Donnerstag, 9. Januar 2014

Die Gläubigen in Limburg sollten dem Papst vertrauen

Heute hat die FR hier ein Interview mit dem Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch veröffentlicht. Dabei ging es neben persönlichen Fragen wie der Beziehung zu Wiesbaden um Fragen der Struktur, besonders der Pfarreien neuen Typs, die der Generalvikar verteidigt und als eine gute Reaktion auf die veränderten Umstände beschrieben hat. Natürlich ging es aber auch um die Lage in Limburg.

Im Interview wird auch auf die Frage nach der medialen Wahrnehmung eingegangen. Dabei verzichtet die FR darauf, ihre eigene Rolle kritisch zu bewerten und schiebt den Ball ins Feld der Kirche. Auch Rösch geht nicht auf die Rolle der Medien ein, die ja oft eher positiv dargestellt wird, sondern bemüht sich um eine diplomatische Antwort, die die FR nicht vergrault:
Kirche wird so wahrgenommen, wie sie sich selber erlebbar macht. Die letzte Erfahrung war der Eindruck einer Maßlosigkeit, die die Menschen empört. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Wenn ich jedoch einen Blick auf die Pfarreien werfe, sehe ich, wie nachhaltig und ideenreich dort gewirtschaftet wird. Ich hoffe, dass die Kirche auch differenziert gesehen werden kann. In dieser Sichtweise sieht man das Negative, das in ihrer Geschichte vorkommt, aber auch ihren großen Beitrag in unserer Gesellschaft.
Der Generalvikar zeigt sich auch zuversichtlich, mit einem guten Arbeitsklima die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können. Den vielbeschworenen Scherbenhaufen - wer war hier Fenster, wer Steinewerfer, wer ist der Scherbenhaufen? - will er so nicht sehen, spricht nur von Verletzungen:
Einen Scherbenhaufen habe ich nicht erlebt. Wohl aber Verletzungen und Enttäuschungen. Im Bischöflichen Ordinariat gibt es tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam können wir zügig anfangen, konstruktiv zu arbeiten.
Dabei nimmt er aber auch zur Kenntnis, dass nicht nur die eine Seite Wunden davon getragen hat:
Bei der Entscheidung wird es, glaube ich, nicht nur darum gehen, was der Bischof getan oder nicht getan hat, sondern auch darum, was mit ihm getan wurde.
Ansonsten vermeidet der Generalvikar in dieser Sache klare Aussagen, da er den Prozessen in Rom nicht vorgreifen will und unterläuft Fragen, ob eine Rückkehr des Bischofs der Kirche schaden würde und betont:
Diese Entscheidung liegt beim Heiligen Vater in Rom. Der Bischof hat sich ihm anvertraut und auch die Gläubigen im Bistum sollten auf ihn vertrauen.

Kommentare :

  1. >>Kirche wird so wahrgenommen, wie sie sich selber erlebbar macht.<<

    Tolle Worthülse. Die Frage bleibt mal wieder unbeantwortet, wie sich Kirche denn erlebbar macht. Ich organisiere in unserer Gemeinde die sog. hl. Stunde, also Anbetung vor dem Allerheiligsten. Der zuständige Pfarrer glänzt durch Abwesenheit und überlässt es dem Küster ohne Not, das Allerheiligste auszusetzen. Etwas lustlos kommt er dann die letzten fünf Minuten der Anbetung, leiert das Tantum Ergo, natürlich in deutsch und erteilt lieblos den Segen bevor er den Herrn, wieder OT: einsperrt. Jau so erlebe ich Kirche! Man kann gar nicht soviel essen wie man....na ja ihr wisst schon.

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  2. Meiner Meinung nach bräuchte es für das Bistum Limburg eine Lösung, die - falls die Ergebnisse der Komission keine gravierenden Tatbestände zutage fördern - sowohl auf Gerechtigkeit als auf Barmherzigkeit beruht. Eine Entscheidung, die alle Beteiligten zufrieden stellt. Hoffen und beten wir für eine gute Zukunft!

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