Montag, 10. Juni 2013

Limburger Wallfahrt zum EuKo

Gestern war ich zusammen mit 550 anderen Pilgern auf der Bistumswallfahrt zum Eucharistischen Kongress in Köln. Insgesamt standen, neben Freizeit, vier Programmpunkt auf dem Plan: Katechese mit dem Bischof, Pontifikalamt in St. Heribert (Bild links) Anbetung in St. Aposteln und Pontifikalvesper ebenda. Dazwischen konnten wir ein bisschen durch das sommerliche Köln wandern, eine Pizza verdrücken (als Ministranten auf bischöfl. Kosten, Danke Exzellenz) und den Dom besteigen.

Da das Programm ziemlich dicht war und wir natürlich die Wege zu Fuss zurücklegten - macht ein guter Pilger ja so - hatten wir leider keine Zeit mehr für einen Vortrag. Es war aber trotzdem ein sehr schöner und geistlich erfüllender Tag. Gerade um den Dom herum waren viele Rotkehlchen - an den roten Pilger-Bändern zu erkennen - unterwegs und man hatte gar nicht das Gefühl, zu einer miefigen Dunkelkirche zu gehören, die alles unterdrückt was nicht das Unfehlbarkeitsdogma auf Latein hersagen kann.

Die Bistumsseite berichtet über die Wallfahrt hier. Dazu einige Ausschnitte.
Für Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst war die Diözesanwallfahrt ein großartiges Erlebnis. "Es ist gut, dass wir uns hier ganz bewusst mit der Eucharistie beschäftigt und uns um den Herrn versammelt haben", so der Bischof. Aus dieser Sammlung und aus diesem "beim Herrn sein", erwachse ein konstruktiver Blick auf die Welt. Besonders gefreut hat sich der Bischof auch darüber, dass viele Menschen mit Behinderung an der Wallfahrt zum Eucharistischen Kongress teilgenommen haben. "Wir durften heute eine wunderbare Gemeinschaft spüren, die aus der Eucharistie kam und die uns im Alltag begleiten will", so Tebartz-van Elst.
Um die Eucharistie, das Herzstück des Glaubens, und deren Bedeutung im Glauben und im Leben ging es auch in der Katechese und der Predigt des Bischofs. "Die Eucharistie bringt Himmel und Erde zusammen", sagte der Bischof. In der Gestalt von Brot und Wein sei Gott gegenwärtig und wolle dem Menschen das Ewige Leben schenken. Es werde bewusst, dass der Tod überwunden ist und der Mensch für ein Leben in Ewigkeit berufen sei. "Die Eucharistie ist der Vorgeschmack auf etwas Größeres, auf etwas, das mehr ist als unser Alltag. Die Eucharistie stillt unseren tiefen Hunger nach Leben", so Tebartz-van Elst. Jede Eucharistiefeier sei auch eine Begegnung mit den Grenzen des menschlichen Lebens. Deshalb gelte es, sich diese Grenzen und manchen Mangel einzugestehen und immer wieder neu im Gebet vor Gott zu bringen. "Gott ergreift immer wieder die Initiative in unserem Leben. Die Eucharistie will, dass der Mensch an sein Ziel kommt. Sie will begeistern und verändern", sagte der Bischof. Wer glaube, könne alles von Gott erwarten und werde nicht enttäuscht.
Gott habe aus Liebe zu den Menschen seinen einzigen Sohn hingegeben. Er sei bei den Menschen gewesen und geblieben. Dadurch werde deutlich, dass Gemeinschaft in der Eucharistie immer die Summe an Hingabe und daher auch Gemeinschaft an Hingabe ist. "Wer diese Gemeinschaft erlebt, kennt das Bekenntnis, dass unsere Zukunft immer bei Gott in der Ewigkeit grundgelegt ist", so der Bischof.
Neben der Wallfahrt am Samstag reisten am Donnerstag auch 400 Schüler aus dem Bistum Limburg zum EuKo. Ein Ausschnitt aus dem Bericht über diese Fahrt:
Das geistliche Programm des Eucharistischen Kongresses, der noch bis zum Sonntag, 9. Juni begangen wird, steht unter dem Leitwort "Herr, zu wem wollen wir gehen?". Die Eucharistie am Donnerstag hielt die Antwort bereit: "...zu dem, der uns in seiner Kirche versammelt." Bischof Koch ermutigte in seiner Predigt die Jugendlichen ihren eigenen Weg zu suchen und zu finden. Jeder der Anwesenden sei groß, weil Gott ihn so erschaffen habe. Immer wieder rief er deshalb in die Menge: "Lebt groß!" "Macht Euch nicht klein, sondern fühlt Euch mit Euren Gaben angenommen und erkannt", betonte er mehrmals. Bischof Kochs Worte ermutigten. Sie waren ein Aufruf und Trost zugleich. "Auch, wenn wir einmal einen falschen Weg einschlagen, Gott hilft uns. Er steht uns bei!", wiederholte der Bischof.
Bilder von der Wallfahrt gibt's hier
und ein Video an dieser Stelle.
Einen kurzen Medienbericht dort.
Einen virtuellen Rundgang durch St. Aposteln kann man hier machen.
Zu Kirche St. Heribert sei auf den Wikipedia-Artikel verwiesen.

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