Mittwoch, 2. Juli 2014

Katholikentagssatire mit Elli und Vroni

Während des Katholikentags saß ich so vor meinem PC und dachte mir: Eigentlich müsstest du dieses Jahr auch mal was zum Katholikentag schreiben. Nur was? Da mir nichts einfiel, verschwand das Thema wieder in der Versenkung.
Nun bin ich aber über das hippe Video mit Elli und Vroni gestoßen und dachte mir: Hier, komm, das kann doch nur Satire sein. Das kannste doch mal kurz besprechen.
Und so reiche ich mit einigem Abstand mein Lieblingsvideo des Jahres nach, zudem ich aktuell leider nur einen Link setzen kann: Video hier.

Die Geschichte beginnt, indem ein dauergrinsendes Durazellhäschen aus dem Ruhrpott ein muffeliges oberbayerisches Dorfdirndl mit Rockerallüren auf den Katholikentag zerrt, um dort das grandiose Programm zu erleben. Damit ein hübscher Film bei raus kommt, fällt Grinsekatze Elli mehrfach über wehrlose Kinder und überfordere Passanten her, um sie auszufragen, warum sie denn den Katholikentag genauso toll finden wie sie selber.

Und weil auch ein Mädel mit dem Herzschlag eines Kolibris mal schlafen muss - und Vroni ohnehin im nur latent unterbrochenen mentalen Wachkoma liegt - kriechen die beiden voll ökumenisch bei einer Protestantin unter, die ihre Betten Katholikentagsbesuchern zur Verfügung stellt. Anschließend nehmen die beiden an allerlei Aktivitäten teil, dessen katholischer Hintergrund sich nur einem promovierten Pastoraltheologen erschließt, der selbst eine Toiltettenschüssel noch als Zeichen für Gott ausdeuten kann - die Weißheit der Toilettenschüssel steht für Gott, der uns auffängt, wenn wir in die Unterwelt hinabgezogen zu werden drohen.

Das Ende vom Lied ist, dass die beiden Mädels auf dem Gras liegen und über ihre Erlebnisse resümieren. Dabei fällt der beste Satz des ganzen Films, natürlich von Elli: Alois Glück, der hat ja so viel zu sagen. Spätestens nach diesem Satz fragt man sich, was die junge Dame eigentlich genommen hat und wo man das für günstig Geld auch bekommen kann. Unterdessen schmachtet ihre Milchmagd-Freundin einem lederaffinen Klischeeschwulen auf heterosexuellen Abwegen nach.

Das die junge Vroni in dem ganzen Film eine durchgehend bessere Figur macht als ihre überdrehte Freundin und auch wesentlich bessere Chancen hat, einer katholischen Karriere als nebenberufstätige Ehefrau und Mutter teilhaftig zu werden, ist eine Pointe, die dieser Film vielleicht nicht beabsichtigt hat, der aber zu seinen satirischen Qualitäten sicher beiträgt. Eine gelungene Satire auf den Katholikentag also, wie ich sie mir kaum besser hätte ausdenken können. Note 1 und ich freue mich schon auf den nächsten Film: Elli und Vroni beim Papst.

Kommentare :

  1. Die beiden Mädels sind echt süß. Da kann auch dieses grämliche Genöle nix dran ändern. Ein tolles Video, danke fürs Verlinken!

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    1. Möchte nur mal darauf hinweisen, dass Damasus nicht mit der damasus des Beibootes Petri identisch ist. Die hat nämlich ein Logo! Da ist wohl mal wieder jemand aus dem Geistfreien Haus unter falscher Identität unterwegs.

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  2. Keine Frage: So! muss es im Himmel sein.
    Denn wenn das Teil der Apokalypse wäre, hätte der Johannes das doch in seiner Offenbarung aufgeschrieben. Oder konnte der sich das damals gar nicht vorstellen und hat uns das deshalb verheimlicht? Schließlich wollte er ja, was die drohenden Gefahren angeht, glaubwürdig bleiben.

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