Freitag, 25. Juli 2014

Was macht eigentlich die Kölner Kircheninitiative?

Nachdem sie mit großem Tamtam und einer ziemlichen Pleite gestartet ist, hat die Kölner Kircheninitiative noch des Öfteren versucht, die Bischofswahl in ihrem Sinne zu beeinflussen und es dabei tatsächlich geschafft, einige Hundert Katholiken aus ganz Deutschland und immerhin 255 Facebook-Likes zu ergattern. Also total viel, zumal man sicherheitshalber nie offiziell nachgezählt hat, wie viele Kölner Diözesanen nun eigentlich darunter sind.

Nachdem die konservative Kamarilla in Rom den Papst überlistet und wieder einmal das Millionenheer der Initiativbegeisterten Katholiken übersehen hat, ist es still um den Reformklub geworden. Auf ihrer Internetseite gibt es nix Neues zu erfahren. Auf der Facebook-Seite hat man immerhin noch halb-trotzig einen Artikel von katholisches.de gepostet, indem Dompropst Feldhoff meint, man werde in Rom die Umfrage des Domkapitels wohl zur Kenntnis genommen und berücksichtigt haben, wenn der Nuntius die Ergebnisse denn weitergeleitet habe, wovon Feldhoff wiederum ausgeht. Also nur ganz wenige Wenns und Konjunktive.
Wie sehr Rom die Umfrage der Kölner Kircheninitative berücksichtigt hat, zeigt sich dadurch, dass Kardinal Woelki die Nummer ... Moment .. drei auf der Wunschliste war. Also total berücksichtigt.

Wieso habe ich das Gefühl, das ein Anruf von Meisner in Rom immer noch mehr bewirken kann als das motzige Aufstampfen der Reformbewegten. Welcher Deutsche sitzt nochmal in der Bischofkongregation? Ach ja, der Münsteraner Bischof Genn. Der hat sich sicherlich total für die Initiative eingesetzt. Die Initiative hat also ihr Ziel um Längen verfehlt. Auf ihrer Fb-Seite schwätzt man sich das Ergebnis nebenbei schön, so lautet ein Kommentar:
Die alten Seilschaften hinter Meisner haben Woelki seinen neuen Job in Köln besorgt - Botschaft 1. Wir, die zölibatäre Herrscherkaste im Vatikan, haben weiter das Sagen - Botschaft 2. Es sind die letzten Zuckungen eines alten Systems, denn der Paradigmenwechsel unter Franziskus ist nicht aufzuhalten
Von der Leitung der Initiative hört man übrigens aktuell nix mehr. Sicherheitshalber wahrscheinlich, man will es sich mit dem neuen Chef wohl nicht verderben. Es bleibt also wahr der alte Satz: Roma locuta, initiativa finita.

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