Montag, 13. Januar 2014

Wir wollen unseren Bischof zurück! Erklärung von Limburger Katholiken

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht mitten in dieser Dynamik. Er ist der richtige Hirte für uns! Seine Kritiker bringen uns nicht weiter. Wir wollen unseren Bischof zurück!
erklären heute die engagierten Laien der Gruppe LAIEN FÜR BISCHOF UND KIRCHE VON LIMBURG. Am Festtag des Hl. Hilarius von Poitiers hat diese Initiative einen Aufruf veröffentlicht, indem sie sich für den Verbleib von Tebartz-van Elst als Limburger Bischof einsetzt. In diesem Aufruf legt sie den Fall aus der Sicht einer bisher kaum wahrgenommenen Richtung in der Diözese Limburg dar. Wir dokumentieren den Text in Auszügen. Das ganze Dokument von neun Seiten ist auf der Internetseite der Gruppe hier einsehbar, ebenso wie eine Kurzfassung hier.
Drei Gründe: 1.) Es ist jetzt hoch an der Zeit, dass wir Gläubigen uns selbst für Bischof und Kirche einsetzen: Gerade wir Laien sind gefordert, weil andere schweigen. 2.) Wir müssen es ohnehin in diesen Zeiten des Glaubensschwunds lernen, selbstbewusst und mündig Flagge zu zeigen. 3.) Es gilt, FÜR BISCHOF UND KIRCHE einzutreten, denn im aktuellen Streit geht es keineswegs nur um unseren Bischof.
Es geht weder um Flug-tickets, noch um die Chimäre eines erfundenen ‚Protzbischofs’, es geht um die Bischofs- und Apostelkirche selbst, die niemals eine ‚Kirche von unten’, niemals eine demokratische Abstimmungsvereinigung war. Obwohl die zahlreichen Bischofs-Kritiker seit Monaten hartnäckig bestreiten, „Limburger ‚Progressisten’ wollten einen romtreuen Bischof wegmobben“, wie in einer Zeitung zu lesen war (6), bestätigen viele innerkirchliche Vorgänge genau dies.
Wer ist dafür verantwortlich? Zum allerkleinsten Teil der Bischof selbst, ganz überwiegend jedoch eine große Zahl mehr oder weniger entschiedener „Protestkatholiken“ unter Priestern, Hauptamtlichen und Synodalen! Seit Jahren bewirkt deren kirchenkritische Grundhaltung aus der Mitte der kirchlichen Strukturen heraus eine allmähliche, aber stetige Abwendung vom römisch-katholischen Glauben, seinen sakramentalen Riten und seinen klaren Normen.
Andere wiegeln dagegen ab. Man mag die Motive von Herrn Generalvikar Rösch nachvollziehen können, der –wie erwähnt – in seinem Weihnachtsbrief die Limburger Bischofsgegner pauschal vom antirömischen Vorwurf frei sprach, um die Öffentlichkeit in diesem entscheidenden Punkt zu beschwichtigen. Seine Aufgabe ist es schließlich, zu vermitteln, zu befrieden – und wir erkennen an, dass ihm dies dank seines insgesamt versöhnlichen Auftretens mittlerweile auch in Ansätzen gelungen ist. Doch wer heilen will -was eher die Aufgabe des Papstes selbst ist – darf nicht nur Symptome behandeln oder homöopathische Pillen verteilen, er muss auch schmerzvolle Schnitte vollziehen und die Gallensteine entfernen.
Mobbing, gar der öffentlich erklärte priesterliche Ungehorsam gegen seinen Bischof und zu böserletzt dessen Ver- treibung mit Hilfe eines enthemmten Paparazzi-Journalismus darf es unter „Brüdern und Schwestern im Herrn“ niemals geben.
Der Bischof wacht über die Einheit der Kirche. Er ist es, der entscheidet, kein Gremium. Auch ob Empfeh- lungen hilfreich sind, entscheidet allein der Bischof – wer sonst? Das ist seine Aufgabe. Die behauptete Beratungsresistenz mag oft und mit gutem Grund an den Empfehlungen selbst gelegen haben.
Es freut mich, wie dieser Bischof mit großem Elan Dinge anpackt, die viel zu lange vernachlässigt wurden. Dazu gehören eben Kirchenbänke statt Stühle mit Korbgeflecht, dazu gehört – ja! – ein angemessenes Wohnhaus, dazu gehört auch eine würdige Weihnachtskrippe. Wie gut das ankommt, trotz der ständigen Anfeindungen, zeigt der Zuspruch in den Gottesdiensten des Bischofs.“
