Donnerstag, 9. Oktober 2014

Bischof deVale fordert: Keine Barmherzigkeit, sondern Scheidungsrecht

Rom (INA) Auf der Familiensynode hat sich Bischof Jean-Louis deVale mit einem umjubelten Redebeitrag zu Wort gemeldet. deVale erklärte: "Wir müssen das Übel an der Wurzel bekämpfen. Die katholische Ehelehre wird heute von den Gläubigen nicht mehr akzeptiert. Das können wir auch mit neuen, pastoralen Methoden nicht ändern. Und es ist den Gläubigen auch nicht zuzumuten, die Kommunion nur aus 'Barmherzigkeit' zu erhalten. Es kann nur eine Lösung geben, nämlich die Möglichkeit, die Ehe aus dem Willen eines Ehepartners heraus aufzulösen und eine neue sakramentale Ehe zu schließen." Bischof Anthony Tigrana ergänzte, noch besser wäre es, wenn man polygame sakramentale Ehen ermöglichen würde. Bis zu vier Ehefrauen wären doch möglich, wie andere Weltreligionen schon gezeigt hätten. "Wir können hier vom Islam lernen!" so Tigrana

2014 Ignaz Nachrichten Agentur: Unfehlbare Satire aus aller Welt

Kommentare :

  1. Dieser Bischof hat nicht ganz Unrecht.

    Barmherzigkeit ist wirklich gar nicht die Frage. Wer das wahre Zulassungskriterium zum hl. Sakrament nicht erfüllt (also nicht bereut oder nicht sündenfrei ist), kommuniziert ja sowieso (mit oder ohne Barmherzigkeit) ungültig und umsonst, weil das Sakrament gar nicht wirkt, wenn die Disposition fehlt.

    Das perfide an der aktuellen Regelung ist ja nur, dass wahrheitswidrig vorausgesetzt wird, (alle) zivil Wiederverheiratete(n) begingen eine andauernde bzw. nicht bereute Sünde, ausschließlich weil sie die zweite Verbindung fortsetzen und dabei (evtl.) geschlechtlich mit einem neuen Partner verkehren, mit dem sie nicht sakramental verheiratet sind. Dass das in vielen Fällen leicht zu entschuldigen bzw. gar nichts Bösartiges und demzufolge überhaupt keine Sünde ist und darum auch keinerlei Grund oder Berechtigung besteht, die Betreffenden von der Kommunion auszuschließen und vor allem ihnen die Lossprechung zu verweigern, ist ja der Kern der ganzen Frage. Das ist eben eigtl. evidentermaßen eine unwahre Annahme. Nur deswegen wirkt die kirchliche Regelung ja so unangemessen und löst seit Augustins Zeiten so ein Unbehagen aus, nicht weil sie unbarmherzig wäre, sondern weil sie falsch ist.

    Das Gegenargument, die Leute könnten an der vollen sakramentalen Gemeinschaft der Kirche nicht teilhaben, weil sie durch die Zweitehe selbst die sakramentale Ordnung fortgesetzt verletzen, verfängt m.E. nicht. Es geht ja bei der individuellen Disposition für die Eucharistie tats. nur um echte, schuldhafte, zurechenbare, individuelle und schwer wiegende Sünde; nicht darum, inwieweit man in bestimmten Lebensverhältnissen, Zwängen oder irregulären Situationen steckt, die irgendwie nicht hundertprozentig in Ordnung, aber nicht notwendigerweise eine echte individuelle Sünde sind. Sonst müsste man allg. viel strengere Dispositionskriterien formulieren.

    Wer nicht wirklich und konkret schwer sündigt, kann auch nicht gerechtfertigtermaßen von den Sakramenten ferngehalten werden. Das ist es, was so aufstößt. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum Befürworter des Kommunionausschlusses immer von "Wahrheit" reden und meinen, diese auf ihrer Seite zu haben. Es ist ja offensichtlich nicht wahr, dass die Betreffenden fortgesetzt sündigen, nur weil sie zweimal verheiratet sind. Deshalb gebietet es ja gerade die Wahrheitsliebe, diesen pauschalen Ausschluss zu überdenken und zu einer treffsicheren Lösung zu kommen.

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    1. Ich danke für die umfangreichen Überlegungen, kann aber leider nicht im einzelnen auf alle eingehen.

      Allerdings würde ich durchaus sagen, dass die Zweitehe in zweierlei Weise ein Problem entsteht: 1. da damit schon impliziert wird, dass man auch Geschlechtsverkehr hat - wer will die Leute denn zwingen, sich davon zu enthalten - und 2. damit eine Wiederaufnahme der ersten, sakramental gültigen Ehe verhindert wird - was ja selten, aber möglich und aus kirchlicher Sicht wünschenswert ist.

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    2. Klar, das sind die bekannten Probleme. Die Frage, die zu klären ist, um die ärgerliche Sache mit dem Sakramentenempfang passgenauer zu regeln, ist eben, wann und inwieweit diese beiden Punkte "Sünden" darstellen. Denn nur aktuelle Sünden können einen Ausschluss rechtfertigen.

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