Donnerstag, 23. Mai 2013

Die Macht des Kreuzzeichens

Bildquelle hier.
Das Kreuzzeichen ist heutzutage geradezu ein Erkennungszeichen des katholischen Christen. Die Protestanten verlernen es immer mehr, einige haben es sogar ganz aufgegeben (nicht biblisch), und die Orthodoxen machen es andersrum - von rechts nach links - dafür aber wesentlich öfter.

Vom Grundsatz her kann das Kreuzzeichen immer Anwendung finden, wenn wir uns in eine Beziehung zu Gott setzen. Von einem langen Gebet bis zu einer kurzen Anrufung, weil einem gerade die S-Bahn vor der Nase weggefahren ist, man aber ganz drigend die Nächste braucht. Zugleich ist es, gerade in der Öffentlichkeit, sichtbares Zeichen von Katholizismus, Christsein und Gottverbundenheit, denn in der Regel betet niemand laut auf der Straße.

Umso wichtiger ist es, dass wir dieses Zeichen unseres Glaubens nicht verschämt und heimlich machen, damit man uns das Christentum bloß nicht ansieht. Denn wie sagt der Herr: "Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden" (Lk 12,8f). Zwar ist von niemandem verlangt, er müsse vor einer Salafistenmoschee das Kreuzzeichen machend auf und ab laufen, aber es zu unterdrücken, weil man befürchtet scheel angesehen zu werden, ist auch bedenklich.

Ein weiterer Punkt ist das Problem, das Kreuzzeichen unbewusst, fahrig und ohne innere Bewegung zu machen. Dann ist es nämlich nur ein Lippenbekenntnis und nutzlos, wie es heisst: "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir" (Mt 15,8) Wie kann man aber das Kreuzzeichen gut, also auch mit dem Herzen machen? Ein Angebot hierzu habe ich vor kurzem bei Der Katholik und die Welt gefunden. Hier wird die Handlung der Hand mit einem wörtlichen Gebet verbunden, was die Konzentration erhöht:
Wenn du auf die Stirne das Kreuz machst und sprichst: „Im Namen des Vaters," so sage oder denke: Ich will dir, himmlischer Vater, all meine Gedanken weihen und keinen unrechten Gedanken aufkommen lassen; wenn du sagst: „Im Namen des Sohnes," so sage: Ich will dir, o Jesus, all meine Worte weihen und kein böses Wort reden; wenn du sprichst: „Im Namen des heiligen Geistes", so sage: Ich will dir, heiliger Geist, all meine Werke weihen und nichts tun, was dir missfällig ist, und diesen meinen Vorsatz besiegle ich mit dem heiligen Kreuze, dem Zeichen meiner Erlösung." 
Der Absatz ist einem längeren Text zum Thema entnommen, hier zu finden.

1 Kommentar :

  1. Auchh die byzantinische Ostkirche macht das Kreuzzeichen von rechts nach links.

    Ich kann jedem, der fünf Euro übrig hat und Englisch kann nur das Buch "The Sign of the Cross" empfehlen. Es wird Euren Glauben verändern, da bin ich mir recht sicher!

    Zu beziehen hier:

    http://papastronsay.com/bookshop/index.php

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