Dienstag, 18. November 2014

Neues aus Limburg: Geistlichen Familie "Das Werk" wächst auf dem Domberg

Neues aus Limburg: Der bisherige Küster Theo Minn geht die Rente, seine Position wird von einem Bruder der Geistlichen Familie "Das Werk" übernommen. Damit baut diese junge geistliche Gemeinschaft ihre Präsenz auf dem Domberg aus.

Theo Minn war 19 Jahre lang am Limburger Dom tätig, zunächst als Domschweizer, später dann als Küster. In Limburg war er über alle Wirren, die es in den letzten Jahren auf dem Domberg gab, eine ebenso geachtet wie beliebte Gestalt.
Bruder Elmar Moosbrugger, der seinen Posten übernehmen wird,stammt aus Bezau/Voraalberg in Österreich und war in den letzten Jahren in Rom tätig, wo er unter anderem einer der offiziellen Führer für die Ausgrabungen am Petrusgrab und in den römischen Katakomben von San Sebastiano war. Seine Ausbildung zum Küster hat er 1993 im Erzbistum München-Freising gemacht.

Damit nimmt die Präsenz der Geistlichen Familie auf dem Domberg zu. Die beiden Schwestern, die seit einigen Jahren die Führungen im Dom betreuen, gehören bereits dieser Gemeinschaft an und wurden mittlerweile um eine weitere Schwester verstärkt, die als Alten- und Pflegeschwester aktiv ist. Da Bruder Elmar Moosbrugger in der großen Küsterwohnung über der Sakristei wohnen wird und die Gemeinschaft eigentlich vorsieht, dass die Mitglieder nicht alleine leben sollen, wird vielleicht in einigen Jahren ein weiterer Bruder oder Pater auf den Domberg entsendet, wenn dazu die Möglichkeit besteht. Mit dem Abzug der Dernbacher Schwestern, die zuvor die Bischofsresidenz versorgten, ist "Das Werk" aktuell die einzige geistliche Gemeinschaft in der Limburger Altstadt.

Geistliche Familie "Das Werk" in der Kritik


Die Geistliche Familie "Das Werk" ist im weiteren Sinne den Movimenti zuzuordnen. Wenngleich es sich, anders als die meisten Gemeinschaften dieses Typs, bereits vor dem Vatikanum II gegründet hat, trägt es viele Züge dieses Aufbruches: Von den klassischen Orden abweichende Strukturen, eine starke charismatische Dimension, enge Bindung zwischen Priestern, Schwestern und Laien und gewisse Probleme des jungen Aufbruches. So unterstellen ehemalige Mitglieder der Gemeinschaft sektenähnliche Strukturen. Vor Kurzem gab es eine apostolische Visitation wegen Missbrauchsvorwürfen, die von der Gemeinschaft mittlerweile eingeräumt wurden. Die Ergebnisse der Visitation liegen allerdings noch nicht vor.

Links zum Thema:

Neuer Küster im Dom (NNP)
'Das Werk' nimmt zu Vorwürfen von Ex-Schwester Stellung (kath.net)
Das Werk: Aussteiger erheben schwere Vorwürfe (ORF)
Stellungnahme zur Veröffentlichung des Buches „Nicht mehr ich“ von Frau Doris Wagner (daswerk-fso.org)

Kommentare :

  1. Wer von den Limburger Verantwortlichen hat "Das Werk" eigentlich angeschleppt?

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  2. Grundsätzlich wäre entweder das Domkapitel oder der Beauftragte für die Orden dafür zuständig. Da jetzt aber ein weiteres Mitglied des Ordens auf den Domberg zieht, dürfte das Domkapitel federführend gewesen sein.

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