Montag, 28. April 2014

San Sebastiano fuori le mura

Malerisch an der Via Appia liegt San Sebastiano fuori le mura. Mit der Kirche beginnt der schöne Teil der Königin der Straßen, da die Via Appia vorher von Mauern eingerahmt wird. Der Rombesucher, der die Kirche zu Fuss erreichen will, kann am besten an den Caracalla-Thermen gen Süd-Osten die Via di Porta San Sebastiano hinunter, die Via Appia entlang und biegt an der Quo-Vadis-Kirche auf den Gehweg ab. Dort kann bis zur Callixtus-Katakombe und über eine malerische Allee bis San Sebastiano gehen.

San Sebastiano war einst eine der sieben Pilgerkirchen Roms. In dieser Funktion war sie Anlaufstelle zahlreicher Wallfahrten durch die Jahrhunderte. Zu de berühmtesten dieser Pilger gehörte sogar ein Römer. Philipp Neri hat sich der Pflege der Wallfahren zu den sieben Pilgerkirchen besonders gewidmet und besonders in seinen frühen Jahren mehrmals in der Woche alle sieben besucht. Seit dem Jahr 2000 gehört San Sebastiano aber nicht mehr zu den Hauptpilgerkirchen, als der Hl. Papst Johannes Paul II. einer anderen Kirche diesen Status verliehen hat - und es damit praktisch unmöglich macht, die Fuss alle sieben zu erreichen, da die neue Kirche irgendwo in der Pampa liegt.

Wie viele bedeutende Kirchen in Rom außerhalb des Stadtzentrums gehört auch San Sebastiano zu den eher bescheiden ausgestatteten Kirchen. Wer etwas Erholung vom römischen Pomp-Barock braucht, dem werden diese Kirchen sehr lieb. Die Kirche ist in zurückhaltenden Farben mit wenig Gold gehalten. Dadurch fallen die Highlights umso mehr in den Blick. Dazu gehört der Hl. Sebastian links vorne am Eingang. Der Hochaltar ist passend zur Kirche auch eher zurückhaltend und relativ unbewegt, bietet aber eine schöne Farbkombination für den Gesamtstil. Bemerkenswert ist dagegen wieder der Volksaltar, der entweder eine Kopie eines römisch-christlichen Sarkophages oder ein gut restauriertes Original ist.






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