Dienstag, 30. April 2013

Ermittlungsverfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst eröffnet

Nach Informationen von mittelhessen.de hat die Staatsanwaltschaft Hamburg ein Ermittlungsverfahren gegen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eröffnet. Allerdings gibt es hierzu noch keine amtliche Pressemeldung, sondern die Information beruht nur auf einer entsprechenden Anfrage. Zugleich betont Pressesprecherin Frombach, dass bisher noch kein Tatverdacht geprüft, sondern lediglich eine Akte angelegt wurde. Eine Meldung des Bistums hierzu liegt derzeit noch nicht vor.

Update: Die Diözese hat die Aufnahme der Ermittlungen. Allerdings gehe es lediglich um die Übertragung des Falls nach Hamburg, da die Staatsanwaltschaft Limburg sich nicht für zuständig erklärte. Allerdings sei man überzeugt, die Staatsanwaltschaft werde feststellen, dass keine falsche eidesstattliche Versicherung vorliege.

Den ganzen Text gibt es hier.
kathweb berichtet ebenfalls.

Irgendwie beleidigt sein

Ich sagte zum Vater Antonius:
Manchmal fühle ich mich von den Menschen nicht genug beachtet; z.B. wenn ich ihnen einen kleinen Gefallen erweise, wie ihnen beim Vorbeigehen die Tür aufzuhalten, und sie sich weder bedanken noch es zur Kenntnis nehmen.

Da antwortete er:
Daran erkennst du deinen Stolz und deine mangelnde Demut, da du immer noch meinst, du hättest Lob und Anerkennung verdient. Bedenke in solchen Situationen dreierlei:

1. Handelst du immer so, wie du es von anderen forderst. Wenn dir ein anderer einen kleinen Gefallen tut, bedankst du dich dann oder nimmst es wenigstens zur Kenntnis. Ist es nicht schon oft vorgekommen, das ein anderer dir geholfen hat, ohne das du es bemerkt hättest? Warum also soll sich der andere bei dir bedanken, wenn du selber es nicht immer tust.

2. Der zweite Gedanke tritt noch stärker hervor, wenn du ihn auf Gott beziehst. Denn der Herr hat dich geschaffen und jeden Augenblick deines Lebens hält er dich im Sein. Denke nur an all die Gelegenheiten, bei denen du hättest sterben oder bei denen dir ein anderes Unglück hätte widerfahren können. Und all diese Beispiele sind nur ein kleiner Bruchteil aller guten Taten, die dir der Herr tagtäglich zukommen lässt. Denn wenn er seine Hand von der nehmen würde, so würden dich die Pforten der Unterwelt sogleich überwinden. Dankst du Gott jeden Augenblick deines Lebens dafür? Oder wenigstens bei den Ereignissen, die du bewusst erlebst? Wenn du aber deinem Herrn, der für dich so unendlich viel mehr tut als du dem anderen, nicht dankst, wie kannst du dann meinen, der andere müsse dir danken?

3. Du siehst, wie angemessen es ist, wenn dir andere mit Missachtung begegnen. Nicht weil sie selber so vollkommener wären, sondern weil du dies durch dein Verhalten ihnen und Gott gegenüber verdient hast. Denke nun aber an unseren Herrn Jesus Christus. Er war vollkommen und hat es verdient, nur das Beste von den Menschen zu erfahren. Besonders, weil er für sie am Kreuz gestorben ist. Hat er aber von den Menschen Dankbarkeit und Verehrung erfahren? Nein! Vielmehr wurde er selbst von seinen Jüngern oft mit Missachtung gestraft und litt unter den Torheiten der Welt. Wenn aber Jesus das viele auf sich genommen, der es nicht verdiente, so kannst du das wenige auf dich nehmen, was du verdienst, um dadurch Christus nachzufolgen.

Montag, 29. April 2013

Demut und Milde sind der Rahmen eines christlichen Lebens

Papst Franziskus in seiner heutigen Predigt:
Demut und Milde „sind gleichsam der Rahmen eines christlichen Lebens. Ein Christ geht immer so voran, in der Demut und in der Milde. Und Jesus wartet darauf, uns zu vergeben. Wir können ihn etwas fragen: ‚Zur Beichte zu gehen ist also nicht so, als begäbe man sich auf den Folterstuhl?’ Nein! Beichten heißt, Gott preisen, weil ich Sünder von ihm gerettet worden bin. Und er, wartet er auf mich, um mich zu prügeln? Nein, er wartet zärtlich, um mir zu vergeben. Und wenn ich morgen wieder dasselbe mache? Geh ein weiteres mal zum Beichten, geh hin, immer wieder, geh hin... Er erwartet uns immer. Diese Zärtlichkeit des Herrn, diese Demut, diese Milde...“.
Quelle: hier.

Die Socke gibt es wirklich!

Ignaz deckt auf: Die Socke gibt es wirklich.
Mehr erfahrt ihr hier.

Neues Blog mit Ignaz


Liebe Freunde von Demut Jetzt!

aufgrund seiner hervorragenden Arbeit für unseren Blog hat der Hochwürdigste Herr Chefredakteur beschlossen, unserem lieben Kollegen Ignaz, Chef-Lektor und Redakteur für Satire, Humor und Atheistenhetze, die Möglichkeit zu geben, neben seiner Tätigkeit an dieser Stelle weitere Projekte zu verwirklichen, die nicht immer etwas mit Demut und Katholizismus zu tun haben müssen. Hierfür wurde ein neues Blog gegründet: Ignaz' Welt. Neben eigenständigen Arbeiten wird dieser auch Ignaz' Artikel für Demut Jetzt! enthalten und damit sicher eine Quelle für viele Lacher werden. Katholizismus bedeutet Lebensfreude, die wir mit beiden Blogs in die Welt hinaustragen wollen.

Schaltet also oft rüber. Es lohnt sich.

Christopherus, im Auftrag des Chefredakteurs
(1. Stellvertreter und Redakteur für Kirchensachen)

Zum neuen Blog hier klicken.

Sonntag, 28. April 2013

Verfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst?

