Mittwoch, 18. Juni 2014

Der "Gott sei bei uns" kommt. Bischof Tebartz-van Elst zieht nach Regensburg

Eigentlich klang alles so schön. Bischof Tebartz-van Elst zieht nach Regensburg, kommt endlich raus aus seiner Residenz, die längst etwas von einem Gefängnis hat, und zieht ins schöne Bayern, wo es tolle Barockkirchen gibt und wo Regensburg als Tummelplatz von eher konservativen Geistern gilt. Das ist unter den obwaltenden Umständen sicher die beste Zwischenlösung.

Aber natürlich nur für den Protzbischof.
Die progressiven Katholiken bekommen unterdessen Schnappatmung und suchen schonmal die Kirchenaustrittsformulare zusammen für den Fall, dass Bischof Tebartz-van Elst auch nur einen Fuss in den Dom setzt. Und geifern auf die Steilvorlage der Süddeutschen, es sei doch barmherzig, wenn der Limburger Altbischof einen Platz zum Leben habe, zurück, die Kirche sei nicht mit Missbrauchsopfern barmherzig, also dürfe sie es auch nicht mit TvE. Basta! Ende! Und überhaupt sei es ein Zeichen der klerikalen Diktatur im Bistum Regensburg, dass sich der Bischof Franz-Peter während seiner Auszeit frei im Bistum bewegen konnte, ohne von Progressiven mit Tomaten beworfen zu werden.

Ihr denkt, ich übertreibe?
Dann lest das Interview der Süddeutschen mit Sigrid Grabmeier von "Wir sind Kirche"  hier.

Kommentare :

  1. Am schlimmsten und am anmaßendsten finde ich ja noch, dass Frau Grabmeier dem Bischof verbieten will, seiner, wie für jeden Priester geltende PFLICHT zur Zelebration nachzukommen. Auch entlarvend, dass man in solchen Kreisen die (Kon)Zelebration bei einer Messe offensichtlich mit dem Gegenteil von "sich unauffällig verhalten" gleichsetzt, also mit Sich-Zur-Schau-Stellen in "Protz-Gewändern" o.ä. wahrscheinlich. Spricht hier wirklich eine Katholikin, nein: eine Christin?

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  2. Ach ja, und das Schlimmste ist - das hatte ich ganz vergessen: der Bischof wird sich im Bistum Regensburg womöglich auch noch "wohl fühlen"! Das ist ja der Gipfel - wenn er schon nicht hinter Gittern bei Wasser und Brot sitzt, dann doch bitte an einem höllengleichen Ort mit nie endenden Qualen - ach so, Hölle gibt es ja nicht, aber wenn, dann höchstens für Protz-Bischöfe! Oder zumindest in einem "liberaleren" Bistum!

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