Geistes zurechtgewiesen und geprüft werden hinsichtlich des Bösen, das sie getan, und des Hochmuts, den sie noch an den Tag legt. Denn "mit deinen Zurechtweisungen", heißt es, "nahmst du den Menschen in Zucht für seinen Frevel und ließest seine Seele schmelzen wie eine Spinne." So soll die Seele, von der göttlichen Zurechtweisung wie im Schmelzofen geprüft, im glühenden Gedenken Gottes die Wirkung der Freude erfahren, welche frei von Vorstellungen ist.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Donnerstag, 24. Juli 2014

Diadochus von Photike über das Jesus-Gebet

59) Wenn wir alle Ausgänge unseres Geistes mit dem Gedenken Gottes verstopfen, verlangt er von uns unbedingt eine Tätigkeit, welche seine Geschicklichkeit ausfüllen soll. So soll man ihm also allein das "Herr Jesus" geben als vollständige Bemühung um sein Ziel. "Niemand", so heißt es nämlich, "sagt Herr Jesus, wenn nicht im Heiligen Geist. So soll denn der Geist auf diese Weise diesen Ausspruch durchweg in seinen Gemächern eingeengt betrachten, damit er sich nicht zu so manchen Vorstellungen abwende.
Denn alle jene, welche diesen heiligen und herrlichen Namen unaufhörlich in der Tiefe ihres Herzens betrachten, vermögen zuweilen sogar das Licht ihres Geistes zu sehen. Wird er nämlich vom Denken mit enger Besorgnis festgehalten, brennt er allen Schmutz, welcher an die Oberfläche der Seele gelangt, unter ihrer deutlichen Anteilnahme nieder. "Denn unser Gott", heißt es, "ist ein verzehrendes Feuer für die Schlechtigkeit."
Darum fordert der Herr die Seele nunmehr zu großer Liebe zu seiner Herrlichkeit auf. Verweilt nämlich jener herrliche und heißer-sehnte Name durch das Gedenken des Geistes lange Zeit in der Glut des Herzens, so flößt er uns ohne Zweifel die Fähigkeit ein, die Güte des Herrn zu lieben, ohne daß uns fürderhin etwas daran hindert. Der Herr nämlich ist die kostbare Perle, die man, hat man all seinen Reichtum verkauft, erwerben , und über deren Auffinden man unaussprechliche Freude empfinden kann.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Dienstag, 22. Juli 2014

Richte in der Depression deinen Blick auf Gott

58) Wenn unsere Seele beginnt, nicht mehr nach den angenehmen Früchten der Erde zu verlangen, dann dringt in der Regel eine Stimmung der Unlust unbemerkt in sie ein, welche ihr weder gestattet, sich freudig dem Dienst am Wort zu widmen, noch ein durchdringendes Verlangen nach den zukünftigen Gütern für sie zurückläßt. Aber auch dieses vergängliche Leben läßt diese Stimmung in den Augen der Seele übertrieben nutzlos erscheinen, da es angeblich kein Werk aufweist, welches man als Tugend bezeichnen könnte. Und selbst die Erkenntnis wertet sie mit dem Vorwand ab, daß sie auch vielen anderen bereits gewährt worden sei oder uns nichts Zutreffendes mitteile.
Diesem lauen und abstumpfenden Gemütszustand werden wir entkommen, sofern wir unserem Denken äußerst enge Grenzen auferlegen, indem wir allein auf das Gedenken Gottes blicken. Denn nur wenn der Geist auf diese Weise zu seiner eigenen Glut zurückeilt, wird er imstande sein, sich von jener unsinnigen Zerstreuung zurückzuziehen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Montag, 21. Juli 2014

Caritas und Mission

Foto: Wikimedia Commons
Die Geschichte des Christentums ist eine Geschichte der Mission. Über 1000 Jahre hat das Christentum gebraucht, um sich in Europa durchzusetzen. Wesentlich für den Prozess der Christianisierung war die christliche Caritas, und sie kann auch wieder wesentlich für den Neuevangelisierungsprozess werden.

Diesen Ansatz vertrat Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Leiter der hochgelobte CREDO-Ausstellung in Paderborn, im Rahmen eines Vortrages in der katholischen Pfarrei St. Marien in Seligenstadt. Denn es sei die Caritas, also die Nächstenliebe, gewesen, die das Christentum von den anderen Religionen in Europa unterschieden habe. Denn die Kulturen und Religionen, auf die das Christentum gestoßen sei, hätten die Sorge für den Nächsten nur in einem sehr engen Rahmen gekannt. Der habe sich oft auf die eigene Familie oder maximal auf die eigene Stadt- oder Stammesgemeinschaft beschränkt. Eine alle gesellschaftlichen und ethnischen Grenzen überwindende Form der Sorge für den Nächsten, die caritas proximi, sei diesen Kulturen unbekannt gewesen.

