Montag, 17. März 2014

Wenn der Geist die Täuschungen des Bösen erkennt ...

31) Wenn unser Geist die Gnade des Allheiligen Geistes wahrzunehmen beginnt, dann ruft auch der Satan während der nächtlichen Stille, wenn sich die Neigung zum leichten Dahindösen einstellt, die Seele mittels einer angenehm scheinenden Empfindung an. Wenn es sich nun zeigt, daß der Geist in äußerst glühendem Gedenken den heiligen Namen des Herrn Jesus festhält, und er sich jenes allheiligen und herrlichen Namens als einer Waffe gegen die Täuschung bedient, dann läßt der Verführer zwar von seiner List ab, doch berührt er daraufhin die Seele, um mit ihr einen Kampf zu führen, der ihr tiefstes Wesen ergreift.

Daher macht der Geist, indem er die Täuschung des Bösen genau erkennt, weitere Fortschritte in der Kenntnis der Unterscheidung.

Diadochos von Photike: 100 Kapitel über die Askese, aus: Philokalie, Bd. 1.

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