Mittwoch, 18. Dezember 2013

Neues aus Limburg

Nachdem ich das Thema der Limburger Kirchenkrise in letzter Zeit ein wenig habe links liegen lassen - man muss sich auch mal mit was anderem beschäftigen - will ich mich dem doch wieder etwas stärker widmen. Kurz vor Weihnachten plane ich nochmal einen längeren Post dazu. Nunmehr aber erstmal eine kleine Presseschau über die aktuellen Ereignisse:

Laut einem Bericht des Cicero sieht Erzbischof Gänswein die Diskussion um die Baukosten der Limburger Bischofsresidenz als nur vorgeschoben an. In Wahrheit gehe es um einen Richtungsstreit in Limburg zwischen einem römischen Kurs und einem kirchenpolitischen Sonderweg. Zudem stellte der Erzbischof klar, dass die Deutsche Bischofskonferenz nicht die Aufgabe habe, einen Bischof zu rügen. Entsprechende Äußerungen seien als private Meinungen aufzufassen. Artikel hier.

Für die FAZ gibt es einen gewissen Dissens zwischen Erzbischof Müller und dem Limburger Generalvikar Rösch in der Frage der Rückkehr von Bischof Tebartz-van Elst. Für Müller kann der Limburger Bischof zurückkehren, wenn ihm keine Verfehlung nachgewiesen wird. Er sieht auch das Vertrauen der Limburger Gremien nicht als konstitutiv für den Bischofsdienst an, denn ein Bischof sei nicht der Angestellte des Kapitels. Rösch hingegen betone den Einigungsdienst eines Bischofs. Für die FAZ, auch wenn sie das nicht explizit sagt, wird die Rückkehr des Bischofs durch Rösch damit quasi ausgeschlossen. Der Artikel hier.
Nebenbei kann sich Dr. Deckers natürlich nicht verkneifen, über Erzbischof Müller herzuziehen, zu lesen hier.

Von einer Gebetsinitative für die Einheit im Bistum berichtet kathnet. Diese hat ein Fürbittgebet an 115 Limburger Gemeinden verschickt, mit der Bitte, sie im Gottesdienst zu verlesen. Artikel hier.

Eine Zusammenfassung der Ereignisse bietet die NNP. Sie nennt sowohl die Fürsprecher des Bischofs, vor allem Meisner und Müller, als auch die Gegner, die er in den Gremien des Bistums hat. Während man im Bistum den Bischof nicht wieder haben wolle, seien entsprechend einige ranghoge Bischöfe außerhalb noch für ihn. Erzbischof Zollitsch hingegen nehme eine neutrale Haltung ein und gehe von einem Bericht der Untersuchungskommission im Januar aus. Derweil versuche sich der neue Generalvikar darin, die Wogen zu glätten und eine gewisse Einheit und ein christlicheres Miteinander zu fördern. Artikel hier.

Den Brief des Generalvikars kann man hier lesen.

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