Sonntag, 3. August 2014

Tebartz-van Elst zieht in einen neuen Palast oder so

Nachdem die Familie von Bischof Tebartz-van Elst seinen baldigen Umzug nach Regensburg bekannt gegeben hat, laufen sie Vorbereitungen auf Hochtouren. 

"Tebartz-Raus" Plakate wurden bereits von guten Christen gestaltet und die Journalisten schnitzen schonmal ihre Namen in die Tische der Cafes gegenüber der Wohnung. Das trägt erste Früchte, da die Welt zwischenzeitlich einiges über das neue Domizil rausgefunden hat. Es handelt sich dabei um ein schickes 180 qm Apartement in bester Lage für ca. 2000 Euro im Monat. Also etwas, was man sich als Altbischof durchaus leisten kann, vor allem, wenn man auch in Regensburg wohl nicht die besten Aussichten haben wird, Ehrenbürger der Stadt zu werden und man wenigstens schön wohnen möchte. Außerdem hat der Bischof zwei Buchsbäume vor der Wohnung plaziert, damit sich die Journalisten dahinter verstecken können. Sehr zuvorkommend.

Der Mann mit den abstehenden Ohren

Natürlich weiss die Welt nicht so ganz, was sie davon halten soll. Sicher, irgendwie kann man es dem Mann ja nicht verübeln, in eine Wohnung gezogen zu sein, die seinen finanziellen Verhältnissen entspricht. Damit es aber nicht ganz so neutral klingt, erfährt der interessierte Laie, der Tebartz-van Elst noch nie auf einem Foto gesehen hat - also die Kartäuser - dass der Limburger Altbischof abstehende Ohren hat und in der Wohnung fast alleine leben wird. Zugleich wird nochmal nachdrücklich darauf verwiesen, dass Tebartz-van Elst für die hohen Austrittszahlen verantwortlich ist und vom Papst zum Rücktritt gezwungen wurde. Ich dacht zwar, den hätte er selber vorgeschlagen, aber die Welt weiss sicher mehr.

Die Welt muss die Unterhosen von Tebartz-van Elst kennen

Und damit den Journalisten in den Cafes nicht langweilig wird, weiss man auch noch zu berichten, führende Priester (führend in was?) aus dem Ordinariat (welchem?) rieten dem Bischof, in seiner Wohnung eine Launch für die Medien einzurichten und ihnen, sicherheitshalber, die Unterwäscheschubalde zu öffnen. Er könnte ja Seidenboxershorts mit Goldmonogramm und mit eingenähten Brillianten haben. Ich würde vorschlagen, die führenden Herren, die des Öfteren für extrem günstige Mieten in kirchlichen Wohnungen sitzen, fangen mal damit an, bevor andere ihre Privatbereiche öffnen. 

Welt-Artikel hier.

Kommentare :

  1. Hoffentlich werden sich die Cafehaus-Besitzer darauf einstellen und ihren Vorteil zu nutzen wissen. Eine solche Sehenswürdigkeit in der Nachbarschaft muss sich ja schließlich auszahlen. Und zum Espresso für 10 Euro gibt's dann immer das neueste Gerücht aus dem Haus gegenüber - aber nur wenn der Journalist noch ein saftiges Trinkgeld oben drauf legt. Irgendwann wird's ihnen dann langweilig und zu teuer werden.

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    1. Das kann aber dauern. In Rom haben die auch ewig die Anima belagert

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