Montag, 22. Juli 2013

Warum Christus die Sünderin nicht zurückwies

Zwei Altväter reisten Aigea nach Tarsus in Kilikien, und durch die Fügung Gottes kamen sie in einem Stall, um dort auszuruhen - es war nämlich sehr heiß. Da trafen sie auch drei junge Leute, die auf der Reise nach Aigea waren und eine "Freundin" bei sich hatten. Die Altväter setzten sich auf einen abgesonderten Platz, und einer von ihnen zog sein Evangelienbuch heraus und begann zu lesen. Als die Buhlerin, die bei den jungen Leuten war, das sah, ging sie von ihnen weg und setzte sich an seine Seite. Dieser aber befahl ihr wegzugehen und sagte zu ihr: "Du Unselige, du bist sehr unverschämt, daß du dich nicht scheust, zu uns zu kommen und hier niederzusitzen." Sie aber entgegnete ihm: "Ich bitte dich, mich nicht zu verachten und zu verstoßen! Denn wenn ich auch voll Sünden bin, so hat doch auch Jesus Christus selbst, unser Herr und Erlöser, die öffentliche Sünderin, die zu ihm kam, nicht von sich gewiesen." Der Altvater sagte darauf: "Ja, aber dieses Weib gab ihr sündhaftes Leben auf und bekehrte sich!" Da sprach die Buhlerin: "Ich hoffe auf den Sohn des lebendigen Gottes, daß auch ich vom heutigen Tage an nicht mehr in der Sünde bleibe." Hierauf verließ sie die jungen Leute und alle ihre Habe und folgte jenen Altvätern. Diese aber gaben sie in ein Kloster nahe bei Aigea, namens Makkiba. Ich habe sie selbst als alte Frau gesehen, sie besaß große Weisheit, und ich habe diese Geschichte aus ihrem eigenen Munde selbst gehört. Sie hieß übrigens Maria.
Weisung der Väter, Spruch 1227.

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