Montag, 20. Oktober 2014

Neues aus Limburg: Grothe on Tour und alle freuen sich

Wiki Commons Pressestelle EGV
Weihbischof Grothe, der Apostolische Administrator des Bistums Limburg, ist aktuell auf Grand Tour durch die Diözese und wirklich alle scheinen restlos vom ihm begeistert. 

Fast ein Jahr ist es her, dass Bischof Tebartz-van Elst beurlaubt wurde, aber nach wie vor schwelen alte Probleme  vor sich hin. Neben der "Stimmung" im Bistum sind es vor allem die Reformen, die der Altbischof angestoßen hat, die für Unzufriedenheit sorgen. Zwar hört man aus den meisten Bistumsleitungen rundherum, dass Vorgehen von Tebartz-van Elst bei der Neustrukturierung des Bistums gehöre mit zu den besten Ansätzen, die es in der deutschen Bistumslandschaft gegeben habe, doch das tangiert die Verantwortlichen vor Ort natürlich nicht.

Tebartz-van Elsts Reformen auf dem Prüfstand

Faktisch möchten viele von ihnen die "Pfarreien neuen Typs" neu aufgerollt sehen. Zwar ließ der Altbischof bzgl. des Zuschnittes der Pfarreien mit sich reden, an der angepeilten Zahl hielt er aber fest. Was organisatorisch sinnvoll ist, weil es Sicherheit schafft, wikte aber aus der Ortsperspektive wie eine restriktive Vorgabe gegen liebgewordene Gewohnheiten und Sonderwünsche.

Grothe nährt neue Hoffnungen

Mit dem Apostolischen Administrator verbinden sich jetzt neue Hoffnungen, die eigenen Wünsche durchzukriegen. Und Grothe signalisiert auch erstmal Gesprächsbereitschaft. Denn er muss das Bistum ja erst einmal kennenlernen, um abschätzen zu können, wo was noch geändert werden kann und sollte. Als erfahrene Führungskraft lässt er daher erst einmal alles offen, um den Menschen vor Ort unvoreingenommener zuhören zu können.

Mosern gilt im Bistum als Tugend

Leider verstehen manche diese Offenheit etwas fehl. Denn im Bistum Limburg gilt Mosern seit langem als besondere Tugend unter Hauptamtlichen.Aber nur weil berechtigte Kritik aussprechen zu können eine gute Eigenschaft für eine Verwaltung ist, gehört Alles-besser-wissen nicht zur Qualifikation, die man sich als Chef von den Angestellten wünscht.

Probleme miteinander lösen

Weihbischof Grothe ist aber zu klug und wohl auch zu höflich, um sich den Unsinn anmerken zu lassen, den er mitunter zu hören bekommt. Es zeichnet eine gute Führungskraft aus, selbst aus solchen Aussagen konstruktive Schlüsse ziehen zu können. Wenn es dann noch Leute gibt, die wirklich für das ganze Bistum arbeiten und nicht nur ihren Claum verteidigen wollen, kann es mittelfristig gelingen, mit den anstehenden Probleme, so Grothe,
„im Miteinander zu Lösungen zu kommen. Das ist das, was wir uns wünschen.“
Kreisblatt-Artikel hier

Kommentare :

  1. Der Apostolische Administrator, der übrigens in dieser Woche wieder zu Gesprächen in Rom weilt, hört hoffentlich alle Stimmen und gewichtet sie auch angemessen. Derzeit versuchen einige wenige Hauptamtliche (Priester wie Laien) ihre nicht-mehrheitsfähigen Haltungen durchzudrücken. Das hatten genau diese Leute schon bei TvE erfolglos versucht. In den meisten Pfarreien werden die Chancen der Pfarrei neuen Typs gesehen und die nötigen (und manchmal schwierigen) Schritte gegangen. In der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken hat vor drei Wochen eine Pfarrei versucht, den stadtweiten Aufstand zu proben. Das ging gründlich schief: von 37 Stimmberechtigeten stimmten nur 6 der Auffassung zu, die Pastoralen Räume sollten dauerhaft als zweite Variante neben den Pfarreien neuen Typs möglich sein. Besonders nett: Im betroffenen Pastoralen Raum (5 Pfarreien) gab es ein fast einstimmiges Votum für die Pfarrei neuen Typs ... Und wer wird in der Öffentlichkeit (FNP) gehört? Nur die Quertreiber (http://www.fnp.de/lokales/main-taunus-kreis/Widerstand-gegen-die-Grosspfarrei;art676,942612) !

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    1. Danke für die interessanten ergänzenden Informationen.

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