Montag, 1. Juli 2013

Frauenpriestertum: Lösung durch Genderforschung

Das Frauenpriestertum zu fordern gilt heutzutage in der Katholischen Kirche als total fortschrittlich. Aber ist es das wirklich? Ich wage zu behaupten: Es ist total rückschrittlich? Ja es ist sogar fortschritts- und sogar frauenfeindlich. Denn es verhindert die Emanzipation der Frau in der Kirche.

Warum? Weil man sich bei der Forderung um das Frauenpriestertum auf das sexuelle Geschlecht bezieht. Sex also, auf Neudeutsch. Dabei ist die Entwicklung der Frauenforschung über diesen überholten Begriff schon seit Jahrzehnten hinweggegangen. Längst haben die echten und wirklichen Frauenemanzipatorinnen herausgearbeitet, dass eine solche Argumentation total biologistisch ist. Völliger Unsinn also. In Wahrheit kommt es auf Sex, also aufs biologische Geschlecht nämlich gar nicht an. Für die Identität entscheidend ist Gender, das soziale Geschlecht.

Daher ist die Lehre der Kirche für die Emanzipation der Frau in der Kirche auch überhaupt gar kein Problem. Jesus hat, wie wir wissen, nur Männer zu den 12 gemacht und die Kirche lehrt in Übereinstimmung mit 2000 Jahren Kirchengeschichte, es gab nur Männer im Priesteramt. Aufgrund der klaren Rollenverteilung in diesen Gesellschaften ist dabei klar, dass es sich natürlich nicht nur um biologische, sondern auch um das soziale Geschlecht handelt.

Doch das muss die Frauen gar nicht daran hindern, Priesterinnen zu werden. Denn während die Pseudo-Emanzen immer noch darauf beharren, Jesus habe auch die biologische Frau für das Priestertum berufen, sind die Gender-Forscherinnen schon weiter. Sie erkennen die Erklärung der Kirche voll an. Denn tatsächlich schränkt sie die Frauen nur minimal ein. Denn während das biologische Geschlecht nicht verändert werden kann, ist das beim sozialen Gender natürlich problemlos möglich. Und auf diese Form kommt es natürlich an, nicht auf das minimalbedeutsamen Sex-Geschlecht. Eine Frau, die sich zum Priestertum berufen fühlt, tut das folgerichtig nicht als Frau, sondern als Mann. Damit kann ihr die Kirche die Weihe aber nicht mehr aus diesem Grund verweigern. Gender sei Dank!

1 Kommentar :

  1. Psssst!!! Das darf doch noch keiner wissen! Vor allem nicht die kirchliche Männer-Hierarchie (wer weiß, wieviele Gender-Frauen da schon längst Karriere gemacht haben?)

    Gerade hat der Eichstätter Bischof eine Gender-Mainstreaming Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Im Bistum Berlin gab es Genderbeauftragte schon vor Woelkis Zeiten. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit!

    Es tut sich was - endlich!
    Man darf bloß nicht auf so Leute wie Gabriele Kuby hören, die könnten noch alles kaputtmachen weil sie die Sache durchschauen.

    Also: psssst! Nicht so laut! Wenn erst mal die ersten Frauen (äh - Gender-Männer) in den Priesterseminaren sind, wird es den anderen schon gefallen!


    Screwtape

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...