Die Caritas hat in der Antike einen starken Eindruck gemacht

So machte die Caritas der Christen in der Antike großen Eindruck auf die pagane Lebenswelt. Das Beispiel der Christen, die ohne eigenen Nutzen und über die sozialen und familiären Grenzen hinweg den Dienst an den Ärmsten leisteten, beeindruckte und war bei vielen Übertritten ein wichtiges Argument. Beispielhaft kann hier die Lebensbeschreibung von Pachominus gelten, dem Vater der gemeinschaftlich lebenden Mönche. Er wurde als junger Mann mit vielen anderen zum Militärdienst zwangsverpflichtet. Als sich einige Christen in Theben um die jungen Männer kümmerten, deren Verpflegungssituation schauerlich war, kam er in Berührung mit dem Christentum. Vom Beispiel der Christen tief berührt, konvertierte er schließlich.

Im Mittelalter war die Caritas für die Missionsarbeit weniger von Bedeutung

Spätestens nach der Entwicklung des Christentums zur römischen Staatsreligion und seiner Ausbreitung in die germanisch-paganen Räume änderte sich die Rolle der Caritas. Für die Mission bis zur Taufe hatte sie nur noch eine untergeordnete Rolle. In der Regel ging es strukturell zumeist um eine Elitenmission, die dann von oben nach unten bis ins letzte Dorf durchgeführt wurde. In diesem Kontext waren andere Aspekte, wie die Verheißung des Himmels und praktische Vorteile des Christentums, die gute Kirchenorganisation und die Kulturleistungen von größerer Bedeutung.

Die Caritas spielte bei der Verchristlichung der Gesellschaft eine Rolle

Ihre Relevanz konnte die Caritas während der mittelalterlichen Ausbreitung des Christentums vor allem während der Verchristlichung der Gesellschaft entfalten und gerade für die Schwachen an Attraktivität gewinnen. So war die Ehevorstellung der Kirche, die auf Gleichstellung der Ehepartner in der Spendung des Sakraments und auf bleibende gegenseitige Treue setzte, ein enormer Fortschritt für die Frauen. Auch der Schutz der Kinder lag der Kirche am Herzen. Wie sie heute einen Kampf für den Schutz des ungeborenen Lebens führt, so stritt sie damals um das frisch geborene Leben. Denn in germanischen Raum war die Tötung von gerade geborenen Kindern durch die Eltern anerkannt, galten die Kinder doch als Besitz der Gemeinschaft. Auch für die Sklaven und Unfreien setzte sich die Kirche ein. Sie stellte ihren Status zwar nicht grundsätzlich in Frage, suchte deren Los aber nachdrücklich zu bessern. Hinzu kamen die Sorge für die Reisenden, die in kirchlichen Einrichtungen oft unentgeltliche Aufnahme fanden und die Armenfürsorge, die in den paganen Systemen Europas kaum vorhanden war. Galt dort Armut als Schicksal, das der Arme zu tragen hatte, sah die Kirche zu allen Zeiten in der Armut eine Aufforderung Jesu, diese zu lindern.

Caritatives Ordensleben blüht im 19. Jahrhundert auf

Dieser Effekt der Caritas bei der Vertiefung des Christentums und der Vitalisierung des Glaubens zeigt sich immer wieder in der Geschichte des christianisierten Europas und darüber hinaus. So lag im 19. Jahrhundert in weiten Teilen des Kontinents das Ordensleben nach der Säkularisation danieder. Doch gerade in dieser Zeit kam es zu einer beeindruckenden Blüte der Orden und es wurden zahlreiche Orden gegründet, soviele wie nie zuvor in der Geschichte des Christentums. Der Schwerpunkt lag dabei auf caritativ tätigen Orden, gerade Frauengemeinschaften, die sich der erlebten Nöte der leidenden Menschen annahmen, die ohne jede staatliche Hilfe auskommen mussten. Aus diesen Bewegungen erwuchs dem Christentum eine beeindruckende Überzeugungskraft, die noch heute viele soziale Einrichtungen der Kirche trägt.

Die Suche nach dem Verzweifelten ist ein missionarischer Impuls

So ist die Caritas auch heute wieder eines der stärksten Argumente der Kirche. Doch in einer Zeit, da ein umfangreiches Sozialsystem das Land überzieht und die Kirche caritative Infrastruktur längst einbetoniert hat, bedarf es neuer Aufbrüche, um einen Impuls in die Gesellschaft zu geben. Ein solcher Impuls zeichnet sich nicht dadurch aus, das Caritas nur dort geübt wird, wo sie ohnehin schon in ist. Sondern indem man an die Ränder geht, um dort den Verzweifelten zu suchen, dem die Hilfe bisher fehlt. Papst Franziskus fordert die Katholiken immer wieder dazu auf, sich hier auf die Suche zu machen. Diese Suche nach dem Verlassenen ist ein karitativer und ein missionarischer Impuls, der die Missionare zu allen Zeiten bewegt hat. Authentisches, überzeugendes Christentum bedeutet, ihnen hierin nachzufolgen.

Veranstaltungstipp: Mai bis September 2015 widmet sich das Diözesanmuseum Paderborn dem Thema Caritas mit der Ausstellung  "Glaube, Liebe, Hoffnung - Christliche Caritas von der Spätantike bis zur Gegenwart".

Sonntag, 20. Juli 2014

Moderne Leistungsgesellschaft und der beschenkte Gläubige

Foto: KAS-ACDP
Einige Ausschnitte aus einem längeren Artikel auf hinsehen.net hier.

