Donnerstag, 17. Juli 2014

In seinem Herzen zuhause sein

57) Wer stets in seinem Herzen zu Hause ist, weilt fern von allen angenehmen Früchten des Lebens. Da er nämlich im Geist wandelt, kann er die Begierden des Fleisches nicht kennen. Ein solcher schreitet ja fürderhin innerhalb der Festung der Tugenden umher und hat eben diese Tugenden sozusagen als Torhüter der Burg der Reinheit. Darum richten auch die Anschläge der Dämonen bei ihm nunmehr nichts mehr aus, auch wenn die Geschosse der gemeinen Liebe vielleicht bis zu den Toren der Natur gelangen.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1

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