Mittwoch, 2. Juli 2014

Weihbischof Grothe auf Tebartz' Pfaden

Wer glaubte, mit dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst als Bischof von Limburg würde im Bistum alles anders, der wird aktuell eines Besseren belehrt. Denn anstatt alles rückgängig zu machen, was der Altbischof begonnen und zu einer erträumten Kamphaus-Kirche zurückzukehren - 'ner Reformation in eine vage unbestimmte Vergangenheit, sozusagen - zieht Grothe mit kleinen Abstrichen das Programm seines Vorgängers durch. Zwar wird allenthalben erklärt - und das glaube ich auch - dass das Klima im Ordinariat und den kirchlichen Einrichtungen besser geworden sei - was aber schon mit dem Weggang des alten Generalvikars sich begann zu verändern - doch ansonsten bleibt das Meiste beim Alten.

So arbeitet Grothe aktuell auch den Pfarreiwerdungsprozess ab, den Bischof Tebartz-van Elst begonnen hat. So z.B. im Bezirk Limburg, wo die Vorschläge des Altbischofs zum 1. Oktober mit der Einrichtung neuer pastoraler Räume als Vorstufe zu den Pfarreien neuen Typs umgesetzt werden. Zwar hat Grothe den Termin zwischenzeitlich nach hinten verschoben, aber wer eine Entscheidung trifft, will sich halt auch erstmal einarbeiten und das braucht seine Zeit. Schön fand ich besonders die Formulierung der Zeitung:
"Die Entscheidung habe Grothe nun nach intensiver Beratung mit den synodalen Gremien gefasst."
Also nicht "zusammen mit", sondern nach Beratung. Grothe gibt also nicht den Kirchendemokrat, sondern er lässt diskutieren und sich beraten, entscheidet dann aber nach Abschluss der Beratung darüber. Aktuell herrscht noch weitgehende Einigkeit in den Gremien zum Prozess. Es bleibt abzuwarten was passiert, wenn sich das mal ändert.

Artikel Mittelhessen hier.

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