Leistung als Selbstermächtigung

Leistung ist in der idealen Vorstellung der Schlüssel zum Erfolg. Das macht diese Form des Erfolges so attraktiv, weil man ihn sich selber verdankt. Es ist damit eine Form von Freiheit. Freiheit von Zwang und Abhängigkeiten, die man durch Willen und Fähigkeiten überwindet. Man könnte von der Leistung als Instrument der Selbstermächtigung sprechen.

Bleibende Attraktivität der Leistungsgesellschaft

Dabei kann dieses Konzept auch Angst machen. Denn gerade die moderne Leistungsgesellschaft steht in der Kritik, wird als unsozial bezeichnet, da sie den schwachen am Wegesrand zurücklässt. Doch ist die Attraktivität der Leistungsgesellschaft nach wie vor ungebrochen. Zum einen, weil sie die Überwindung von traditionellen, auf Abstammung basierenden Erfolgskonzepten verheißt. Zum anderen, weil es jedem Menschen einsichtig ist, dass jener, der mit Fleiß und harter Arbeit etwas erreicht hat, auch die Früchte dieses Erfolges genießen darf.

Das Heil kann sich der Mensch nicht verdienen

Diesem Leistungskonzept setzt das Christentum eine andere Vorstellung gegenüber. Zwar kennt auch das Christentum gewisse Leistungsvorstellungen und manche Frömmigkeitsformen setzen darauf, sich durch besondere Leistungen den Erfolg, also den Himmel oder das Heil, zu verdienen. Doch sind diese Formen, besonders in ihren radikalen Varianten, von der Kirche zumeist mit Misstrauen beobachtet worden. Und die meisten der großen Autoren des Christentums waren sich darin einig, dass die Abhängigkeit des Menschen von Gott größer ist als die eigenen Leistungsmöglichkeiten des Gläubigen. Das Heil kann sich der Mensch nicht verdienen, weil er dazu als sündiges, begrenztes Geschöpf nicht in der Lage ist.

Der Himmel ist kein knappes Gut

Drastisch ist auch der Unterschied im Bereich des Erfolges. Denn der ist in der Religion nicht durch Geld, Macht oder Ruhm greifbar, sondern durch die himmlische Seligkeit, durch Erlösung oder durch Heiligkeit. Das sind aber keine knappen Güter. Gott stellt seinen himmlischen Güter in Überfülle zur Verfügung. Anders als bei der Fifa ist nicht derjenige der Gewinner, der als Letzter übrig bleibt, weil nur einer den Kampfpreis gewinnen kann. Es wird sogar derjenige besonders gesegnet, der am Ende möglichst viele auf die Ehrentribüne zu Gottvater mitbringt. Als „Heiliger Rest“ vor Gott zu treten, ist für den Christen immer eine Niederlage, für den Erfolgsmenschen der Leistungsgesellschaft hingegen ist der Gipfel einsam.

Pius XII.

Foto: Caeremoniale Romanum

Freitag, 18. Juli 2014

Bistum Limburg legt Vermögen offen

Das Bistum Limburg hat am Freitag sein Vermögen umfassend offen gelegt. Neben den bistumseigenen Vermögenswerten wurden dabei auch die Vermögen des Bischöflichen Stuhles und des Limburger Domkapitels veröffentlicht.

Das Gesamtvermögen des Bistums beläuft sich auf 909 Millionen Euro, wovon 811 Millionen fest angelegt sind, größtenteils in Finanzanlagen. Demgegenüber stehen Verpflichtungen der Diözese, z.B. für die Ruhestandsversorgung von Geistlichen, für die ein Versorgungsfonds von 204 Millionen gebildet wurde. Haupteinnahmequelle der Diözese ist die Kirchensteuer, die im Jahr 2013 205 Millionen einbrachte, wovon 191 Millionen den Pfarreien zugute kamen.

Der Bischöfliche Stuhl wies 2012 ein Gesamtvermögen von 92,3 Millionen aus. An Verbindlichkeiten weist der Jahresabschluss 26,5 Millionen aus, die sich auch aus dem Bau des Diözesanen Zentrums St. Nikolaus ergeben. Das Limburger Domkapitel verfügt über ein Vermögen von 4,3 Millionen Euro.

Der Ständige Vertreter des apostolischen Administrators, Wolfgang Rösch, erklärte bei der Vorstellung der Vermögenswerte: "Für uns ist Transparenz eine wesentliche Grundlage für Vertrauen". Dies sei das wichtigste Kapital der Kirche. Zugleich bedürfe es aber auch eines soliden wirtschaftlichen Fundamentes für das kirchliche Leben.

Dazu:
FAZ-Artikel hier
Domradio-Artikel hier.
Bericht Bistum Limburg hier.

