Mittwoch, 1. Januar 2014

Menschliche Barmherzigkeit beginnt immer mit der Umkehr

BistumLimburg.de
An Silvester war Weihbischof Löhr zum Jahreabschlussgottesdienst in Frankfurt. In seiner Predigt ging er auch auf die Situation in Limburg ein, die das letzte Jahr geprägt hat:
Er sagte: "Für uns als Bistum Limburg ist es ein Silvester mit einem Bischof, der zurzeit sein Amt nicht ausübt. Das macht unsicher, reißt Wunden wieder auf und ist für alle Beteiligten sehr, sehr schwierig." Das Auswerten all dessen, was das vergangene Jahr an Erschütterung und Kontroversen um die Baumaßnahme auf dem Limburger Domberg und die Person des Bischofs gebracht habe, werde noch lange dauern. Wie das Geschehene einzuordnen und welche Lehre für die Zukunft zu ziehen ist, könne noch nicht abschließend gesagt werden. "Was die immer neuen Stellungnahmen und Diskussionen angeht, halte ich dafür, dass alles gesagt ist. Das heißt aber nicht, dass, wer Berechtigtes vorzutragen hat zum Schweigen verpflichtet werde", so Weihbischof Löhr. Die von Christen geforderte Haltung müsse eine innere Distanz zur brodelnden Aktualität sein, die sich nicht von der Hitze der Diskussion mitreißen lasse. "Aller Umgang miteinander und das Reden übereinander sollen barmherzig sein. Auch wo noch nicht von Versöhnung die Rede ist, weil der eine oder andere sich wehrt und Versöhnung nicht verordnet werden kann", erklärte Löhr. Friede und Versöhnung seien Geschenke und bräuchten die Zustimmung aller Beteiligten. Versöhnung sei nur echt, wenn Gott sie schenke. Sonst habe sie keinen Bestand. Menschliche Barmherzigkeit beginne immer mit der Umkehr, und zwar nicht des Anderen, sondern im eigenen Herzen. 
Quelle: Bistum Limburg hier.

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