Samstag, 22. November 2014

Franziskus besucht Bartholomaios I. Stärkung des Patriarchen

Im Besuch von Papst Franziskus beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. in Istanbul sehen Beobachter eine Stärkung des Patriarchen gegenüber den anderen Orthodoxen Kirchen und gegenüber den türkischen Staat.

Foto: WikiCommons Pvasiliadis 
Aktuell macht der ökumenische Patriarch seinem Titel alle Ehre und wagt sich im Dialog mit der Katholischen Kirche weit vor. Das wird besonders vom russisch-orthodoxe Patriarchat kritisiert, die mit dem Patriarchat von Konstantinopel um den Einfluss in der Weltorthodoxie ringen. Zwar ist der Ökumenischen Patriarch traditionell das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen, die meisten Gläubigen und das meiste Geld haben aber die russisch-Orthodoxen. Gerade mit dieser Kirche kommt der ökumenische Dialog trotz zahlreicher Bemühungen Roms indes nicht in Gang.

2016 findet ein panorthodoxes Konzil statt


Die wiederholten Treffen zwischen den Päpsten und den Ökumenischen Patriarchen können daher auch als Stärkung dieses Patriachats gewertet werden. Rom verstärkt die Stellung des Patriarchen, indem er zur zentralen Figur im katholisch-orthodoxen Dialog wird. In diesem Kontext soll eine gemeinsame Erklärung zu den Bemühungen um eine Wiederannäherung von beiden Kirchenoberhäuptern am Andreasfest unterzeichnet werden. Größere Schritte sind aber in den nächsten beiden Jahren nicht zu erwarten. Denn 2016 findet erstmals seit dem letzten ökumenischen Konzil eine gemeinsame Synode der Weltorthodoxie statt, auf der auch dieses Thema behandelt werden soll.

Links zum Thema:

Papstbesuch stärkt Position von Patriarch Bartholomaios (kathweb.at)
Im Spannungsfeld zwischen Asien und Europa (br.de)
Beim ökumenischen Patriarchen (Demut Jetzt!)

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