Donnerstag, 17. Juli 2014

In seinem Herzen zuhause sein

57) Wer stets in seinem Herzen zu Hause ist, weilt fern von allen angenehmen Früchten des Lebens. Da er nämlich im Geist wandelt, kann er die Begierden des Fleisches nicht kennen. Ein solcher schreitet ja fürderhin innerhalb der Festung der Tugenden umher und hat eben diese Tugenden sozusagen als Torhüter der Burg der Reinheit. Darum richten auch die Anschläge der Dämonen bei ihm nunmehr nichts mehr aus, auch wenn die Geschosse der gemeinen Liebe vielleicht bis zu den Toren der Natur gelangen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Mittwoch, 16. Juli 2014

Despotie und Duckmäusertum - mein neues Lieblingsbuch zur Causa Tebartz-van Elst


Mit dem Umzug von Bischof Tebartz-van Elst nähert sich die Causa Limburg dem zweiten Schritt ihres Abschlusses. Da muss man sich als konsequenter Hierarchiekritiker und Kirchenpolitiker natürlich beeilen, Schreckgespenster an die Wand zu malen und Lösungswege aufzudrängen, bevor in Rom die Limburger Akte geschlossen wird.

Deswegen hat jetzt Joachim Valentin ein Buch herausgegeben. Genau, der Joachim Valentin, der schon die Veranstaltung im Haus am Dom "Aufräumen nach dem Knall" so herausragend gut gemanagt hat und in der ganzen Republik niemanden finden konnte, der pro-Tebartz ist. Glücklicherweise hat er sich, wie schon damals, deutlich leichter damit getan, Kritiker des Limburger Bischofs zu finden und deren Beiträge zwischen zwei Buchdeckel zu zwänge. Herausgekommen ist ein tolles Werk mit dem Titel: "Der 'Fall' Tebartz-van Elst. Kirchenkrise unter dem Brennglas." Darin kommen ebenso eloquente wie unbelastete Zeugen der Krise wie Johannes zu Eltz zu Wort, der als Frankfurter Stadtdekan mutig bei der Befreiung der Diözese von ihrem Bischof vorangeschritten ist. Daneben dürfen Medienwissenschaftler die eigene Klientel - eben die Medien - weitgehend frei sprechen und die persönliche Hetze gegen den "Protzbischof" (Focus) für im Prinzip gut und richtig erklären. Natürlich darf sich auch Daniel Deckers zu Wort melden und mit dem Richtschwert eigener Unfehlbarkeit auf alles dreinschlagen, was nicht in sein Konzept von Kirche passt.

Es bleibt abzuwarten, ob sich zumindest die genannten Herren mit diesem Werk einen Gefallen tun. In Rom scheint man aktuell nicht der Meinung zu sein, Deckers flotte Feder bei Bischofswahlen berücksichtigen zu müssen; und wie lange Johannes zu Eltz noch im Schatten des Frankfurter Doms Vizekönig sein darf, wird sich auch noch weisen. Die Rechnungen kommen eben erst am Ende an und der Vatikan schreibt sie. Das neueste Werk der Eigenkirchenbegehrer wird dort hoffentlich nicht allzu ernst genommen. Man will den Herren ja nicht böses.

Eine Zusammenfassung des Buches gibt es auf katholisch.de hier.

Diadochus: Hänge nicht mit Leidenschaft an den Dingen der Welt

56) Daß das Auge und der Geschmack und die übrigen Sinne das Gedenken des Herzens zerstreuen, wenn wir sie über das Maß hinaus gebrauchen, diese Erkenntnis vermittelt uns als erste Eva. Solange sie nämlich nicht mit Vergnügen auf den Baum des Verbotes blickte, blieb sie sorgsam der göttlichen Anordnung eingedenk. Darum wurde sie auch von den Flügeln der göttlichen Liebe noch gleichsam bedeckt und wußte deshalb nichts von ihrer Nacktheit. Als sie aber den Baum mit Vergnügen betrachtet, mit großem Verlangen berührt und schließlich von seiner Frucht mit gewisser maßen tätiger Lust gekostet hatte, da wurde sie mit einem Mal zur leiblichen Verschlingung gebracht, da sie nackt mit der Leidenschaft in Berührung gekommen war, und gab für den Genuß der gegenwärtigen Dinge ihre ganze Begierde hin, indem sie sie aufgrund der anscheinenden Köstlichkeit der Frucht mit ihrem eigenen Fall und jenem Adams vereinte. Daher vermag sich der menschliche Geist nunmehr (nur noch) mit Mühe Gottes oder seiner Gebote zu erinnern.
Wir also wollen unseren Blick im unaufhörlichen Gedenken Gottes niemals von der Tiefe unseres Herzens abwenden und wie Blinde in diesem trügerischen Leben wandeln. Es ist ja der wahrhaft geistlichen Philosophie eigen, das Streben der (leiblichen) Augen immerfort ungeflügelt zu bewahren. Dies lehrt uns auch der hocherfahrene Job, wenn er sagt: "Wenn mein Herz meinemAuge folgte, ... Dieser Grundsatz ist wirklich ein Kennzeichen höchster Enthaltsamkeit.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Dienstag, 15. Juli 2014