Ein Bischof hat es nicht leicht. Aber manche Bischöfe haben es besonders schwer. Bischof Tebartz-van Elst gehört dazu. Ohne Zweifel haben ihn viele Medien, besonders der Spiegel, auf der Abschussliste. Ohne Zweifel laufen viele diesem Leitmedium brav hinterher. Ohne Zweifel aber auch fehlt es dem Bischof in gewissen Maßen an Medienkompetenz. Natürlich kann man, wenn manche Presseorgane einen einfach nicht mögen, nicht viel tun. Man kann es sich aber auch besonders schwer machen. Und offenbar hat es sich Bischof Tebartz-van Elst mit dem Spiegel besonders schwer gemacht. Im Zuge des 1. Klasse Fluges nach Indien hat der Bischof sich wohl versucht rauszureden und ist damit, weil die Kamera lief, wieder mal in den negativ Schlagzeilen. Das man dahinter, weil die Geschichte dem Spiegel erst nach Monaten eingefallen ist, einen weiteren Versuch des Magazins erkennen kann, den Limburger Oberhirten zu drangsalieren, liegt nahe. Aber auch, unser Bischof (ja, das ist er immer noch und bleibt es auch) hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Doch nunmehr hat sich die Staatsanwalt eingeschaltet und wir können hoffen, dass damit eine gewisse Sachlichkeit in das Verfahren eintritt. Warten wir also ab und beten wir, dass alles gut ausgeht und unser Bischof wieder seinen Hirtendienst ungestört und mit einer verbesserten Medienkommunikation ausüben kann.

Ausgangspunkt des ganzen Dramas war dieser Blogeintrag hier.
Radio Vatikan meldet das.
Die Rhein-Zeitung berichtet dies.
Das Bistum Limburg erklärt dazu neuestens jenes.

St. Pius X. am Sonntag







Samstag, 27. April 2013

Samstäglicher Newsticker

Irgendwo in Deutschland: Während einer Messe im Kloster Maria-Gottesgebärerin drangen sechs Femenfrauen in die Kirche ein und störten den Gottesdienst. Zwei sprangen auf die Kanzel und warfen Flugblätter auf die Gemeinde herab. Zwei weitere postierten sich vor der Kommunionbank und immitierten die Pussy-Riot-Aktion in der Moskauer-Kathedrale. Die beiden letzten stürmten in den Altarraum, bespritzten den am Hochaltar zelebrierenden Priester von hinten mit Kunstblut und brüllten "Fuck Priests. Power for Women" etc. Mit ähnlichen Parolen hatten sie auch ihre Oberkörper beschrieben. Einigen weiblichen Gottesdienstbesuchern gelang es, die Störerinnen über eine Seitentür aus der Kirche zu bringen. Nach der Messe wurde der Pfarrer gefragt, was er denn davon halte. Antwort: Auf Latein hätt ich sie besser verstanden.

Frankfurt am Main: Die FIZ (Freie Intelligente Zeitung) kam einem Skandal über die katholische Blogoezese auf die Spur. Bisherige Annahmen, bei der Szese handelte es sich um eine Gruppe von leicht spinnerten, selten gefährlichen, meist sozial deklassierten Hobby-Katholiken aus dem deutsche Sprachraum müssen wohl aufgegeben werden. Nach Recherchen der FIZ ist die Szese hingegen ein groß aufgemachtes Verschwörungsnetzwerk, mit dem Zweck, die aufgeklärt-liberale Kirche in Deutschland zu unterwandern und romhörige Ideen in Umlauf zu bringen. Köpfe dieses Netzwerkes sind, mit Tarnnamen: Papa B, Puttenfan32, Landschaftsgestalter und Berliner Schnauze. Alle sollen dem Opus Dei angehören oder aber ihm nahestehen und seine Logistik benutzen. Zusammen mit Mitarbeitern der Gemeinschaft werden mehr als 287 Blogs betrieben.

Donnerstag, 25. April 2013

Der Hl. Georg und seine Glocke

Das Bistum Limburg feierte am Dienstag den Schutzpatron seiner Kathedrale und des ganzen Bistums. In seiner Predigt während des Pontifikalamtes erinnerte Bischof Tebartz-van Elst an die größte Glocke des Domes, die dem Hl. Georg geweiht ist und die die Tätigkeit des Heiligen und seine Vorbildwirkung für die Christen heute beschreibt:
Die Georgsglocke des Limburger Doms habe zwei große Bestimmungen. Sie soll zum einen die Berufung und zum anderen die Bewährung im Glauben wecken. "Rede und Antwort zu geben, wo wir gefragt werden nach dem Glauben, der uns erfüllt, Freude zu verbreiten, wo Kummer das Leben monoton macht und durch Liebe zu bewegen, wo Lasten starr und unbeweglich machen", so Tebartz- van Elst. Bewährung im Glauben sei Bewahrung von Sprache und Wort im Dienst an Gott und den Menschen. So, wie der Heilige Georg durch sein Martyrium die Größe Gottes bezeugt habe, verkünde die Glocke den Grundton von Ostern, der Schwingung und Resonanz zugleich erzeuge. "Die Grundnote des Heiligen Georgs bleibt eine Stimme gegen Stimmungen, die sagt: Wer alles gibt, wird noch mehr finden. Wer sich schenkt, wird den empfangen, der für uns eingestanden ist, damit wir stehen bleiben, wo manches im Alltag zum Davonlaufen scheint, wo andere einknicken"
Vor der Messe wurde in der Michaelskapelle auf dem Domberg die Georgsplakette für besonders verdiente Engagierte des Bistums verliehen. Neben verschiedenen Ehrenamtlichen kamen auch Priester zu der Ehre, darunter der Jesuit Klaus Schatz, der das Standarthandbuch für die Geschichte des Bistums Limburg geschrieben hat.

Berichte und Bilder vom Pontifikalamt und der Verleihung gibt's hier.

Sex mit Kindern und Käsekuchen

Im Gespräch mit Dr. h.c. Rainer Michel, Vorsitzender der Organisation Multisex.

Herr Dr. Michel, können sie uns zunächst kurz etwas über ihre Organisation sagen?

