Dienstag, 12. August 2014

Käßmann: Keine Militäraktionen, keine Militärhilfe, auch nicht im Nordirak!

Hannover (INA) Angesichts der katastrophalen Lage im Nordirak mehren sich auch unter christlichen Kirchenführern Stimmen, die den Militäreinsatz im Irak für verantwortbar halten.

Gegen solche Tendenzen im Westen angesichts des Genozids an Christen und Jesiden wendet sich Margot Käßmann, die ehemalige EKD-Vorsitzende. Krieg sei niemals eine Lösung, betonte Käßmann, auch nicht im Nordirak. Käßmann lehnte auch jede Aufrüstung der Kurden gegen die IS-Kämpfer ab. Die ganze westliche Welt dürfe sich mit ihrer Geschichte nie mehr an militärischen Aktionen oder militärnahen Handlungen beteiligen. Der Genozid im Nordirak sei dagegen kein Argument, so Käßmann: "Schreckliches wird es immer in der Welt geben. Wir müssen uns aber entscheiden, ob wir mit Mitteln der Vergangenheit oder der Zukunft darauf reagieren."

Daher setzte sie sich auch für ausschließlich zivile Hilfen für die Flüchtlinge im Nordirak ein. Dabei müssten die Jesiden im Mittelpunkt stehen, ergänzte Käßmann: "Wir Christen dürfen nicht den Eindruck machen, als seien uns die christlichen Flüchtlinge wichtiger. Daher müssen wir uns besonders um die Jesiden bemühen."

INA 2014 Ignaz' Nachrichten Agentur

Kommentare :

  1. Unsere Fernsehanstalten haben den Vorschlag Käßmanns, sich überwiegend um die Jesiden zu kümmern, bereits verinnerlicht. Dort wird ausschließlich über die Verfolgung und das Leid der Jesiden berichtet. Die Christen existieren für diese Sender nicht.

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  2. Ich muss wohl noch ein bisschen mehr aufdrehen, damit das satirische Format besser rauskommt. Schlimm, wenn man fast von der Wirklichkeit überholt wird.

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