Diadochus: Für das Notwendige dankbar sein, aber nicht mehr verlangen

55) Die Seele wird wohl nicht danach verlangen, sich aus dem Leib zu entfernen, wenn ihr ihre Ausrichtung auf diesen (irdischen) Dunst nicht inhaltlos wird. Alle sinnlichen Empfindungen des Leibes stehen ja im Widerspruch zum Glauben. Erstere nämlich richten sich allein auf die gegenwärtigen Dinge, doch der Glaube verheißt die Pracht der zukünftigen Güter.
Es ziemt sich also für den Kämpfer, daß er sich niemals Gedanken macht über so manche dichte und schattige Bäume, über schön-sprudelnde Quellen, über bunte und blumenreiche Auen, über stattliche Häuser oder auch über Umgang mit Verwandten. Auch soll er sich nicht, falls es zutrifft, an seinen pompfhaften Lebensstil erinnern. Vielmehr soll er das Notwendige dankbar gebrauchen, doch das Leben als einen fremden Weg betrachten, der jedes fleischlichen Zustandes abhold ist. Denn nur wenn wir unser Denken auf diese Weise eingeengt haben, werden wir es gänzlich auf die Fährte des ewigen Weges bringen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Montag, 14. Juli 2014

Wir sind im Fussballhimmel. Und wie kommen wir in den Richtigen?

Die deutsche Nationalmannschaft ist Fussballweltmeister. Das schafft man nur mit hartem Training, einem entschlossenem Willen und viel viel Ausdauer. Und wenn man dann noch Glück hat - wie gestern - dann kommt man in den Fussballerhimmel.
Es muss aber nicht unbedingt die Weltmeisterschaft oder Profis sein. Auch andere Menschen trainieren mehr oder weniger intensiv täglich, um ein Ziel zu erreichen. Vor Kurzem gab es in Frankfurt den jährlichen Iron Man und den Teilnehmern kann man wirklich keinen Schlendrian vorwerfen.
Für den gläubigen Menschen wirft das natürlich die Frage auf, wieviel Einsatz er selber für seine "Leidenschaft", nämlich den Glauben an Gott, erbringen möchte. In der Vergangenheit führte das zu rigoristischen Tendenzen, während heute schon der Besuch einer Sonntagsmesse als eine fast unerfüllbare Höchstleistung gilt.

Johannes vom Kreuz war dieses Phänomen, nämlich jene Mischung aus Leistungswillen und Unlust schon bekannt. Und bevor er uns zum Einsatz auffordert, wäscht er uns erstmal den Kopf, wer denn der eigentliche "Leistungsträger" ist:
Und so versetzt Gott den Menschen in der Weise, in der er von sich aus immer mehr in diese Selbstzurückrücknahme und formlose Leere eintritt, nach und nach in den Besitz der Gotteinung. Und das wirkt Gott in ihm ganz allmählich ohne sein Zutun ...; und so wird ihm Gott, wann es ihm recht ist, im Maße seiner Vorbereitung die vollkommene, gottgewirkte Gotteinung schließlich als Habitus geben. 
Johannes vom Kreuz: Aufstieg auf den Berg Karmel, 3S 2,13.

Diadochus: Die Seele hängt an den Wünschen des Leibes

54) Wenn wir gegen die uns widerfahrenden leiblichen Unregelmäßigkeiten sehr aufgebracht werden, dann müssen wir wissen, daß unsere Seele noch den Begierden des Leibes dienstbar ist. Darum will sie sich aus Sehnsucht nach den materiellen Annehmlichkeiten auch nicht von den Genüssen des Lebens zurückziehen, sondern hält es für eine große Behinderung, durch ihre Krankheiten die Früchte des Lebens nicht genießen zu können. Nimmt sie aber die krankheitsbedingten Beschwerden dankbar an, so kann man daran erkennen, daß sie nicht weit von den Grenzen der Leidenschaftslosigkeit entfernt ist. Darum erwartet sie dann auch den Tod ungeduldig und mit Freuden, da er vielmehr die Ursache des wahren Lebens ist.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

Samstag, 12. Juli 2014

Journalisten-Quiz

FAZ-Titel von gestern zur Ernennung von Kardinal Woelki:
Weil Rom es so will. Woelki wird Erzbischof von Köln
Frage: Wer ist der Autor dieses fairen und ausgewogenen Artikels?

Dienstag, 8. Juli 2014

Diadochus: Nichts hindert daran, zur Zeit der Krankheit einen Arzt herbei zurufen

