Samstag, 26. Oktober 2013

Das Domkapitel zu Limburg: Geis führt, zu Eltz mosert, der Rest guckt zu

Heute fand ich endlich Zeit, mir das Video der Pressetermins des Domkapitels anzusehen.

Leider war nicht das ganze Domkapitel anwesend, da Pfarrer Rehberg nicht anwesend war. Da wäre wenigstens Stimmung in der Bude gewesen. Was einen zur Frage bringt, wo der eigentlich war? Aber auch so war es sehr aufschlussreich. Es wurde nämlich klar, wer im Domkapitel momentan die Hosen an hat. Geis saß als Domdekan nicht nur rangmäßig im Mittelpunkt, sondern hatte auch die meiste Sprechzeit. Wanka, immerhin Vize-Generalvikar, durfte interessiert gucken, Direktor Platen war nie im Bild - was hat der da eigentlich gemacht? - Weihbischof Löhr hat einige Sachfragen beantwortet. Ansonsten dozierte Geis in der gewohnt ruhigen, diplomatischen Sprache des langjährigen Verwaltungschefs und Kirchenjuristen.

Die Botschaft von Geiss war klar: Wir nehmen den Spruch aus Rom zwar an, wissen aber auch nicht mehr als sie (weil der Bischof uns nicht informiert hat), haben aber alles unter Kontrolle und uns stets korrekt verhalten. Dagegen sprach allerdings das wenig korrekte Auftreten des Stadtdekans zu Eltz. Der sah schon kleidermäßig so aus, als habe ihn der Domdekan gerade aus dem Wohnzimmer gezerrt und hat auch sonst so gewirkt. Brummig auf den Tisch gestützt, moserte er hin und wieder rum und zeigte seine Unzufriedenheit mit der Situation im Allgemeinen und dem Bischof im Besonderen.

Welche Schlussfolgerungen können wir ziehen?
Geis will sich aus der Affäre ziehen und ist auch nicht wirklich zufrieden mit der Entscheidung, arrangiert sich aber mit der neuen Situation und schaltet auf Kooperation, das Domkapitel im Schlepptau. Von dem seilt sich zu Eltz gerade ab und macht sein eigenes Ding, wie er ja mit seinem neuesten Interview schonmal gezeigt hat (hier). Der neue Generalvikar wird also erstmal wenig Freude an seiner neuen Aufgabe haben.

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