Montag, 4. November 2013

Allerheiligen und Allerseelen in Limburg

Da wir momentan in Limburg unter Bischofsknappheit leiden, hat Weibischof Löhr die Messen an Allerheiligen und Allerseelen gehalten.

An die Situation im Bistum erinnerte Weihbischof Löhr an Allerheiligen:
Christ sein ist nach Auffassung des Weihbischofs in Limburg so lebenspraktisch wie die Seligpreisungen der Bergpredigt. "Der wichtigste Schlüssel zu ihrem Verständnis ist Jesus selbst", so Löhr. Jesu Leben zeige, was es bedeute, arm zu sein vor Gott, zu trauern, keine Gewalt anzuwenden, zu hungern und zu dürsten nach der Gerechtigkeit, barmherzig zu sein, ein reines Herz zu haben, Frieden zu stiften sowie um der Gerechtigkeit willen verfolgt, beschimpft oder auf alle mögliche Weise, verleumdet zu werden. Heilige hätten viele Unterschiede, seien aber darin geeint, dass sie von Gott berufen sind. Egal wo sie stehen. Dieses von Gott berufen sein, werfe auch ein neues Licht auf die Kirche von Limburg. In einer krisengeschüttelten Situation werde man immer wieder gefragt, wer man sei, wo man stehe und wo man sich positioniert habe. Dies sei aber nicht der Kern des Christseins. "Wer wir sind, bestimmen wir zuerst und zutiefst von Christus her. Wir sind Heilige, von ihm erwählt, von ihm geheiligt, von ihm gerade im Heute dazu bestimmt, seine Seligpreisungen ins Leben umzusetzen", so Weihbischof Löhr. Wer sich an Christus orientiere, wisse die Heiligen an seiner Seite und erfahre am Hochfest Allerheiligen, dass er in guter Gesellschaft ist. Dies sei Kirche.
An Allerseelen widmete er sich hingegen der Verbindung, die uns nicht nur mit den Lebenden, sondern auch mit den Verstorbenen verbindet:
In der Predigt machte der Weihbischof in Limburg deutlich, dass Allerseelen ein Fest des Gedenkens und der Verheißung ist. Durch Tod und Auferstehung Jesu sei alle Hoffnungslosigkeit überwunden und es werde deutlich, dass mit dem Tod nicht alles vorbei sei oder die Einsamkeit beginne.
Bereits der Apostel Paulus habe um das Jahr 50 in seinem Brief an die Gemeinde von Thessalonich unmissverständlich deutlich geschrieben: "Wenn Jesus gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen." Der Tod heiße nicht, voneinander getrennt zu werden.   
Das Gedenken der Toten und das Gebet für sie sei mehr als ein Ahnenkult. Christen seien durch den heiligen Geist Gottes mit den Verstorbenen, die im Glauben voraus gegangen sind, verbunden. Deshalb sei die Frage nach dem Tod auch eine Frage des Lebens. Wenn der Tod komme, solle der Mensch das Sterben nicht erst lernen müssen. "Wie wir leben, ist von Bedeutung für unser Sterben und für die Ewigkeit", so der Weihbischof.
Bericht für Allerheiligen hier.
Für Allerseelen hier.

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