Freitag, 28. März 2014

Limburger Wunschkonzert: Domkapitular zu Eltz über die Wahl des neuen Bischofs

FotoPedelecs
Man sollte meinen, aktuell üben sich alle Entscheidungsträger in Limburg in Demut. Immerhin hat nicht nur der Bischof bei der Bewältigung der Probleme versagt, sondern auch viele andere Gremien und Personen. Dabei ist das, was im Prüfungsbericht steht, nur die Spitze des Eisberges, weil man sich dort auf einen konkreten Bereich beschränkt hat.

Doch das sehen offenbar nicht alle so. Stadtdekan Johannes zu Eltz, seines Zeichens auch Domkapitular, muss noch etwas an seiner Demut arbeiten. Zwar gesteht er im hr hier ein, den Bischof mitgewählt zu haben - was ja auch schwer zu leugnen ist - ansonsten scheint er jedoch der Meinung zu sein, er habe alles supi gemacht. Auf jeden Fall ignoriert er völlig, dass der Papst das Domkapitel keinen Diözesanadministrator hat wählen lassen und es damit übergangen hat. Stattdessen denkt er schonmal laut darüber nach, wie denn der neue Bischof sein sollte, den dieses Domkapitel wählen wird. Und fordert auch eine größere Beteiligung des Volkes ein, was bei ihm als Fan der Kölner Kircheninitiative nicht weiter verwundert. 

Rom neigt dem Domkapitel aktuell wenig zu

Man fragt sich allerdings, ob Stadtdekan zu Eltz bei allen seinen guten Eigenschaften nicht doch etwas voreilig ist. Anstatt darüber zu reden, unter welchen Bedingungen er den neuen Bischof zu wählen gedenkt, wäre wohl eher zu fragen, ob er und die anderen Domkapitulare überhaupt an der Wahl des neuen Bischofs beteiligt sein werden. In Rom scheint man zumindest aktuell wenig Neigung zu haben, das Domkapitel an irgendetwas zu beteiligen. 

Das restliche Domkapitel ist abgetaucht

Bezeichnenderweise sind auch alle anderen Domkapitulare außer zu Eltz erstmal abgetaucht. Der Weihbischof ist meines Wissens noch auf einer Wallfahrt in Israel - oder hat man ihn zwischendurch zurückbeordert? - Domdekan Günther Geiss ist nicht zu sehen, Dompfarrer Rehberg hat sich ohnehin immer bedeckt gehalten und Prälat Wanka scheint auch wenig Lust auf Positionierung zu haben. Wozu sollen sich die Herren auch groß äußern. Höchstens könnten sie dem neuen Führungsduo ihre Bereitschaft und Mitarbeit versichern und still hoffen, dass sie heil aus der Sache wieder rauskommen. Vielleicht sollte sich zu Eltz daher lieber ein Beispiel an seinen Kollegen nehmen, als große Pläne zu schmieden.

Kommentare :

  1. Ich halte mich mal zurück und verzichte darauf, Vorschläge für die Wahl der Nachfolger der noch amtierenden limburger Domkapitulare zu machen.

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  2. Ich war­te ja nur drauf, daß Jo­han­nes zu Eltz das Volk be­fragt, wen sie als Bi­schof ha­ben wol­len, in­dem er ih­nen ei­ne Lis­te vor­legt, auf der er selbst an ers­ter Stel­le drauf steht…SO geht nämlich De­mut…

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