Sehr gern. Die Organisation Multisex wendet sich gegen die vorherrschende Meinung, Heterosexualität sei der sexuelle Normalzustand, während alle anderen Formen Abweichungen von dieser Grundhaltung wären. Auf diese Weise werden, selbst unter der Voraussetzung einer rechtlichen Gleichstellung der anderen Formen, diese indirekt diskriminiert. Meine Organisation kämpft daher für die gesellschaftliche Abschaffung des Primats der Heterosexualtität und die Befreiung des Menschen, Sex mit allem und jedem ausüben zu dürfen.

Mit allem und jedem?

Ja genau. Männer, Frauen, Kinder, Schafe, Rinder, Roboter, Käsekuchen etc.

Käsekuchen?

Ja, Käsekuchen. Das geht tatsächlich. Das Wissen nur viele Menschen nicht, weil sie eben auf heterosexuelle Vorstellungen festgelegt sind. Nach wissenschaftlichen Studien des IGG (Institut für Gesellschaftliche Gleichheit) sind nur 21 % der Menschen wirklich heterosexuell veranlagt. Alle anderen würden andere Formen der Sexualität ausleben, wenn man sie nicht durch ein vergiftetes repressives Klima entsprechend umgekohlt hätte. Das hat was von Gehirnwäsche.

Herr Dr. Michel, Daniel Cohn-Bendit wird von einigen kritisiert, weil er geschlechtlichen Umgang im weiteren Sinne mit Minderjährigen gehabt habe. Ihre Organisation dürfte damit kein Problem haben?

Da muss man differenzieren. Was Cohn-Bendit gemacht hat, finden wir nicht gut. Weil er als Mitarbeiter und Aufsichtsperson gewirkt hat, übte er Mittels des Machtgefälles eine starke sexuelle Austrahlung auf die Kinder aus. Das Auszunutzen hatte etwas von Machtmissbrauch. Dagegen verwahren wir uns. Sexualität kann es gerechterweise nur zwischen Gleichgestellten im freien Entschluss beider und in gegenseitiger Übereinstimmung geben.

Freier Entschluss zwischen Gleichgestellten mit Kindern und Käsekuchen?

Ah, ich sehe, das irritiert sie. Aber das ist gar nicht überraschend. Sie sind ja entsprechen umerzogen worden. Ich will es ihnen erklären. Fangen wir mal mit Kindern an. Die Vorstellung, Kinder seien unfertige Menschen, ist ja total mittelalterlich. Kinder besitzen schon sehr früh alle Eigenschaften und Wünsche eines normalen Menschen. Qualitativ macht es nach der Geburt kaum mehr Entwicklungen durch, lediglich was die quantitative Ausprägung angeht. Ein Kind hat also auch sexuelle Bedürfnisse, kann diese aber in nicht richtig artikulieren, da den Erwachsenen das Verständnis dafür fehlt. Wenn sie aber, wie Cohn-Bendit damals, die Signale erkennen, ist das als Wunsch des Kindes aufzufassen und ernst zunehmen. Und wenn jemand einen Wunsch nach etwas hat, ist es ja kein Zwang und wo kein Zwang auch keine Gewalt. Und wenn es keine Gewalt ist, sollte es auch nicht strafbar und daher gesellschaftlich anerkannt sein.

Aber die meisten Pädagogen sind sich einig, dass Kinder weder körperlich noch psychisch eine selbstbestimmte sexuelle Beziehung eingehen können.

Nur weil auch diese Forscher von ihren Vorurteilen geprägt sind. Jeder von uns hat ein Bewusstsein, das ab dem Beginn unserer Existenz ausgeprägt ist. Nur ist die Wahrnehmung heute so eingeschränkt, das wir nur bestimmte Signale und Ausdrucksformen als Bewusstsein gelten lassen. Und das sind, welch Wunder, jene Formen der Erwachsenen. Kindgerecht ist das nicht. Und bedenken sie, wenn man selbst mit einem Käsekuchen eine sexuelle Beziehung haben kann, dann doch sicher auch mit einem Kind.

Ja, das mit dem Käsekuchen ....

Sie als Christ müssten das doch verstehen. Alles auf der Welt ist von einem göttlichen Odem durchweht und alles trägt einen göttlichen Funken in sich. Diesen Funken nennen wir bei sogenannter belebter Materie Bewusstsein. Aber auch unbelebter Materie kommt solcher Funken zu. Wie bei den Kindern gilt aber auch hier: Die Gesellschaft hat bestimmte Definitionen ausgeprägt, in deren Rahmen sie Bewusstsein etc. anerkennt. Alles andere fällt unter den Teppich. Aber auch der Käsekuchen besitzt einen göttlichen Funken und damit Bedürfnisse. Und manche Käsekuchen haben eben das Bedürfnis nach Sex. Das ist nichts Ungewöhnliches.

Herr Dr. Michel, ich bedanke mich für das sehr aufschlussreiche Gespräch.

Dienstag, 23. April 2013

In Gottes Hand

Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben, unter Gottes Hand gestalte ich mein Leben, in Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück.

Augustinus

Nightfever Nachlese: Volles Haus

Bildquelle hier.
Am Samstagabend hat die arme Innenstadt von Paderborn eine regelrechte Invasion von Katholiken erlebt. Immerhin waren schon am Tag zuvor 200 Nightfever-Teilnehmer in die Stadt geströmt. Natürlich war man aber nicht nur gekommen, um sich zu treffen und Nabelschau zu betreiben - das freilich auch mit großer Inbrunst. Sondern auch, um die Kollegen aus Ostwestfalen bei der Organisation und der Durchführung eines Abends zu unterstützen. Und wenn anstatt ca. 30 Mitgliedern ca. 200 aktiv sind, ist natürlich der Effekt auch etwas größter und die Hütte entsprechend voll.

