Samstag, 6. Juli 2013

Samstäglicher Newsticker

Berlin: Die EKD zeigt sich von der massiven Kritik an ihrer Orientierungshilfe unbeeindruckt und strebt weitere Positionspapiere an, um dem modernen Gläubigen endlich das sagen zu können, was er schon immer hören wollte. Neben der Rechtfertigung der Polygamie - die Patriarchen hatten auch mehrere Frauen - soll auch eine alternative Taufformel für alle geschrieben werden, die die Gottheit Christi oder die Existenz Jesu leugnen - Arianer gab's ja auch mal. Auch soll ein eigenes Glaubensbekenntnis für Frauen aufgelegt werden: "Ich glaube an einen Gott, den Vater und die Mutter, der/die Allmächtige_n ... und an Jesus Christus, sein eingeborenes Kind, unseren Mitmensch ..." Auf diese Weise hofft die EKD sich auch anderen Gläubigen zu öffnen und die eigene Attraktivität zu erhöhen. Vorwürfe, damit das Christentum zu verlassen, erklärt die EKD für nebensächlich: "Christentum ist eh out." so ihr Sprecher.

Irgendwo auf der Donau: Die Großerzpäpstin Maria II. Mayr-Lumetzberger hat heute im Kreis von 17 Kardinälinnen, 23 Bischöfinnen und 3 Priesterinnen ihre neue Enzyklika "Nox fidei" vorgestellt. Darin beklagt sie die "Nacht des Glaubens" in die die Jesusgemeinschaft nach der Ausbotung Maria Magdalenas gekommen sei und wirft besonders einen Blick in die tiefe Dunkelheit des Vatikans, wo "ein böser Mann in schwarzem Weiss die Geschicke eines monströsen Apparates lenkt und dabei vorgibt, die menschinnenfreundliche Botschaft Jesu zu vertreten und doch nur des Finsterlings Petrus Nachfolger ist." Am Ende ruft die Enzyklika alle "Menschinnen guten Willens" auf, endlich Heim zur wahren Gemeinschaft Jesu zu kommen und der "Kirche der Hl. Maria Magdalena der Heiligen der vorletzten Tage" beizutreten.

Kleinkleckersdorf-Ost: Am Freitag dieser Woche gab Wilhelmine Küsselbecker die Heiligsprechung der Shakergründerin von Ann Lee bekannt. Zusammen mit 12 ausgewählten Pastoralprofessorinnen habe sie die Heiligmäßigkeit des Lebens von Ann festgestellt und außerdem vier Wunder ermittelt, die durch sie vollbracht wurden. Durch Ann Lee solle endlich eine wichtige religiöse Frauengestalt geehrt werden, die sich gegen das patriarchale Gottesbild gewandt und die Einheit von männlichem und weiblichem Wesen in Gott propagiert habe. Zudem sei der extatische Schütteltanz der Shaker ein herrausragendes Beispiel für eine emotional-wegweisende Gottesdienstform. Das Ann Lee weder ein Gottesbild im christlichen Sinne vertreten habe und sich durch ihren Adoptianismus auch in der Christologie von der Lehre der Kirche entfernt habe, ließen Küsselbecker und die übrigen Professorinnen nicht gelten. Küsselbecker wörtlich: "Ann Lee ist heilig, weil sie das Alte ablehnte und das Neue erfand. Das machen Heilige so!"

1 Kommentar :

  1. Abgesehen von Widersprüchen zu biblischen Aussagen und Befremden über die schnelle, zeitgeistangepasste Meinungsänderung der EKD, ist es eigentümlich, dass die wunderbaren Ergänzungsmöglichkeiten von Frau und Mann scheinbar vergessen wurden und der wichtige "gegengeschlechtliche Spiegel" nicht mehr in Betracht gezogen wird.
    Das Gehirn ist das größte „Geschlechtsorgan“. Dort finden sich die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten Unterschiede zwischen Frau und Mann in den Bereichen „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsverarbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“. In Denk- und Bewertungsprinzipien, welche sich eben nicht einfach beispielsweise mit unterschiedlichen sozialen Erfahrungen in der Kindheit oder sonstigen sozio-kulturellen Einflüssen erklären lassen.
    Frauen haben z. B. mehr graue Gehirnzellen und weniger verknüpfende Nervenfasern im Gehirn: „Frauen können die einen Dinge besser, Männern die anderen; wir müssen lernen, einander zu helfen“.
    Damit und mit weiteren Unterschieden in den männlichen und weiblichen Gehirnen ist eine optimale Ergänzungsmöglichkeit der beiden Geschlechter trotz Konfliktstoff gegeben; Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)

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