Samstag, 20. April 2013

Samstäglicher Newsticker

Rom: Nachdem Papst Franziskus eine Kommission von Kardinälen berufen hat, um Ideen für eine Strukturreform auszuarbeiten, melden verschiedene Gruppen Mitsprachewünsche an. Die Organisation für mehr Demokratie in der Kirche (ODK) forderte die Ergänzung des Gremiums durch demokratisch gewählte Mitglieder aus aller Welt. Die Initiative für mehr Nächstenliebe für Sünder und Atheisten forderte die Hinzuziehung von Wiederverheirateten Geschiedenen und Atheisten, um die Kommission der Lebenswirklichkeit in der Kirche anzupassen. Und das Patriarchat Sanctissima Maria Magdalena erklärte, die Kommission könne nur dann anerkannt werden, wenn auch Patriarchin-Päpstin Mayr-Lumetzberger dabei sei.

Frankfurt/Paris: Die FIZ berichtete über die Demonstrationen in Frankreich: "Gegen die Politik der französischen Regierung und den breiten Konsens der Bevölkerung, Homosexuelle endlich in allen Punkten mit Heterosexuellen gleichzustellen, rebelliert seit einiger Zeit eine hartnäckige Minderheit ultrakonservativer Homophober. Auch in der letzten Zeit kam es in Paris zu Aufmärschen eines Häufleins Radikaler. Die Pariser Stadtregierung bedauerte es, dass der Boden der Hauptstadt für derartige Hetze missbraucht werde. Man prüfe momentan, ob derartige Demonstrationen in Zukunft verhindert werden könnten, hoffe aber, das zivilgesellschaftliche Engagement werde sich den Krawallmachern in den Weg stellen."

Rom/Berlin: Der Präses der evangelischen Kirche Schneider freute sich über den Dialog auf Augenhöhe mit Papst Franziskus. Endlich habe er einen Papst getroffen, der sich als Bischof von Rom begreife und der daher mit anderen Bischöfen von gleich zu gleich sprechen würde, anstatt auf einem angemaßten Primat zu pochen. Ein Papst zudem, so Schneider, "der den Anspruch aufgibt, Oberhaupt von einer Milliarde Katholiken zu sein und von diesem hohen Ross der behaupteten weltweiten Bedeutung runter kommt." In der Erkenntnis, beide seien Hirten einiger Millionen Seelen, könne man gut miteinander reden.

Washington: Der Vorsitzende der Organisation"Atheists for a better world",  Perkly Foolish, verglich in einer Rede in Washington D.C. Kim Jong-Il und Benedikt XVI. miteinander. Der einzige Unterschied, so Foolish, bestehe im Rücktritt Benedikts. Diesen Mut habe Kim leider nicht vor seinem Tod aufgebracht. Ansonsten könne er aber keinen Unterschied erkennen: Beide seinen Diktatoren gewesen, beide hätten ein verqueres Weltbild gehabt, beide hätten abgeschottet von der Umwelt gelebt und um beide sei ein Personenkult betrieben worden.

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