Das ganze begann klassisch mit einer Messe in der Marktkirche, einer ehemaligen Jesuitenkirche, die ich wegen dem Hochaltar jedem Paderbornbesucher empfehlen möchte. Zelebrant war der Hochwürdigste Herr Weihbischof König mit einer ganzen Riege Konzelebranten, die wir kaum hinter dem Altar untergebracht bekamen. Dazu noch Scharen von Messdienern, die teilweise in die erste Bankreihe im Hauptschiff ausweichen mussten, die sie sich mit der Technik teilen durften.
Nach der Messe, die mit 200 Nightfevern und den üblichen Verdächtigen nah an Überfüllung war, schwärmten dann die ersten Fischer in die Stadt aus, um ihre Netze auszuwerfen.

Aus recherchetechnischen Gründen (keineswegs aus Faulheit) hat sich der Autor dieser Zeilen am Haupteingang der Kirche postiert und am Empfang der einströmenden Gläubigen mitgewirkt. Daher kann ich bestätigen, was allgemein kolpotiert wird: Wir kriegen alle möglichen Sorten von Leuten rein. Auch die oft genannten Discogänger. So ein Pärchen, bei dem gerade das Mädel eindeutig für eine Party aufgebrezelt war. Ein anderes schönes Bild waren drei Jugendliche im Rapperstyle, die fröhlich interessiert in die Kirche stapften und deren einer eine Baskelballkappe trug. Aber nicht lange, denn sie wurde ihm von seinem Freund vom Kopf genommen und mit einem tadelnden Blick in die Hand gedrückt. Hut ab, sag ich da. Ein anderes Beispiel war ein schon ergrauter Herr, der mir zuraunte "Man kann nicht sagen, die Kirche macht nichts". Auch die Zettel, auf denen man persönliche Anliegen aufschreiben konnte, die dann von Schwestern gelesen werden, gingen Weg wie kaltes Bier im sommerlichen Bayern.

Nach etwa einer Stunde habe ich mich dann von meinem Job dispensieren lassen und bin zur Orgelempore hochgeschlichen. Denn, und das konnte man von da oben super sehen, die Kirche war ganz schön voll. Da oben hatte ich dann nicht nur einen schönen Ausblick, sondern auch Ruhe und konnte feststellen, dass selbst hier oben auf den Seitenemporen die Priester ihre Beichtkinder hatten, obwohl unten auch welche saßen. Und erst da Kerzenmeer, das sich vor der Monstranz ausbreitete. Toll.

Ein weiteres Schmankerl gab's zum Schluss. Die Anbetung endete mit einer Komplet im Worshipstil und dem sakramentalen Segen. Und danach? Wollten die Leute nicht gehen. Die Leitung musste sie fast rauswerfen, damit das Abbauen losgehen konnte. Ein sehr gelungener Abend also mit viel Segen.

Montag, 22. April 2013

Nightfevertreffen Nachlese: Anfang und Ende

Zwei Bilder werden mir vom Nightfevertreffen in Paderborn besonders deutlich in Erinnerung bleiben: Der Beginn und das Ende. Ok, klingt jetzt wenig beeindruckend. War es aber, weil es so unterschiedlich war.


Der Beginn war buchstäblich verregnet. Während wir in der Prozession von der Busdorfkirche Richtung Dom begannen sich dunkle Wolken über uns zusammenzubrauen, die schließlich am Kreuzgang auf uns herabzuregnen begannen. Da der Dom zwischenzeitlich abgeschlossen worden war, mussten wir aus dem Regen in die Bartholomäuskapelle fliehen. In diesem kleinen, recht kargen romanische Kirchlein wurde der liturgische Teil des Abends mit dem Segen einer Reliquie beschlossen, während es draußen richtig zu Schütten anfing und die Dunkelheit über uns hereinbrach. Man fühlte sich so ein wenig an die Lage der Kirche in Deutschland erinnert. Die Aussichten sind trübe, die Bedingungen schlecht und eine kleine Gemeinde scharrt sich um die Heiligen.

Bildquelle hier.
Ganz anders das Ende: Diesmal durften wir in den Dom rein, denn wir hatten den örtlichen Weihbischof mitgenommen. Der Paderborner Dom ist eine lichte frühgotische Hallenkirche mit tollen angebauten Seitenkapellen und riesigen Chorabschlussfenstern. So konnte das Treffen liturgisch mit Pomp und circumstance zu Ende gehen. Einen extra Bonus gab's bei der Abfahrt, als der Himmel aufriss und die Sonne am ostwestfälischen Himmel lachte und uns strahlend auf dem Heimweg geleitete. Man fühlte sich an die triumphierende Kirche erinnert, die sich im hellen Glanz der Herrlichkeit Gottes sammelt, um dann in die Welt hinauszuströmen um den Auftrag Gottes zu erfüllen und das Licht des Evangeliums den Völkern zu bringen.

Bilder und Informationen zu Nightfever gibt's hier.

Fortsetzung hier.

Die Dinge des Glaubens

Wiewohl die Dinge des Glaubens nicht bewiesen werden können, so können sie dennoch nicht durch Beweisgründe widerlegt werden.

Thomas von Aquin

Samstag, 20. April 2013

Nightfever Liborilied

Wenn ein katholisches Treffen in Paderborn stattfindet, dann darf natürlich ein Lied über den Hl. Liborius nicht fehlen. Passend zum Nightfeverstil gab's denn auch ein Liboriuslied:

 
Infos zum Hl. Liborius, Stadt- und Bistumsheiliger von Paderborn findet ihr hier.
Eine virtuellen Rundgang durch den Dom kann man hier machen.
Für Informationen zu Nightfever geht's hier lang.
 


Samstäglicher Newsticker

Rom: Nachdem Papst Franziskus eine Kommission von Kardinälen berufen hat, um Ideen für eine Strukturreform auszuarbeiten, melden verschiedene Gruppen Mitsprachewünsche an. Die Organisation für mehr Demokratie in der Kirche (ODK) forderte die Ergänzung des Gremiums durch demokratisch gewählte Mitglieder aus aller Welt. Die Initiative für mehr Nächstenliebe für Sünder und Atheisten forderte die Hinzuziehung von Wiederverheirateten Geschiedenen und Atheisten, um die Kommission der Lebenswirklichkeit in der Kirche anzupassen. Und das Patriarchat Sanctissima Maria Magdalena erklärte, die Kommission könne nur dann anerkannt werden, wenn auch Patriarchin-Päpstin Mayr-Lumetzberger dabei sei.

