Montag, 14. Juli 2014

Wir sind im Fussballhimmel. Und wie kommen wir in den Richtigen?

Die deutsche Nationalmannschaft ist Fussballweltmeister. Das schafft man nur mit hartem Training, einem entschlossenem Willen und viel viel Ausdauer. Und wenn man dann noch Glück hat - wie gestern - dann kommt man in den Fussballerhimmel.
Es muss aber nicht unbedingt die Weltmeisterschaft oder Profis sein. Auch andere Menschen trainieren mehr oder weniger intensiv täglich, um ein Ziel zu erreichen. Vor Kurzem gab es in Frankfurt den jährlichen Iron Man und den Teilnehmern kann man wirklich keinen Schlendrian vorwerfen.
Für den gläubigen Menschen wirft das natürlich die Frage auf, wieviel Einsatz er selber für seine "Leidenschaft", nämlich den Glauben an Gott, erbringen möchte. In der Vergangenheit führte das zu rigoristischen Tendenzen, während heute schon der Besuch einer Sonntagsmesse als eine fast unerfüllbare Höchstleistung gilt.

Johannes vom Kreuz war dieses Phänomen, nämlich jene Mischung aus Leistungswillen und Unlust schon bekannt. Und bevor er uns zum Einsatz auffordert, wäscht er uns erstmal den Kopf, wer denn der eigentliche "Leistungsträger" ist:
Und so versetzt Gott den Menschen in der Weise, in der er von sich aus immer mehr in diese Selbstzurückrücknahme und formlose Leere eintritt, nach und nach in den Besitz der Gotteinung. Und das wirkt Gott in ihm ganz allmählich ohne sein Zutun ...; und so wird ihm Gott, wann es ihm recht ist, im Maße seiner Vorbereitung die vollkommene, gottgewirkte Gotteinung schließlich als Habitus geben. 
Johannes vom Kreuz: Aufstieg auf den Berg Karmel, 3S 2,13.

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