Dienstag, 31. Dezember 2013

Das Jahr 2013 - Eine Rückschau von und mit Ignaz

Das Jahr 2013 begann am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Am 1. Januar lag ich noch faul am Strand von Reunion auf dem Zwischenjahresurlaub der Redaktion, heute sitze ich in einem zugigen Sakristeikeller und schreibe den Jahresrückblick. Es war also kein gutes Jahr, das mich hierhin geführt hat. Aber vielleicht gilt das ja nur für mich und für alle anderen lief es besser. Schaun wir doch mal:

Das wichtigste zuerst. GroKo ist das neue Wort des Jahres 2013. Also fangen wir mit der Bundesregierung an. Die ist immer noch die Gleiche wie letzten Jahres. Also, nur das jetzt halte andere Nasen neben Mutti am Kabinettstisch sitzen und darauf warten, von ihr in vier Jahren ausgesaugt zu sein, wissend, dass sie damit in guter Gesellschaft sein werden. Denn das Land wird genauso aussehen wie die Sozialdemokraten: Muttifiziert, unselbstständig, ausgelaugt, planlos, mit soviel Vision wie ein Eimer Fischköpfe und nur noch am Leben gehalten von der Hoffnung, das es auf der anderen Seite des Schwarzen Loches ein besseres Universum gibt.

Eine Hoffnung, die trügt. Fragen sie die ... die ... wie hießen sie nochmal, diese Leute in blau-gelb. Ach ja, die FDP. Die sind ja jetzt raus aus der Bundesabstellkammer und müssen sich jetzt draußen mit uns, den normalen Menschen, rumschlagen. Gut nur, dass es Christian Lindner gibt. Der hat seiner Partei nicht nur zugesehen, wie sie mit Karacho gegen die Wand fuhr, nein, der Mann hat auch ein Landtagsmandat. Und damit genug Zeit für den Bundesvorsitz. Also ideal für den Job des Vorsitzenden der bedeutendsten Splitterpartei Deutschlands, gleich nach der AfD. Das sind die Leute nur in blau, die nach einem fulminanten Start und einem fast Hechtsprung in den Bundestag daran sind, sich gegenseitig die graumelierten Köpfe einzuschlagen, um dafür die Kanzlerin-Merkel-Ehrennadel für herausragende Verdienste um die CDU zu erhalten.

Aber wir wollen über der APO natürlich nicht die parlamentarische Opposition vergessen. Die hat immerhin 20%. Das ist viel. Die erste GroKo hatte nur 9,5% Opposition, die damalige FDP. Also komme mir keiner mit: "Diese Opposition ist zu klein, um etwas zu bewegen." Diese Opposition ist toll. Gregor Gysi ist mit passendem Format ihr Chef, eine Wahlverliererin und ein unbekannter Öko führen bei den Grünen und Claudia Roth hat sich in die Hängematte des Bundestagsvize verabschiedet. Gerüchten zufolge soll der Bundestag jetzt bund angestrichen werden, damit er schrill .... ähm freundlicher wirkt.

Verlassen wir also die noch düsteren Gefilde des Berliner Regierungsviertels und widmen uns den wirklich wichtigen Dingen des Lebens: Miley Cyrus ist die einflussreichste Musikerin der Saison. Nicht etwa aufgrund ihres irgendwie freizügigen und für manche wohl auch abreißenden Auftritte. Sondern weil die Frau eben gut singen kann und eine geniale Musikerin ist. Zumindest haben mir das die Jungs mit den Nude-Miley-Postern an der Wand erklärt. Was immer noch besser ist als Helmut Kohl als Poster zu haben. Was auf eine gewisse Ministerin zutreffen soll, die mittlerweile aus der Politik ausgeschieden ist. Warum nur?

Aber wir wollten ja nicht mehr über Politik reden. Sprechen wir lieber über Prinz George, das berühmteste, schönste, glücklichste, wonneproppigste und tollste Baby diesseits der Andromeda-Galaxie ever. Entsprechend hat man um das kleine Goldkerlchen auch eine riesen Berichterstattung aufgefahren, in der jede Bewegung in 200 Meter-Radius um den Fötus so akribisch besprochen wurde wie sonst nur Goethes Faust. Ihr denkt sicher, ich meine das ironisch. Im Gegenteil. Immerhin ist es den Windsors nach Jahrhunderten mal so langsam aufgefallen, das Inzucht genetisch doch nicht der Qualitätserhaltung dient. Schließlich war auch die olle Diana, Gods own Angel of Journalists, ne Hochadlige und die Hochzeit die Idee der Oma, ihres Zeichens beste Sherry-Schwester von Queen Mum. Also hat sich William dafür entschieden, ins gehobene Bürgertum einzuheiraten und endlich mal einen gescheiten Thronfolger zu zeugen, der in ca. 70 Jahren direkt nach seiner Uroma König wird. Von daher ist es total berechtigt, 1.000 Kamerastunden eine Tür anzustarren.

Nur knapp dahinter liegt die Papstwahl, bei der man lediglich 850 Stunden einen Kamin angestarrt hat. Den man allerdings auch eigens für diesen Zweck installiert hat. Also um angestarrt zu werden. Denn eigentlich hatten ja alle angenommen, die Papstwahl würde endlich zeitgemäß getwittert. Leider haben die altmodischen Menschen im Vatikan dann allen Smart-Phonern - also solchen, deren Phones smarter sind als sie selber - einen Strich durch die Rechnung gemacht und die die Message über Cloud bekannt gegeben. Dafür pfeifen es jetzt die Spatzen von den Dächern, dass in der katholischen Kirche nach 2000 Jahren ein neues Zeitalter angebrochen ist, weil der neue Papst sich Franziskus nennt, keine Mozetta trägt und überhaupt ganz anders ist, denkt, glaubt und redet als sein Vorgänger. Nämlich Italienisch und Spanisch. Unterdessen senden die Medien niedliche Bilder von Franziskus um die Welt, in denen er Kinder knuddelt, Behinderte umarmt und einfach nur nett aussieht. Währenddessen predigt Franziskus von Buße, Rosenkranz und Mission.

Es gibt also noch Hoffnung in Kirche und Welt. Auch für mich gibt es die. Denn vielleicht darf ich beim nächsten Betriebsurlaub wieder mit und ein anderer macht dann den Jahresrückblick. Schreibt also ganz viele Mails an die Redaktion, wie unglaublich schlecht dieser Jahresrückblick war und das ihr unbedingt wollt, dass Sherona ihn wieder schreibt.

Danke an alle und ein gutes neues Jahr 2014 wünscht euch eure Redaktion:

D.D. Abbas Makarius - Chefredakteur und Verantwortlicher für die Geschichtsredaktion
Christopherus - 1. Stellvertreter und Redakteur für Kirchensachen
Philibert - 2. Stellvertreter und Redakteur für Bilder und Photos 
Ignaz - Chef-Lektor und Redakteur für Satire, Humor und Atheistenhetze
Sr. Maria Clementia - Redakteurin für Spirituelles und Extremerosenkranzing
Antonia Richardis - Sekretärin
Sherona - Außenreporterin und Sonderbeautragte für Büroreinigung und Sexismus

1 Kommentar :

  1. Mannmannmann, wie übel. Was würde ich mir wünschen, daß Sherona wieder die Jahresrückblicke schreibt....

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