Dienstag, 14. Mai 2013

Sich von Westen nach Osten wenden

Fortsetzung von hier.
Wenn du dich nun vom Satan lossagst und den ganzen Bund mit ihm, die alten Verträge mit der Hölle, vollständig auflösest, dann öffnet sich dir das Paradies Gottes, welches er gegen Osten gepflanzt hatte1, woraus aber unser Stammvater seiner Sünde wegen vertrieben worden war. Zum Zeichen dafür wandtest du dich von Westen nach Osten, der Gegend des Lichtes2. Dann wurde dir befohlen, zu sagen: „Ich glaube an den Vater und an den Sohn und an den Hl. Geist und an eine Taufe der Buße.“ Darüber wurde in den früheren Katechesen, wie es die Gnade Gottes gegeben hat, ausführlich zu dir gesprochen.
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1: Gen. 2, 8 (LXX).
2: Dionysius Areopagita „Kirchliche Hierarchie“ II. 2, 6: „Dann (nach der Abrenuntiation) führt ihn (den Täufling) der Hierarch auf die andere Seite gegen Osten, läßt ihn zum Himmel aufblicken, die Hand emporhalten und Christus und allen von Gott geoffenbarten Lehren zuschwören.“ Hieronymus (In Amos lib. III. c. 6, 14) schrieb: „Wir widersagen in den Mysterien zuerst dem, der im Westen ist....., und alsdann nach Osten gewendet, gehen wir einen Bund ein mit der Sonne der Gerechtigkeit und versprechen, ihr dienen zu wollen.“ Frz. I. Dölger „Die Sonne der Gerechtigkeit und der Schwarze“ (Münster 1918) S. 2 ff. gibt noch weitere Beweise für den Brauch an, daß die Täuflinge sich zuerst nach Westen wandten, um dem Satan zu widersagen, und dann nach Osten, um sich Christus, bzw. der Dreifaltigkeit zu verpflichten.

Quelle: hier
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