Diadochus sagt eigentlich etwas ganz selbstverständliches: Wenn ich krank bin, dann gehe ich zu einem Arzt. Wäre ja unsinnig, wenn nicht. Doch es gab in der Zeit des Diadochus einige Menschen, die der Meinung waren, keines Arztes zu bedürfen, sondern lieber ganz allein darauf vertrauten, Gott werde sie trösten und heilen. Eine solche grundsätzliche Haltung weist Diadochus zurück. Wer krank ist, der kann einen Arzt besuchen, es widerspricht nicht dem Vertrauen auf Gott. Wer aber in der Einsamkeit lebt, weit weg von jedem Arzt, der kann sein Vertrauen auch ganz auf Gott setzen. Zugleich verweist Diadochus auch auf eine Haltung für alle, denn nicht der Arzt an sich heilt uns, sondern Christus ist es, der über unser Schicksal bestimmt.
53) Nichts hindert daran, zur Zeit der Krankheit einen Arzt herbei zurufen. Denn da man einst Sorge trug, diese Kunst mittels der menschlichen Erfahrung zusammenzutragen, darum waren auch die Heilmittel schon vor uns da. Doch darf man die Hoffnung auf Heilung nicht auf diese setzen, sondern auf unseren wahren Heiland und Arzt, Jesus Christus.
Dies sage ich für jene, die in den Klöstern und den Städten das Ziel der Enthaltsamkeit verwirklichen. Denn es ist ihnen aufgrund ihrer besonderen Lebensumstände nicht möglich, sich unaufhörlich durch die Liebe der Wirkung des Glaubens zu erfreuen. Vor allem aber sollen sie nicht der eitlen Ehrsucht und der Versuchung des Teufels verfallen, weswegen manche von ihnen vielfach verkünden, keines Arztes zu bedürfen.
Führt aber jemand an einem einsameren Ort nur inmitten zweier oder dreier gleichgesinnter Brüder ein zurückgezogenes Leben, so soll er sich allein dem Herrn, der all unsere Krankheit und Schwachheit heilt, im Glauben ausliefern, selbst wenn er in alle möglichen Leiden gerät. Er hat ja nach dem Herrn die Einsamkeit als ausreichende Trösterin seiner Krankheiten. Darum leidet ein solcher auch niemals Mangel an der Wirkung des Glaubens, vor allem da er auch niemals feststellt, daß seine aus der Geduld fließende Tugend irgendwo zur Schau gestellt wird; erfreut er sich doch des vortrefflichen Vorhangs der Einsamkeit. Darum nämlich läßt einen der Herr einsam im Hause wohnen.
Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, in: Philokalie, Bd. 1.

Montag, 7. Juli 2014

Diadochus: Auf das Gute um des Besseren Willen verzichten

Sollte man auf etwas Gutes verzichten? Dafür gibt es keinen Grund, es sei denn, man kann dadurch etwas Besseres erreichen. So ist es z.B. gut, wenn man sich mit Freunden trifft. Wenn man aber an diesem Tag dadurch gar keine Zeit mehr für seine Arbeit - oder in meinem Fall seine Diss  - hat, dann ist es Besser, das ganze etwas abzukürzen oder es diesmal sein zu lassen. Auch Diadochus bringt ein Beispiel, diesmal aus dem Bereich des öffentlichen Bades:

52) Sich ins Bad zu begeben wird wohl niemand als sündhaft oder widersinnig bezeichnen. Wenn man aber aus Enthaltsamkeit auch darauf verzichtet, so nenne ich dies sowohl mannhaft als auch äußerst sittsam. Denn (dann) verweichlicht jenes angenehme Naß nicht unseren Leib, noch werden wir an die ehrlose Nacktheit Adams erinnert. Wir sollen ja auch um die Blätter jenes ersten Menschen Sorge tragen, um die zweite Ursache der Schande zu bedecken. Und vor allem wir, die wir noch vor kurzem dem gänzlichen Verderben des Lebens entlaufen sind, müssen uns durch die Reinheit unseres Leibes mit der Schönheit der Sittsamkeit vereinen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, in: PHilokalie, Bd. 1.

Sonntag, 6. Juli 2014

Freitag, 4. Juli 2014

Gleichheitsblüten aus dem Arbeitsmarkt

Folgende schöne Gleichheitsblüten aus Stellenausschreibungen habe ich gefunden:
Chancengleichheit ist Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Frauen werden nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte und nachweislich gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung besonders bevorzugt.
Die Reihenfolge der Gleichen ist also (absteigend): Behinderte Frau, behinderter Mann, Frau, Mann.

Während ich es bei Behinderten verstehen kann - die haben es zumeist schon schwer genug - finde ich die Bevorzugung von Frauen vor Männern ein Unding. Was kann ich dafür, dass Frauen bis vor wenigen Jahrzehnten benachteiligt wurden. Faktisch werde ich als Individuum diskriminiert, um eine statistische Massendiskriminierung langsam aufzulösen. Es zählt also die Gruppe mehr als das Individuum und eine Ideologie mehr als echte Chancengleichheit. Ich weiss nicht, wer damit das größere Problem hat: Die Männer, weil sie benachteiligt werden oder die Frauen, weil damit ihr eigenes Projekt der Emanzipation ad absurdum führen.

Und was ist überhaupt, wenn ich mich als biologischer Mann als Frau fühle. Dann werde ich doch auch bevorzugt behandelt? Oder sind die Frauenbeauftragten immer noch so rückständig biologistisch, dass sie an überholten Geschlechterfestlegungen hängen?

