Montag, 16. Juni 2014

Santa Pudenziana

Wer von Santa Maria Maggiore die Via Agostino Depretis gen Quadro Fontane hoch geht, der kann einen kurzen Abstecher in die Via Urbane nach links machen und dort Santa Pudenziana besuchen. Ihr Alter sieht man der Kirche schon von Weitem an, da sie selbst für römische Verhältnisse sehr tief unter dem heutigen Bodenniveau liegt. So muss man erst in einen kleinen Vorhof hinabsteigen, was den angenehmen Effekt hat, auf diese Weise wirklich den Bereich der römischen Straßen zu verlassen und in eine Welt einzutauchen, in der die Fassader der Kirche und die Mauer ihres Atriums noch einen eigenen Kosmos bedeuten.

Die Kirche selber stammt in ihrem Kern aus dem 4. Jahrhundert. Die darunter liegenden Hausruinen werden jedoch von einigen Wissenschaftlern für die Überreste eines christlichen Versammlungshauses aus dem 2. Jahrhundert gehalten. Die Kirche wurde 1894 von Papst Leo XIII. zur Basilica Minor erhoben und ist seit lnagem Titelkirche. Sie sei den Kölnern unter meinen Lesern besonders empfohlen, da Titelinhaber aktuell der Kölner Alterzbischof Joachim Meisner ist. Berühmt ist Santa Pudenziana zudem für sein Mosaik, das mit einem Christus des Syrischen Stils in Rom eine Seltenheit ist und zu den bedeutendsten Werken spätantiker Mosaikkunst gehört.

Titelgeberin der Kirche ist die Hl. Pudentiana, die kleine Sittsame, die zur Gruppe der frühen Christen um Petrus gehört haben soll und während einer frühen Verfolgung, vermutlich unter Nero, das Martyrium erlitten haben. Näheres ist aber über sie nicht bekannt.

Weitere Informationen über die Kirche auf der Seite der Gemeinde auf Italienisch hier
und auf Englisch hier.



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