Dienstag, 2. Juli 2013

Gott ist wie ein Handy. Und was wir daraus lernen können

Vor einiger Zeit hörte ich einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Urknall und Gottesfrage. Obwohl der Vortrag von einem Physiker gehalten wurde, konnte ich ihn sogar verstehen. Nicht allerdings, weil ich auf einmal so intelligent geworden wäre, sondern weil er das Gesagte sehr schön mit Beispielen untermalt hat. Während des Vortrages beschäftigte er sich auch mit der Frage, wie man einem anderen Gott vermitteln kann. Dafür nutzte er ein Handy-Beispiel:

Wenn unsere Ur-Urgroßeltern in unsere Zeit kommen und uns mit unseren Handys am Ohr sehen würden, würden sie sicher sagen: Er ist ja ein netter Kerl, aber er hat schon einen leichten Schatten. Er redet nicht nur mit dem Ding an seinem Ohr, er denkt auch noch, es kommt eine Antwort.

Jetzt wollen wir natürlich nicht, das unsere Ur-Urgroßeltern von uns denken, wir hätten nicht mehr alle Tassen im Schrank. Daher wollen wir es ihnen erklären. Und wenn für Physiker wären, dann könnten wir das auch. Wir würden etwas von Wellen, Empfangsgeräten, Schaltkreisen etc. erzählen. Natürlich verstehen sie kein Wort. Tu ich ja auch nicht. Aber vllt. haben wir ja Glück und es erscheint ihnen alles zumindest mal irgendwie logisch. Und wenn wir dann noch ein wenig ausholen und sie auf den Stand unserer heutigen Technologien bringen, dann könnten sie es sogar eventuell irgendwie nachvollziehen. Aber richtig überzeugt sind sie dann immer noch nicht.

Richtig überzeugt sind sie erst in dem Moment, an dem wir Ihnen das Handy ans Ohr halten und sie die Stimme aus Hamburg hören. Und auch noch mit ihr Rede können. Dann glauben sie uns, dass es geht. Denn dann haben sie es ja selbst erlebt.

Genauso ist es auch mit dem Glauben und Gott. Es gibt sicher viele Leute, die denken, die Christen haben ein Rad ab. Nicht nur das sie sich nach ganz komischen Regeln richten - Sonntags in die Kirche und so - sondern die führen auch noch Selbstgespräche und glauben, es käme was zurück. Dann können wir diesen Leuten natürlich sehr umfangreich und wortgewaltig erklären, warum wir an Gott glauben, wie wir das tun usw. Und das erscheint ihnen dann auch vielleicht nicht mehr ganz so spacig und sie könmnen auch durchaus von positiven Effekten überzeugt sein. Aber deswegen gläubig werden? Dafür müssen sie eben selbst den Versuch machen und beten und hinhören, ob was zurückkommt. Wie schwierig das mitunter ist, muss ich hier keinem sagen. Schwieriger als bei einem Handy. Wenn man aber lernt, hinzuhören, dann merkt man auch, wie Gott wirklich flüstert.

Eine Bekannte fragte mich einmal: Wie kommt denn was zurück. Durch Gefühle oder Gedanken oder so? Da hab ich ihr gesagt: Das kann ich nicht beschreiben, die Erfahrung musst du selber machen. Einige Wochen später sagte sie mir dann: Sie betet jetzt und findet es so toll und ist so dankbar.

Bildquelle hier.

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