Mittwoch, 17. Juli 2013

Bedrängnis ertrage mit Geduld!

Ein Altvater sprach: Wenn den Menschen die Versuchung überfällt, dann häufen sich seine Bedrängnisse von allen Seiten, so daß er ganz verzagt wird und murrt. Er erzählte dazu folgendes: Ein Bruder befand sich in seinem Kellion, als eine Versuchung über ihn kam. Wenn nun jemand ihn besuchte, dann begrüßte er ihn nicht, noch wollte er ihn in sein Kellion einlassen, und wenn er Brot nötig hatte, lieh ihm niemand etwas, und wenn er von der Ernte kam, lud ihn niemand, wie es üblich war, zu sich, daß er sich erquickte. So kam er auch einmal bei größter Hitze nach Hause und hatte kein Brot in seinem Kellion, trotzdem dankte er Gott. Der Herr sah seine Geduld und nahm die heftige Anfechtungen von ihm weg, und siehe da, plötzlich klopft an seine Tür ein Mann, der ein mit Brot beladenes Kamel aus Ägypten mit sich führte. Als der Bruder das bemerkte, begann er zu weinen und sagte: Herr, ich bin nicht würdig, auch nur mäßiges Drangsaal zu leiden! Nachdem die Bedrängnis vorüber war, nahmen ihn die Brüder in ihre Kellien und in die Kirche wieder auf und erquickte ihn.
Weisung der Väter, Spruch 1140.

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