Frankfurt/Paris: Die FIZ berichtete über die Demonstrationen in Frankreich: "Gegen die Politik der französischen Regierung und den breiten Konsens der Bevölkerung, Homosexuelle endlich in allen Punkten mit Heterosexuellen gleichzustellen, rebelliert seit einiger Zeit eine hartnäckige Minderheit ultrakonservativer Homophober. Auch in der letzten Zeit kam es in Paris zu Aufmärschen eines Häufleins Radikaler. Die Pariser Stadtregierung bedauerte es, dass der Boden der Hauptstadt für derartige Hetze missbraucht werde. Man prüfe momentan, ob derartige Demonstrationen in Zukunft verhindert werden könnten, hoffe aber, das zivilgesellschaftliche Engagement werde sich den Krawallmachern in den Weg stellen."

Rom/Berlin: Der Präses der evangelischen Kirche Schneider freute sich über den Dialog auf Augenhöhe mit Papst Franziskus. Endlich habe er einen Papst getroffen, der sich als Bischof von Rom begreife und der daher mit anderen Bischöfen von gleich zu gleich sprechen würde, anstatt auf einem angemaßten Primat zu pochen. Ein Papst zudem, so Schneider, "der den Anspruch aufgibt, Oberhaupt von einer Milliarde Katholiken zu sein und von diesem hohen Ross der behaupteten weltweiten Bedeutung runter kommt." In der Erkenntnis, beide seien Hirten einiger Millionen Seelen, könne man gut miteinander reden.

Washington: Der Vorsitzende der Organisation"Atheists for a better world",  Perkly Foolish, verglich in einer Rede in Washington D.C. Kim Jong-Il und Benedikt XVI. miteinander. Der einzige Unterschied, so Foolish, bestehe im Rücktritt Benedikts. Diesen Mut habe Kim leider nicht vor seinem Tod aufgebracht. Ansonsten könne er aber keinen Unterschied erkennen: Beide seinen Diktatoren gewesen, beide hätten ein verqueres Weltbild gehabt, beide hätten abgeschottet von der Umwelt gelebt und um beide sei ein Personenkult betrieben worden.

Donnerstag, 18. April 2013

Herz und Verstand

Ich fragte den Vater Antonius:
Wie sollen sich Herz und Verstand zueinander verhalten?

Da antwortete er:
Der Verstand ist der Diener des Herzens.
Doch der gute Diener trachtet nicht danach, nur Instrument des Herrn zu sein. Er will in allem das Beste für ihn und wird ihn daher bei Bedarf auch korrigieren.

Ich bin Christ und glaube nicht an Gott?

Ja, geht denn das? frage ich mich.

Ja, das geht offenbar. Die neueste Insa-Studie hat ausbaldowert, dass 21 % der Katholiken und 24 % der Protestanten nicht an Gott oder ein höheres Wesen glauben. Da muss aber ein hohes Maß an Verdrängungskompetenz vorliegen, wenn ich mich als Christ bezeichne, aber nicht mal an Gott glaube. Immerhin kann man noch positiv unterstellen, dass wenigstens die große Mehrheit noch an Gott glaubt.

Das kann man in Sachen Auferstehung aber nicht mehr behaupten. Die Frage, ob sie an die Auferstehung (von wem eigentlich?) und ein Leben nach dem Tod glauben, beantworten nur 51 % der Katholiken und 42 % der Protestanten mit Ja. Uns Katholiken vorne zu sehen ist dabei ein ziemlich schwacher Trost. Denn wenn ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube und nicht an die Auferstehung (Jesu Christi), was macht mich dann zum Christern? Das ich Jesus für einen netten Typ halte?

Das erinnert mich an das Gebet der Laudes von Montag:
Gott, du bist unser Ziel, du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit und führst sie au den rechten Weg zurück. Gib allen, die sich Christen nennen, die Kraft zu meiden, was diesem Namen widerspricht, und zu tun, was unserem Glauben entspricht.

Dienstag, 16. April 2013

Zum Geburtstag

Aus Spass an der Freude

Bildquelle hier.

Die Messe lesen


"Aber am Pfingsmontag kann ich nicht, da hab ich im Dom ne Firmung"
Diesen Satz habe ich keineswegs aus der abgefangenen Post unseres Bischofs - die wird direkt an den Spiegel weitergeleitet - sondern er stammt aus einer Nachricht von mir an eine Bekannte. Nun bilde ich mir natürlich nicht ein, mein Erscheinen im Dom sei irgendwie konstitutiv für die dort ablaufende Firmung. Es ist aber ein schönes Beispiel für den Jargon, der sich einschleicht, wenn man 15 Jahre lang Messdiener ist und in den meisten der besuchten Messen auch ministriert. Dann schleift sich das "Da besuche ich die Messe" oder "da ministriere ich" ab zu "Da hab ich Messe".

"Da hab ich Messe" ist ein Satz, den eigentlich nur ein Priester sagen kann. Dann ist das die Populär-Version von "Da halte ich die Messe". Bei solchen Formulierungen fangen Tradi-Molche wie ich an auf ihren ergonomischen Bürostühlen in ihrem high-tech Home-Office mit angeschlossenem Marienschrein herumzurutschen und erklären, das Wort "halten" sei wenig glücklich im Kontext der Messe. Denn halten lässt sich leicht zu unterhalten ergänzen. Und leider mache ja auch der Priester in der heutigen Eucharistiefeier genau das. Er unterhalte die Gläubigen und mache damit die Messe zum Entertainment. Genau das aber ist die Messe aber nicht. Vor allem, da man die Messe nicht "macht", die war nämlich irgendwie schon immer so. In dem Moment, wo der Priester oder - bebend vor Angst und Widerwillen - gar der Pastoralausschuss des Pfarrgemeinderates dieMesse macht, hört sie in gewisser Weise auf Messe zu sein und wird vom Gottesdienst zum Menschendienst.