Es ist heute jenseits der fruchtlosen Streitthemen, die keinen Hund in die Kirche locken, ein gravierender Paradigmenwechsel bezüglich des Interesses für die Kirche Jesu Christi und ihren konkreten Auftritt zu konstatieren, den man nur begrüßen kann. Die traditionslosen Postmodernen zeichnet eine radikale Unvoreingenommenheit gegenüber Glauben und Kirchlichkeit aus, die allerdings vom kirchlichen Establishment und seinen Bürokraten noch kaum erfasst wird. Auf diese neue Offenheit reagieren am konsequentesten die jungen Priester, denen ein würdiger, ehrfürchtiger Gottesdienst in einem angemessenen Sakralraum wichtig ist, die Wert legen auf den authentischen, existentiell reflektierten Katholizismus.
Anders als viele seiner Kritiker steht Bischof Tebartz-van Elst mitten in dieser neuen Dynamik – und das ist ungeheuer wichtig. Er versteht es, die jungen Menschen bzw. die neuen Aufbrüche theologisch zu integrieren. WIR BRAUCHEN IHN! Wer ihn erlebt hat im direkten Kontakt mit den Angesprochenen oder beispielsweise mit erwachsenen Täuflingen, mit Konvertiten… der kann nur fassungslos den Kopf schütteln über die frechen Behauptungen seiner bösartigsten Kritiker, als die man wohl Pfarrer Dexelmann und Pfr. i.R. Janssen (17) bezeichnen kann.
Wir fassen zusammen: Wir möchten keine gewerkschaftlichen Mitbestimmungsprozesse in unsrer Kirche, wo es um das ewige Heil geht. Genau so wenig wollen wir all die Protestantisierungselemente, die Stadtdekan zu Eltz öffentlich angekündigt hat und als sein ‚Langzeitprojekt’ in der Kirche einführen will, um mit ihrer Hilfe die Existenz der protestantischen Kirche zu ‚delegitimieren’ (19). Wir möchten gute, ja ‚heilige’ Priester, die es ernst meinen mit der katholischen Kirche, keine verheirateten, geschiedenen, wiederverheirateten oder gleichgeschlechtlich verheirateten Priester wie bei der EKD. Wir erwarten von den Hauptamtlichen, dass sie zum Bischof und zur vollen Lehre der Kirche stehen, statt sich auszusuchen, was sie glauben wollen. Das alles widerspricht eindeutig, ebenso wie der offene priesterliche Ungehorsam der uns empört, den Aussagen des Konzils. Lumen Gentium, die authentische Verlautbarung des Konzils zur kirchlichen Ordnung, sieht solche Strukturen und Elemente nicht vor. Und Lumen gentium, nicht der ominöse ‚Geist des Konzils’, ist der Maßstab für die Kirche in dieser Zeit.
Der Bischof leitet das Bistum Er ist unser Hirte – nicht die Gremien! Gott sei Dank! Wir fordern von unseren Priestern, von den Theologen, den Hauptamtlichen und allen Vertretern in Gremien jene unverzichtbare Treue gegenüber Bischof und Lehramt, die sie ihnen nach der Lehre der Kirche schon immer, nach der Lehre des II. Vatikanischen Konzils seit 1965 schulden – nicht anders als wir Laien! Wir sind es leid: Wir sind es angesichts der brennenden Herausforderungen für Glauben und Kirche im 21. Jahrhundert leid, dass unaufhörlich vermessene Kirchenkritiker “von unten” oder “oben” unseren Hirten, vom Papst bis zum Bischof, die Kompetenz bestreiten wollen, weil sie meinen, es besser zu wissen. Selbst die Brillanz eines Ausnahmetheologen (und wer wollte sie für sich reklamieren?) rechtfertigt diese Attitüde nicht: Sie untergräbt die Botschaft der Kirche! Ihr Logo lautet: NON SERVIAM.
Wir bleiben sehr gerne römisch-katholisch mit Bischof F.P.Tebartz-van Elst! Wir wollen unseren Bischof zurück!

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