Montag, 6. Mai 2013

Mystagogische Katechese an die Neugetauften I

Die Osterzeit geht langsam zu Ende. So möchte ich in den nächsten Tagen noch einmal auf die Osternacht zurückblicken. Seit Beginn der Kirche und seid einigen Jahrzehnten wieder ist es üblich, die Katechumenen in dieser Nacht zu taufen und in die Gemeinschaft der Gläubigen aufzunehmen. Früher wurden die Neugetauften nach ihrer Taufe noch einmal im christlichen Glauben unterwiesen, indem ihnen der Bischof auslegte, was sie in der Osternacht erlebt hatten. Mystagogische Katechese nannte man das. Weil ich das auch für uns, die wir unsere Taufe überwiegend nicht mehr so ganz in Erinnerung haben und auch teilweise etwas fahrig zur Hl. Kommunion gehen, eine gute Idee finde, folgt hier in den nächsten Tagen die Katechese des Cyrill von Jerusalem.
Schon längst habe ich darnach verlangt, mit euch, ihr wahren, ersehnten Kinder der Kirche, mich über diese geistigen, himmlischen Geheimnisse zu unterhalten. Da ich jedoch gut wußte, daß man sich auf das, was man sieht, viel mehr verläßt als auf das, was man hört, so wartete ich auf den heutigen Tag2. (Erst jetzt), dar ihr auf Grund dessen, was ihr nun erlebt habt, für die Lehre empfänglicher geworden seid, will ich euch auf die lichte, wohlriechende Wiese dieses Paradieses führen3. Von besonderer Bedeutung ist es, daß ihr, nachdem ihr der göttlichen, lebenspendenden Taufe gewürdigt worden seid, auch noch der göttlicheren Geheimnisse teilhaftig wurdet. Da es notwendig ist, euch jetzt erhabenere Lehren aufzutragen, wohlan, so wollen wir euch darin genau unterrichten, damit ihr das wertvolle Erlebnis jenes Taufabendes versteht.
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2: D. i. Ostermontag; vgl. Katech. 18, 33.3: Seiner Zeit hat man die Gläubigen zuerst zur hl. Kommunion gehen lassen und erst dann speziell über die hl. Kommunion belehrt. Der Gläubige sollte zuerst das allerheiligste Altarsakrament erleben, erfahren und dann erst über sein Erlebnis vom Lehrer genau Aufschluß erhalten.

Quelle hier.
Eine Erklärung zum Thema mystagogische Katechese findet ihr dort.
Zu Cyrill von Jerusalem kann man sich da informieren.

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