Viel schöner finden ich als Mitglied der benedettophilen Bassgeigenkaselfraktion die alten Begriffe: die Messe lesen und die Messe singen. Und sie geben auch hervorragend wieder, was 1400 Jahre lang Usus in der Eucharistiefeier war und was Benedikt XVI. mit Pompal-Mitren und Fanon wieder ins Bewusstsein der Gläubigen gerückt hat und was sein Nachfolger durch liturgische Zurücknahme fortsetzt: Messe macht man nicht, sondern in der Messe wird das vollzogen, was Christus getan hat und wer an der Messe teilnimmt, der nimmt Anteil an diesem Heilsgeschehen. Wenn der Priester die Wandlungsworte spricht, ist er Christus und wir sind die Apostel im Abendmahlssaal; wenn er die Hostie zeigt sind wir alle die Frauen und Männer, die in der Nähe des Kreuzes stehen und auf den geschundenen Leib des Erlösers schauen, dann sind wir die Völkerströme, die am Jüngsten Gericht zum Thron des Lammes aufsehen und ihm huldigen. Dieses Konzept von Messe duldet kein Machen, denn es ist Nachahmung und Teilhabe.

Entsprechend bietet sich die Formulierung "die Messe lesen" an. Denn im Lesen ist wenig kreativ-machendes. Lesen als mechanischer Vorgang meint nichts anderes als die Wiedergabe der Zeichen, die gelesen werden. Als künstlerischer Vorgang meint Lesen des Weiteren, die inhaltlich korrekte Wiedergabe, wenn man z.B. einen traurigen und einen lustigen Abschnitt nicht in gleicher Stimmhöhe liest. Diese Veränderung wird aber nicht selbst produziert, sondern sie wird in Übereinstimmung mit dem gelesenen Text vollzogen. In der Messe erleben wird dies z.B. wenn der Priester die Armhaltung verändert, sich verneigt oder kniet etc. Lesen verlangt demnach keine Kreativität, sondern bestenfalls die Fähigkeit, den gelesenen Stoff zu verstehen und sich dementsprechend zu verhalten.

Im Terminus "die Messe singen" wird diese Kompetenz noch einmal stärker in den Blick genommen. Denn Singen bedeutet ja nicht, einfach irgendwie irgendwas lautmäßig wiederzugeben. Sondern nach einer bestimmten Partitur Töne mit der Stimme zu erzeugen. Die Qualität des Gesanges hängt dann davon ab, wie gut man die Töne wiedergeben kann, die auf dem Blatt stehen. Der Anfänger wird demnach bemüht sein, nicht das Stück etwa irgendwie zu singen oder so, wie es ihm in den Kram passt, sondern möglichst genauso, wie es da steht. Das unterscheidet den Musiker von vielen Hobby-Liturgen in den Liturgieausschüssen, die nach ihrer Kenntnis Laien sind aber das Stück so singen wollen, wie es ihnen grade gefällt. Kein Musiker würde so ernst genommen. Eine "eigene" Note kann man erst in dem Moment einbringen, indem man eine hohe Meisterschaft erreicht hat. Dann geht es aber auch nicht darum, das Stück anders zu singen, sondern die Schönheit und die vielen Dimensionen der Musik besonders gut hörbar zu machen. Große Musik-Stars wie Karajan waren regelrecht davon besessen, Mozart oder Beethoven optimal authentisch - gemessen an Mozart und Beethoven - zum klingen zu bringen. Gleiches findet man in der Messe. Priester wie der Hl. Pater Pio waren als Zelebranten ein Erlebnis besonderster Art, nicht weil sie irgendetwas eigenes machen wollten, sondern weil sie die Messe besonders intensiv und tiefgreifend sangen.

"Die Messe lesen" und "die Messe singen" sind daher als Formulierungen besonders gut dazu geeignet, den Wesenszug der ars zelebrandi wiederzugeben. Die Messe wird nicht von uns gemacht oder von uns zum Vergnügen inszeniert, sondern sie wird nachvollzogen und an ihr wird teilgenommen. Benedikt XVI., der ganz versunken die Messe zelebrierte, und Franziskus, der fast dialogisch mit dem Herrn die Elevation vollzieht, sind gute Beispiele von heute für diese hohe Kunst, die uns Demut lehrt und Gott nahe bringt.

Montag, 15. April 2013

Ritterschlag

Eine schöne Suchmaschine für alle möglichen bedeutenden christlichen Autoren gibt's hier. Die Jungs sind "überkonfessionell", was eine freundliche Umschreibung für evangelikal-lastig ist.

Sie haben aber auch katholische Autoren drin. Darunter einen, der mir irgendwie bekannt vor kommt. Kennt den einer in der Szeze?

Ehe und Jungfräulichkeit

Besser ist Ehe in Demut als Jungfräulichkeit in Stolz.

Augustinus

Freitag, 12. April 2013

Ich bin dann mal weg ... komme aber wieder

Bis zum 14. April bin ich auf einem Weekend-Treffen.
Daher wird es auf diesem Blog bis dahin keine neuen Posts geben.
 
Allen Lesern wünsche ich eine gute Zeit.

Donnerstag, 11. April 2013

Wir in Gott und Gott in uns

Wenn wir recht denken, sind wir in Gott; wenn wir recht leben, ist Gott in uns.

Thomas von Aquin

Der Anständige und der zerknirschte Geist

Ich sprach zum Vater Antonius:
Heute leben viele Christen in einer zweiten Ehe. Oft wird gesagt, das sei zwar nicht ganz optimal und man bedauere auch, dass sie erste Beziehung zu Bruch gegangen sei. Aber das alles sei doch in Ordnung, wenn man nunmehr mit dem neuen Partner glücklich sei und sich anständig verhalte.

Da antwortete er:
Der Psalmist sagt: "Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; an Brandopfern hast du kein Gefallen. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen." (Ps 51,18f) Das Opfer sind die guten Werke, durch die jene vor den Menschen als anständig gelten. Das zerbrochene Herz ist die Trauer und die Schuld, die sie wegen ihrer Sünden empfinden. Der zerknirschte Geist ist der Geist der Umkehr, der sie von der Sünde weg zur Wahrheit und zu Gott bewegt.