Donnerstag, 3. Juli 2014

Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Tebartz-van Elst

Die Staatsanwaltschaft Limburg wird kein Ermittlungsverfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst aufnehmen. Das hat die Staatswaltschaft am Mittwoch erklärt. Wegen zahlreicher Strafanzeigen gegen den Limburger Altbischof hatte die Staatsanwaltschaft seit Oktober letzten Jahres Vorermittlungen aufgenommen. Diese sind nun abgeschlossen. Es wurden keine Tatbestände gefunden, für die die Staatsanwaltschaft als staatliches Organ zuständig ist. Zwar würde es einige Fälle geben, in denen Kirchenrecht betroffen sei. Diese hätten die Kirche aber durch ihre eigenen Organe zu behandeln, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Apostolische Administrator begrüßte die Entscheidung, da hierdurch der innerkirchliche Weg der Aufarbeitung erleichtert werde. Grothe erklärte zudem, viele Verstöße und Probleme seien bereits in den letzten Monaten aufgearbeitet worden und man sei auf einem guten Weg, auch den Rest erfolgreich zu behandeln:
"Soweit die Staatsanwaltschaft auf das Selbststimmungsrecht der Kirche verweist, werden wir nun unsererseits mit den Kategorien des Kirchenrechtes die Sachverhalte zu prüfen haben." 
Sinn der aktuellen Tätigkeit sei es, den Gläubigen die Freude am Glauben wiederzugeben und das Selbstbewusstsein der Diözese zu stärken. Hierfür soll unter anderem das St. Georgswerk rückabgewickelt und die Räume der Bischofsresidenz für Konferenzen und Veranstaltungen geöffnet werden. Des Weiteren ist geplant, die Finanzen der Organe "Bistum Limburg", "Bischöflicher Stuhl" und "Domkapitel" im Juli 2014 offenzulegen.

Artikel-hr hier.
Bericht Bistum Limburg hier.

Die Initiative für Demokratie und Freiheit gibt bekannt

Die Initiative für Demokratie und Freiheit gibt bekannt:
Durch das erfolgreiche Niederbrüllen von Personen, die eine andere Meinung als wir vertreten, konnte die Meinungsfreiheit erfolgreich gesichert werden.

Die Initiative für Freiheit und Demokratie bittet um ihre Mithilfe bei der Sicherung der Meinungsfreiheit und fordert sie auf, wie alle anderen Freunde der Meinungsfreiheit auch eine Spende von 2 % ihres Gehaltes, vor Steuern, an sie zu überweisen. Sonst müsste sich die Initiative fragen, ob sie ein Faschist, Rassist und homophob sind.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Weihbischof Grothe auf Tebartz' Pfaden

Wer glaubte, mit dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst als Bischof von Limburg würde im Bistum alles anders, der wird aktuell eines Besseren belehrt. Denn anstatt alles rückgängig zu machen, was der Altbischof begonnen und zu einer erträumten Kamphaus-Kirche zurückzukehren - 'ner Reformation in eine vage unbestimmte Vergangenheit, sozusagen - zieht Grothe mit kleinen Abstrichen das Programm seines Vorgängers durch. Zwar wird allenthalben erklärt - und das glaube ich auch - dass das Klima im Ordinariat und den kirchlichen Einrichtungen besser geworden sei - was aber schon mit dem Weggang des alten Generalvikars sich begann zu verändern - doch ansonsten bleibt das Meiste beim Alten.

So arbeitet Grothe aktuell auch den Pfarreiwerdungsprozess ab, den Bischof Tebartz-van Elst begonnen hat. So z.B. im Bezirk Limburg, wo die Vorschläge des Altbischofs zum 1. Oktober mit der Einrichtung neuer pastoraler Räume als Vorstufe zu den Pfarreien neuen Typs umgesetzt werden. Zwar hat Grothe den Termin zwischenzeitlich nach hinten verschoben, aber wer eine Entscheidung trifft, will sich halt auch erstmal einarbeiten und das braucht seine Zeit. Schön fand ich besonders die Formulierung der Zeitung:
"Die Entscheidung habe Grothe nun nach intensiver Beratung mit den synodalen Gremien gefasst."
Also nicht "zusammen mit", sondern nach Beratung. Grothe gibt also nicht den Kirchendemokrat, sondern er lässt diskutieren und sich beraten, entscheidet dann aber nach Abschluss der Beratung darüber. Aktuell herrscht noch weitgehende Einigkeit in den Gremien zum Prozess. Es bleibt abzuwarten was passiert, wenn sich das mal ändert.

Artikel Mittelhessen hier.

Katholikentagssatire mit Elli und Vroni

Während des Katholikentags saß ich so vor meinem PC und dachte mir: Eigentlich müsstest du dieses Jahr auch mal was zum Katholikentag schreiben. Nur was? Da mir nichts einfiel, verschwand das Thema wieder in der Versenkung.
Nun bin ich aber über das hippe Video mit Elli und Vroni gestoßen und dachte mir: Hier, komm, das kann doch nur Satire sein. Das kannste doch mal kurz besprechen.
Und so reiche ich mit einigem Abstand mein Lieblingsvideo des Jahres nach, zudem ich aktuell leider nur einen Link setzen kann: Video hier.

Die Geschichte beginnt, indem ein dauergrinsendes Durazellhäschen aus dem Ruhrpott ein muffeliges oberbayerisches Dorfdirndl mit Rockerallüren auf den Katholikentag zerrt, um dort das grandiose Programm zu erleben. Damit ein hübscher Film bei raus kommt, fällt Grinsekatze Elli mehrfach über wehrlose Kinder und überfordere Passanten her, um sie auszufragen, warum sie denn den Katholikentag genauso toll finden wie sie selber.

