Donnerstag, 25. September 2014

Johannes zu Eltz: Time to say goodbye?

Johannes zu Eltz, Stadtdekan von Frankfurt und Limburger Domkapitular, will sich eine Auszeit nehmen.

Der Frankfurter Stadtdekan hatte es schwer in den letzten Monaten. Unter Aufbietung aller Kräfte hat er sich gegen seinen Bischof gestemmt und für seine Konzeption von Kirche gekämpft. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sowohl bei Johannes zu Eltz selber als auch im Bistum.

Zumindest für sich selber möchte zu Eltz jetzt eine Lösung finden. Um einem Burn-out vorzubeugen nimmt er sich eine "Auszeit" im Benediktinerkloster Neuburg. Für seine Erholung wünsche ich Johannes zu Eltz an dieser Stelle viel Erfolg.

Eine andere Frage ist, wie es mit den Spuren im Bistum aussieht, die zu Eltz mitgeschlagen hat. Er war ja einer der prominentesten und schärfsten Gegner des Bischofs und wusste auch des öfteren Rat, was denn Rom jetzt bitte machen sollte. Das sich Rom an des Stadtdekans Wünschen nie wirklich orientiert zu haben scheint, mag zur Auszeit beigetragen haben. Man kann sich allerdings auch fragen, ob er an der Gestaltung des Bistums weiterhin so promiment beteiligt sein sollte. Vielleicht beschäftigt ihn das auch. Aktuell scheint er jedoch wiederkommen und bis zur Rente bleiben zu wollen. Aber vielleicht kommt er im Kloster ja zur Erkenntnis, dass er ausnahmsweise dem Beispiel seines Ex-Bischofs folgen könnte: Seinem Vorgesetzten den Rücktritt anbieten.

FNP-Artikel zum Thema hier

Kommentare :

  1. Ich wusste das noch nicht. Geht er wirklich von Frankfurt weg oder bleibt er nur für einige Urlaubswochen in Neuburg. Aber Neuburg passt. Der dortige Abt wurde vor vielen Jahren aus Mariawald postuliert und gewählt, weil man dachte, einen echten monastischen Oberen zu bekommen. Abt Franziskus, so sein bezeichnender Name, ist aber ein Modernist erster Güte und mit viel Schlauheit versehen. Er war schön öfter dabei, wenn es darum ging, Bischöfe und Äbte abzu -, nein, nicht segnen, sondern abzusägen. Insofern treffen sich die Brüder im Geiste und können etwas neues aushecken. Wer weiß. - Im übrigen, finden seltsamerweise auch Benediktinerinnen im Bistum mehr Gefallen an zu Eltz als an von Elst. Die beiden durften schon längere Zeit, bei ihren Besuchen an dem schönen Ort im Rheingau, Trost und Rat spenden

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    1. Erstmal nur für ein paar Wochen. Dann mal schaun, wie es weitergeht.
      Interessant aber, dass das Kloster zu ihm passt.

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  2. Vielleicht bietet ihm sein Ex-Chef ja ein Platz als Untermieter in seiner Wohnung an? Sozusagen als v.E-v.E-Wg!

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    1. Ob da noch Platz ist neben der Goldbadewanne voller Kois ;-)

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  3. Richtig, wenn Abt Franziskus und Herr zu Eltz ein Brainstorming beginnen, dann kann man sich auf viel Unsinn gefasst machen. Andererseits könnte man auch hoffen, dass Herr zu Eltz vom hervorragenden Prior von Neuburg eine Kopfwäsche bekommt. Dann hätte der Aufenthalt etwas Gutes.

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    1. Dann hoffen wir mal, er redet mehr mit dem Prior

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  4. Stadtdekan Johannes (Nepomuk Friedrich Franziskus) Graf und Edler Herr von und zu Eltz gen. Faust von Stromberg und Abt Franziskus (Angelo Sylvester Alexander Maximilian Apollinaris) Freiherr Heereman von Zuydtwyck OSB sind miteinander verwandt und kennen einander deshalb aus familiären Gründen sehr gut. So wurde z.B. auch der YOUCAT vom (Hoch)Adelsnachwuchs der Familien zu Eltz und Heeremann maßgeblich geschrieben. Ansonsten: an einer geeigneten Wohnstatt dürfte es in diesen Kreisen nicht fehlen - da muss man nicht auf dem Wohnungsmarkt suchen.

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    1. Interessant. Danke für die Info.
      Ist doch aber schön, wenn man Verwandtschaft an den richtigen Stellen hat.

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