Dienstag, 9. April 2013

Christliche Liebe kann nur demütig sein

Der Weg der christlichen Demut, so der Papst, erhebe umso mehr zu Gott, desto mehr derjenige, der Zeugnis ablegt, sich zu erniedrigen vermag, um seiner Nächstenliebe Raum zu geben. Der Weg, den Maria und Josef nach Bethlehem zurücklegten, um die kaiserliche Anordnung der Volkszählung zu befolgen, „ist ein Weg der Demut“. Demütig sei Maria, „die nicht recht versteht“, doch „ihre Seele dem Willen Gottes übereignet“. Demütig sei Josef, der sich erniedrige, um die große Verantwortung für seine schwangere Frau zu übernehmen. So schlage die ganze Liebe Gottes den Weg der Demut ein, um zu uns zu gelangen.
Auf diese Weise habe Gott seine Liebe zu den Menschen zum Ausdruck bringen wollen, „im Gegensatz zu den „starken Götzenbildern“, die sich vernehmen lassen, „die sagen: hier kommandiere ich“. Unser Gott dagegen, so Franziskus, „der kein falscher Gott ist, kein von Menschen gemachter Gott aus Holz, zieht es vor, so voranzuschreiten, auf dem Weg der Demut“.
Dabei handle es sich um denselben Weg Jesu, einen Weg, der sich bis zum Kreuz herablasse. Für einen Christen „ist das die goldene Regel“: das Voranschreiten in der Erniedrigung. Kein anderer Weg dürfe eingeschlagen werden: „Wenn ich mich nicht erniedrige, wenn du dich nicht erniedrigst, bist du kein Christ“.
Demütig sein jedoch bedeute nicht, mit niedergeschlagenen Augen daherzugehen: „Das ist weder die Demut Jesu noch die seiner Mutter noch die Demut des Josef“. Den Weg der Demut einzuschlagen ermögliche es, so der Papst, „dass die ganze Liebe Gottes diesen Weg nimmt, der der einzige ist, den er gewählt hat: er hat keinen anderen ausgesucht!“.
Auch der „Triumph der Auferstehung“ folge dieser Route. Der „Triumph des Christen“ schlage den „Weg der Erniedrigung“ ein. „Bitten wir um die Gnade der Demut“, so Franziskus abschließend, „doch jener Demut, die der Weg ist, über den gewiss die Liebe geht“, denn: „Wenn da keine Demut ist, bleibt die Liebe blockiert und kann nicht vorangehen“.
Quelle: kathnet.

Sonntag, 7. April 2013

Leo am Sonntag

Nachdem die Fastenzeit zuende ist, könnte ich eigentlich mit meinem wöchentlichen Pius am Sonntag-Post weitermachen. Aber da noch Osterzeit ist, dachte ich mir, machen wir nochmal eine kleine Osterzeitserie auf und zeigen ein paar andere Papstbilder. Heute fangen wir an mit Leo XIII. Viel Spass.



Samstag, 6. April 2013

Samstäglicher Newsticker

Irgendwo im Netz: Papst Franziskus hat nun  offiziell fünf Millionen Follower auf Twitter. Die Gemeinschaft Das-Internet-den-Atheisten hat deswegen zu einer Gegenkampagne aufgerufen. Die Gemeinschaft erklärte auf ihrer Internetseite: Wir dürfen das Internet nicht jenen überlassen, die es zu einem Hort der Hasspropaganda machen wollen. Das Internet ist ein Ort des freien Gedankenaustauschs und der antifaschistischen, demokratischen und toleranten Menschen. Deswegen forderte die Gemeinschaft die sofortige Sperrung des päpstlichen Twitter-Accounts, die Kontrolle von Twitter durch ein Sicherheitsbüro und einen Aufmarsch der Pink-Roten Brigaden vor dem Vatikan zum Zwecke der Verdeutlichung des Anliegens.

Rom: Der Journalist Carlos la Pocha veröffentlichte diese Woche sein neues Buch "Franziskus. Total privat". In diesem Werk lässt er Weggefährten des Papstes zu Wort kommen, die ihn jahrelang irgendwie schonmal von Weitem gesehen haben. Dazu gehört der Neffe des Lehrers von Bergolios Cousin 3. Grades, der sich sehr genau vorstellen kann, was für ein Terror-Zwerg der junge Bergolio in der Schule war. Eine Ex-Nonne, die mit einem Ex-Jesuiten (verstorben) verheiratete war (geschieden), der als Mitglied der mexikanischen Provinz Bergolio mal auf einem Jesuiten-Treffen gehört hat und der genau wusste, wie der Provinzial damals mit der argentinischen Diktatur kooperierte. Auch ein Diözesaner kommt zu Wort, der vom Erzbischof tief enttäuscht ist, weil dieser seinen 34 Seiten langen Brief über den gewünschten Einsatz von Carrara-Marmor für die Verzierung der Stühle in seiner Heimatpfarrei nur mit einem einseitigen Verweis auf die Kosten beantwortet hatte.

Bielefeld: Die Bewegung "Weltökumene" (29 Mitglieder) hat den Kopten-Patriarchen Tawadros aufgefordert, nicht den Papst in Rom zu besuchen, sondern den Vorsitzenden der Bewegung in Bielefeld-Buschkamp. Der römische Papst sei mit seiner starren Haltung in moralischen und dogmatischen Fragen kein guter Ansprechpartner für eine wirkliche Ökumene zwischen allen Religionen. Der Vorsitzende Heinrich Schildlaus bot dem Patriarchen eine umfassende ökumenische Kooperation ohne Vorbedingungen an. Der Patriarch müsse lediglich anerkennen, dass es keine Aussagen über Gott gemacht werden dürften, christologische Vorstellungen irrelevant seien und jede Hierarchie des Teufels wäre, wobei es den Teufel eigentlich nicht gebe.

Verkündige das Evangelium

Verkündige das Evangelium. Wenn nötig, nimm Worte dazu.

