Dienstag, 23. Juli 2013

Johannes Cassian und Papst Franziskus

Cassianische Impulse bei Papst Franziskus?
Es ist wohl zu früh, um tatsächlich Aussagen über einen möglichen Einfluss von Johannes Cassian auf Papst Franziskus zu tätigen. Möglicherweise besteht dieser zumindest indirekt über die ignatianische und die franziskanische Spiritualität. Gleichwohl gibt es drei unübersehbare Aspekte im Leben und Werk Cassians, die auch Ähnlichkeiten zur Spiritualität von Jorge Mario Bergoglio aufweisen und uns auch heute noch einiges lehren können für unsere Glaubenspraxis:
- Der Vorrang Christi, des Gebets, der Demut und der Nächstenliebe: Wenn Papst Franziskus auf dem Petersplatz den Gläubigen zuruft, dass sie mehr „Jesus!“ und weniger „Papst Franziskus!“ rufen sollten, dann ist dies ein Zeichen für den Vorrang, den Jesus Christus im Leben eines gläubigen Christen eingeräumt bekommen sollte.
Niemand – nicht einmal der Papst oder die Heiligen – darf eine höhere Priorität genießen. Wie schon sein Vorgänger Benedikt XVI. ist Papst Franziskus ein zutiefst christozentrischer Papst und ebenfalls ein Mann des Gebets und der Kontemplation. Seine Vorliebe für die Eucharistische Anbetung ist bekannt, genauso wie sein Tatendrang und seine aus dem Glauben resultierende persönliche Einfachheit.
Johannes Cassian betonte ebenfalls die Notwendigkeit der Verbindung von Kontemplation und Aktion und die Notwendigkeit der Einfachheit, die durch eine durch das Ruhegebet erwirkte „Reinheit des Herzens“ (puritas cordis) erzielt wird. Passend hierzu teilte Papst Franziskus am 16.07.2013 per Twitter seinen Followern mit: "Zu einem christlichen Leben gehören unbedingt Gebet, Demut und Liebe zu allen Menschen: Das ist der Weg zur Heiligkeit." Ein Tweet ganz im Sinne Cassians.
Quelle: kathnet.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...