Montag, 1. Dezember 2014

Manuela Schwesig ist weinerlich. Ja und, heul doch! Ein Wort zum Gleichstellungsgesetz

Heute möchte ich mich mal zum Gleichstellungsgesetz äußern. Denn Manuela Schwesig geht mir massiv auf die Nerven. Und sie tut mit ihrem Gesetz den Frauen keinen Gefallen.

Foto: WikiCommons Bobo
Manuela Schwesig ist die denkbar schlechteste Wahl für den Job der Ministerin für Frauenfragen!
Warum? Weil Volker Kauder sie als weinerlich bezeichnet hat und alle sich darüber aufgeregt haben. Und zu recht. Dieses Quotenpüppchen, von Männern in Posten gehoben, ist politisch viel zu fragil, um ernsthaft etwas aushalten zu können. Das einzige Pfund von Schwesig ist, dass sie eine Frau ist. Und das macht sie so ungeeignet. Denn wenn Quotenfrauen eines nicht sind, dann akzeptiert. Sie sind nur geduldet, geschützt vom Staat und einer politischen Korrektheit, die zu Ende ist, wenn abends der Vorstand zum Feierabendbier lädt.

Zurückkeilen war früher


Nun hat aber Volker Kauder den Fehler gemacht, seine Einlassungen nicht beim Bierchen vorzutragen - die Schwesig, höhö, weinerlich *lach* - sondern in der Television. Und damit zeigt sich der Unterschied zwischen Männern und Frauen, der Schwesig so erfolgreich und ihren Einsatz so nutzlos macht. Denn in den berühmt-berüchtigten Männerseilschaften hätte man nach einer solchen Entgleisung ordentlich zurückgekeilt und damit wäre gut gewesen. Brandt, Wehner, Strauß und Schmidt haben sich Dinge an den Kopf geworfen, wohlgemerkt im Bundestag, dagegen sind die Auslassungen Kauders Geplänkel.

Doch den neuen Frauen a la Schwesig gegenüber muss man(n) sich manierlich verhalten, sonst kommt gleich die Gleichstellungsbeauftragte um die Ecke. Und so musste Sigi das arme Häschen zu ihrem Ministerinnenplatz begleiten. Die alten gestandenen Doppelnamenschlachtrösser hätten Kauder unangespitzt in den Boden gerammt, mit ihren Pömps auf seiner Glatze einen Tanz vollführt und anschließend wieder Platz genommen. Und alle, Männer wie Frauen, hätten das Ok gefunden, Kauder inklusive. Man ist immerhin in der Politik und nicht im Bälleparadies. Aber Manuela kann man ja den rauen Umgangston nicht zumuten.

Frausein geht vor sozialer Leistung


Und damit haben wir auch den Grund, warum Frauen in so wenigen Aufsichtsratsposten sitzen. Denn natürlich ist fachliche Kompetenz nur ein Baustein des Erfolges. Die andere Dimension ist soziale Kompetenz, neudeutsch Networking, klassisch-polemisch Seilschaften genannt. Jeder weiss das. Auch Schwesig ist nicht allein wegen ihrer fachlichen Qualifikation aufgestiegen. Gerade nicht in der SPD. Auch die hatte Seilschaften, die sie hinaufbefördert haben. Aber natürlich sind ihre Seilschaften gut, weil sie eine Frau ist, männliche Seilschaften sind böse, weil es Männer sind. Patriarchalische Unterdrückung und so.

Doch Networking ist eben auch eine Kulturfrage, also Kultur des Umganges. Das schon erwähnte Bierchen am Abend an der Bar - bei Bedarf kann es auch was Härteres sein - ist eben immer noch ein wichtiger Baustein, wenn man in ungezwungener Atmosphäre an der Karriere strickt. Doch das setzt eben einen Konsens voraus, eine allgemeine Sitte, der sich viele Frauen entziehen. Was ich durchaus nachvollziehen kann, meines ist es auch nicht so. Aber anstatt auf gewisse Praktiken zu verzichten und damit auch auf gewisse Aufstiegschancen, rufen einige Frauen nach dem Staat, der ihnen das geben soll, was sie selber nicht bereit sind, sich zu erarbeiten. Denn Seilschaften bilden, das ist harte Arbeit. Und zu dieser Haltung des Beleidigtseins, des "Ich bin eine Frau und will aber auch" ist Manuela Schwesig das Gesicht.

Quotenfrauen sind auf den Staat angewiesen


Manuela Schwesig ist daher eine kolossale Fehlbesetzung. Auf die Stütze der Männer angewiesen, schneidert sie Gesetze, in denen die Frauen den Staat brauchen, um Erfolg zu haben. Dabei ist es ein tönerner Erfolg, denn letztlich hilft diesen Frauen das Gesetz zwar auf neue Posten. Doch sie werden, wie Manuela, immer angewiesen sein auf den Staat und die Öffentlichkeit. Wo deren Einblicke aber enden, regieren die alten Seilschaften weiter und machen die Frauen zu Statistinnen.

Nebenbei kämpft Schwesig in ihrem Gesetz natürlich nur für ca. 150 Spitzenfrauen, also Damen wie sie selber. Für die Kassiererin an der Kasse, um die sich die Sozialdemokratinnen früher mal gekümmert haben, tut Schwesig wenig. Das aber sind gestandene Frauen, vor denen man wirklich den Hut ziehen kann.

PS: Kommentare schäumender Quotenfrauen mögen bitte darauf achten, dass mein schütter werdendes Haar keinen Stepptanz verträgt. Walzer ist aber Ok.

Kommentare :

  1. Antworten
    1. Ja, das ist aber schon ihre beste Eigenschaft, die mir zugänglich ist. Aber ich halte es für problematisch, wenn mir das bei einer Ministerin zuerst einfällt. Da habe ich lieber jemanden, der weniger hübsch ist, aber richtig was drauf hat.

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  2. Letztlich ist allerdings die gesamte Gleichstellung der Frau auf den Staat angewiesen.

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  3. Lieber demütiger Blogger,
    diskutieren Sie Ihre Position doch einmal mit Ihrer Freundin/ Partnerin/ Ehefrau und/ oder Schwester. Über eine kurze Rückmeldung der zentralen Aussagen einer dieser Frauen würde mich interessieren.

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