Franz von Assisi

Freitag, 5. April 2013

Kirchenquiz

Nachdem mir in meinen Prälatenquiz langsam die bekannten Prälaten ausgegangen sind, habe ich mir nun etwas neues ausgedacht: Kirchenquiz. Aber natürlich kann ich euch nicht einfach irgendwelche Bilder von berühmten Kirchen zeigen. Da kommt ihr ja sofort drauf. Daher werden sie aus der Vogelperspektive gezeigt. Zum Einstieg was einfaches zum warmwerden.

Donnerstag, 4. April 2013

Ruhe und Reinigung

Ruhe ist für die Seele der Anfang der Reinigung.
Basilius der Große

Wieweit ist Armut gut?

Wieweit ist Armut gut?

Also ist solche Armut lobenswert, durch die der Mensch, von den irdischen Sorgen befreit, sich freier den göttlichen und geistigen Dingen widmet.so jedoch, daß dem Menschen die Fähigkeit hierbei übrig bleibt, sich selbst auf erlaubte Weise zu ernähren, wozu nicht viel erforderlich ist; und je geringere Sorge die Lebensweise in der Armut erforderlich macht, umso lobenswerter ist die Armut, nicht aber, je größer die Armut geworden ist; denn nicht an sich ist diese ein Gut, sondern nur insofern, als sie von jenen Dingen frei macht, durch die ein Mensch verhindert wird, nach den geistigen Dingen zu streben. Daher ist das Maß für die Güte der Armut die Art und Weise, wodurch der Mensch durch sie von den erwähnten Hindernissen befreit wird.

Mittwoch, 3. April 2013

Franziskus am Mittwoch

Mit dem heutigen Tag nehmen wir unsere wöchentliche Papstbilderserie wieder auf. Allerdings nunmehr unter einem neuen Namen: Franziskus am Mittwoch.

Bildquelle hier.

Montag, 1. April 2013

Montäglicher Newsticker

Frankfurt: Das Institut für angewandte Demut (IFAD) deckte auf: Die Sommerzeit wurde vor Jahrzehnten nur deswegen eingeführt, um den Christen am Ostersonntag eine Stunde ihres Feiertags zu stehlen. Auf diese Weise wollen die säkularen Politiker auch die Gnade des Tages für die Christen verkürzen und den Sturm gegen die Kirche vorbereiten.

Rom: Auf Anfrage der Redaktion beruhigte die Glaubenskongregation die Gläubigen. Der Segen von Ostern mildere sich nicht durch die Kürze des Ostersonntags. Um die Gläubigen aber zu beruhigen empfahl die Kongregation, die Ostervirgil um eine Stunde zu verlängern.

Limburg: Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat den Ansatz der Glaubenskongregation begeistert aufgegriffen. Er hielt es allerdings für sinnvoll, die Ostervirgil um über zwei Stunde zu verlängern. Hierfür wurde folgendes Programm vorgesehen: Der Bischof begann die Messe im violetten Pulviale und zog sich zwischendurch mit Konzelebration und Diakonen um, + 5 min.  Alle Lesungen der Osternacht wurden ungekürzt vorgetragen, + 45 min. Der Bischof predigte nicht über drei, sondern über sieben Punkte, + 30 min. Der Bischof taufte alle Taufbewerber des Bistums en block im Dom, dazu kam eine kurze Taufkatechese, + 30 min. Die Kommunion wird andächtig (!) an neu aufgestellten Kommunionbänken mit der vollständigen tridentinischen Spendeformel ausgeteilt, + 30 min.

Armutszeugnis

Zu den Phänomenen der heutigen Kirche gehört es, die so genannten Wortgottesfeier mit Kommunion auch an Sonntagen als Lösung des Priestermangels zu verkaufen. In dieser Form des Gottesdienstes liegt sicherlich ein großer Reiz. Zum ersten für die Gemeinde, die in ihrer alten Struktur fortbestehen kann, zum zweiten für die Laien in der Gemeindeleitung, die auf diese Weise ihren Status heben können, zum dritten für die Priester, die nicht von Messe zu Messe hetzen müssen. Und das sind auch alles durchaus Gründe, die man gut finden kann. Aber ich will hier mal ehrlich sein:

Ich finde diese Gottesdienste ein Armutszeugnis!

Ein Armutszeugnis für die Kirche, das sie nicht in der Lage ist, mehr Priesterberufungen zu aktivieren. Sicherlich, die Zeiten sind schwieriger geworden und heute ist das alles nicht mehr so leicht mit dem Priestersein und dem Priestererziehen. Aber dann muss man halt auch mal bisschen mehr ranklotzen. Die Gemeinden des Urchristentums haben bei wichtigen Gelegenheiten gefastet und gebetet, wie aus der Apostelgeschichte hervorgeht. Und Priesterberufungen sind doch wohl wichtig. Gerade die Bischöfe und Priester sollten sowohl nach dem Vorbild der Urgemeinde als auch unter Nutzung der modernen und zwischenmenschlichen Mittel ihr Möglichstes tun, dem Mangel Abhilfe zu schaffen. Aber auch die Laien können einen Beitrag dazu leisten. Passiert da was? Oft nur wenig.

Ein Armutszeugnis ist es auch für die Gemeinden. Denn heutzutage nehmen die meisten Menschen doch endlos Kilometer auf sich, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Ich selber pendle, günstigstenfalls, ne gute Stunde bis zur Uni. Ein Weg. Aber am Sonntag ist man nicht in der Lage, ne Kirche zu erreichen, die mehr als 10 Min weit weg ist. Was'n das für eine Einstellung zur Hl. Messe und auch zum Sonntag? Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht so mobil sind. Gerade viele Alte können halt nicht mehr mit dem Auto fahren. Aber wenn die Gemeinden alle so toll und wichtig sind, sollten sie diesen Menschen doch wohl auch helfen können, oder.

So, jetzt hab ich viel unkonstruktiv gemosert. Aber das musste mal gesagt werden.

Ostern in Limburg

Zwei Videos aus dem österlichen Limburg findet ihr

hier und hier.

(Leider klappt die Video-Übertragung in den Blog gerade nicht)
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