Und weil auch ein Mädel mit dem Herzschlag eines Kolibris mal schlafen muss - und Vroni ohnehin im nur latent unterbrochenen mentalen Wachkoma liegt - kriechen die beiden voll ökumenisch bei einer Protestantin unter, die ihre Betten Katholikentagsbesuchern zur Verfügung stellt. Anschließend nehmen die beiden an allerlei Aktivitäten teil, dessen katholischer Hintergrund sich nur einem promovierten Pastoraltheologen erschließt, der selbst eine Toiltettenschüssel noch als Zeichen für Gott ausdeuten kann - die Weißheit der Toilettenschüssel steht für Gott, der uns auffängt, wenn wir in die Unterwelt hinabgezogen zu werden drohen.

Das Ende vom Lied ist, dass die beiden Mädels auf dem Gras liegen und über ihre Erlebnisse resümieren. Dabei fällt der beste Satz des ganzen Films, natürlich von Elli: Alois Glück, der hat ja so viel zu sagen. Spätestens nach diesem Satz fragt man sich, was die junge Dame eigentlich genommen hat und wo man das für günstig Geld auch bekommen kann. Unterdessen schmachtet ihre Milchmagd-Freundin einem lederaffinen Klischeeschwulen auf heterosexuellen Abwegen nach.

Das die junge Vroni in dem ganzen Film eine durchgehend bessere Figur macht als ihre überdrehte Freundin und auch wesentlich bessere Chancen hat, einer katholischen Karriere als nebenberufstätige Ehefrau und Mutter teilhaftig zu werden, ist eine Pointe, die dieser Film vielleicht nicht beabsichtigt hat, der aber zu seinen satirischen Qualitäten sicher beiträgt. Eine gelungene Satire auf den Katholikentag also, wie ich sie mir kaum besser hätte ausdenken können. Note 1 und ich freue mich schon auf den nächsten Film: Elli und Vroni beim Papst.

Dienstag, 1. Juli 2014

Hochwürden Hartmann, Sakramentenlehre Sechs, setzen!

Vor einiger Zeit hatte sich der fränkische Pfarrer Stefan Hartmann medienwirksam zu seiner unehelichen Tochter Katharina - aktuell 24 - bekannt. Wenngleich mir das etwas zu aufmerksamkeitsheischend war, so ist es doch zu begrüßen, wenn ein Priester zu seinen Fehlern - einer Beziehung im Zölibat - und den Folgen steht, zumal wenn diese Folge ein Kind ist - Kinder sind grundsätzlich zu begrüßen.

Nun war der gnädige Herr aber der Meinung, dass es weder ihm noch seiner Tochter zuzumuten sei, dass er weiterhin im Zölibat leben muss und bat deswegen den Papst, ihn davon zu dispensieren. Natürlich wiederum medienwirksam, um Druck aufzubauen. Die Reaktion des Vatikans war, welche Überraschung: gar keine. Er werde keine Antwort aus Rom erhalten, teilte ihm sein Erzbischof mit.

Dabei ist interessant, dass Hochwürden der Meinung war, man würde ihn in Rom einfach mal so vom Zölibat dispensieren und bekommt denn auch gleich von der Zeitung sekundiert, es gebe doch auch andere Priester, die nicht im Zölibat leben würden, z.B. konvertierte evangelische Pastoren. Was die Redakteure nicht wissen und Pfarrer Hartmann offenbar fröhlich ignoriert: Die Weihe ist ein Ehehindernis, die Ehe aber kein Weihehindernis. Das Zölibat entfaltet diese sakramentale Lehre nur, indem es festlegt, dass Männer - in aller Regel - nicht verheiratet sein dürfen, wenn sie geweiht werden wollen. Dessen ungeachtet dürften selbst nach Aufhebung des Zölibats bereits geweihte Priester nicht heiraten. Augenfälligstes Beispiel hierfür ist der ständige Diakon. Für diesen ist das Zölibat aufgehoben, er darf verheiratet sein. Erneut heiraten - wenn seine Frau verstorben ist - darf er hingegen nicht.

Artikel-Trierischer Volksfreund hier.

Santo Stefano Rotondo

Eine der schönsten, aber auch verstecktesten Kirchen Roms ist Santo Stefano Rotondo.
Auf dem Celio gelegen, erreicht man sie unter anderem, wenn man vom Lateran die Via di Santo Stefano nach Süd-Westen geht. Allerdings ist das keine besonders reizvolle Strecke, da man an einem Armee-Krankenhaus vorbeikommt und zumindest ich mich regelmäßig gefragt habe, ob ich dran vorbeimarschiert bin. Denn Santo Stefano liegt in einem leicht ungepflegten Garten hinter einer hohen Mauer, nur durch ein Tor zu erreichen. Man muss also etwas genauer hinschauen.
Die Rundkirche gehört zu den ältesten Kirchen Roms und reicht in ihrem wesentlichen Baubestand bis ins 5. Jahrhundert zurück. Ursprünglich von zwei Säulenreihen umgehen, hat man sie später verkleinert und den äußeren Säulenumgang zugemauert. Berühmt ist die Kirche vor allem wegen ihrer Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die 32 Szenen frühchristlichen Märtyriums zeigen. Seit dieser Zeit ist die Kirche auch dem Collegium Germanicum et Hungaricum anvertraut.

Die Kirche besitzt auch eine deutsche Internetseite hier.






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