Donnerstag, 13. November 2014

Beim ökumenischen Patriarchen. Papst Franziskus besucht Bartholomaios I.

In wenigen Wochen wird Papst Franziskus den Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., in Istanbul besuchen. Damit soll die Zusammenarbeit gefestigt und ausgebaut werden, was gerade bei diesen beiden Kirchen möglich ist.

Foto: WikiCommons Nir Hason hier

Gegenseitige Besuche zwischen dem römischen Papst und dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel haben keinen Seltenheitswert mehr. Nachdem sich mit Paul VI. und Athenagoras I. erstmals die beiden Patriarchen der West- und der Ostkirche persönlich getroffen haben, sind die Beziehungen immer weiter intensiviert worden. Denn anders als der Patriarch von Moskau ist man im politisch schwächeren Konstantinopel wesentlich ökumenefreudiger.

Gerade die Zusammenarbeit und die Ökumene zwischen den beiden Kirchen war bereits ein Schlüsselthema im Pontifikat Benedikts XVI. Die größte Frucht dieser Bemühung um Annäherung fiel dann Franziskus in den Schoss, als Patriarch Bartholomaios bei Amtseinführung des Papstes dabei war. Seitdem haben sich die beiden Kirchenoberen mehrfach getroffen, in Rom sowie in Jerusalem. Ende November wird der Gegenbesuch des Papstes in Konstantinopel erfolgen.

Ökumene zuerst mit den Orthodoxen

In Deutschland wird mit dem Ökumene-Begriff in der Regel die Ökumene zwischen der Katholischen Kirche und den Protestantischen Gemeinschaften verstanden, mitunter auch die Weltökumene mit allen Religionen. Theologisch ist hingegen die Zusammenarbeit mit den Orthodoxen Kirchen naheliegender. Beide erkennen sich gegenseitig als Kirchen an, beide kennen sie die Siebenzahl der Sakramente, beide Kirchen besitzen die apostolische Sukzession. Wenn überhaupt, dann wird Ökumene zuerst mit den Orthodoxen gelingen und wenn sie mit den Orthodoxen gelingt, dann als erstes mit dem Patriarchen von Konstantinopel.

Gerade im Hinblick auf die Situation im Nahen Osten, wo gerade Katholiken (in verschiedenen Riten) und ostkirchliche Christen von Verfolgungen betroffen sind, ist eine Zusammenarbeit der beiden Kirchen dringend notwendig und ermahnt uns Katholiken in Deutschland zu einer ökumenischen Solidarität.

Links zum Thema:

Petrus besucht vor allem Andreas (Tagespost)
"Christen im Mittleren Osten schützen" (Kurier)
Christliche Solidarität ist angesagt (kath.de)

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