Mittwoch, 8. Januar 2014

Nichts ist ärmer als das Denken, welches ohne Gott über die Dinge Gottes philosophiert

7) Das geistliche Wort erfüllt das geistige Empfinden, denn durch die Wirksamkeit der Liebe kommt es aus Gott. Gerade darum bleibt unser Geist auch ohne Bedrängnis, wenn er beim Sprechen von Gott in Bewegung ist. Denn dann leidet er keine Armut, welche Sorge mit sich bringt, da er sich durch seine Schauungen so sehr weitet, wie es die Wirksamkeit der Liebe will.
Es ist also gut, stets im Glauben durch die wirksame Liebe auf die Erleuchtung des Sprechens zu harren. Nichts nämlich ist ärmer als das Denken, welches ohne Gott über die Dinge Gottes philosophiert.

Diadochos von Photike: Hundert Kapitel über die Askese

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...