Dienstag, 23. April 2013

Nightfever Nachlese: Volles Haus

Bildquelle hier.
Am Samstagabend hat die arme Innenstadt von Paderborn eine regelrechte Invasion von Katholiken erlebt. Immerhin waren schon am Tag zuvor 200 Nightfever-Teilnehmer in die Stadt geströmt. Natürlich war man aber nicht nur gekommen, um sich zu treffen und Nabelschau zu betreiben - das freilich auch mit großer Inbrunst. Sondern auch, um die Kollegen aus Ostwestfalen bei der Organisation und der Durchführung eines Abends zu unterstützen. Und wenn anstatt ca. 30 Mitgliedern ca. 200 aktiv sind, ist natürlich der Effekt auch etwas größter und die Hütte entsprechend voll.

Das ganze begann klassisch mit einer Messe in der Marktkirche, einer ehemaligen Jesuitenkirche, die ich wegen dem Hochaltar jedem Paderbornbesucher empfehlen möchte. Zelebrant war der Hochwürdigste Herr Weihbischof König mit einer ganzen Riege Konzelebranten, die wir kaum hinter dem Altar untergebracht bekamen. Dazu noch Scharen von Messdienern, die teilweise in die erste Bankreihe im Hauptschiff ausweichen mussten, die sie sich mit der Technik teilen durften.
Nach der Messe, die mit 200 Nightfevern und den üblichen Verdächtigen nah an Überfüllung war, schwärmten dann die ersten Fischer in die Stadt aus, um ihre Netze auszuwerfen.

Aus recherchetechnischen Gründen (keineswegs aus Faulheit) hat sich der Autor dieser Zeilen am Haupteingang der Kirche postiert und am Empfang der einströmenden Gläubigen mitgewirkt. Daher kann ich bestätigen, was allgemein kolpotiert wird: Wir kriegen alle möglichen Sorten von Leuten rein. Auch die oft genannten Discogänger. So ein Pärchen, bei dem gerade das Mädel eindeutig für eine Party aufgebrezelt war. Ein anderes schönes Bild waren drei Jugendliche im Rapperstyle, die fröhlich interessiert in die Kirche stapften und deren einer eine Baskelballkappe trug. Aber nicht lange, denn sie wurde ihm von seinem Freund vom Kopf genommen und mit einem tadelnden Blick in die Hand gedrückt. Hut ab, sag ich da. Ein anderes Beispiel war ein schon ergrauter Herr, der mir zuraunte "Man kann nicht sagen, die Kirche macht nichts". Auch die Zettel, auf denen man persönliche Anliegen aufschreiben konnte, die dann von Schwestern gelesen werden, gingen Weg wie kaltes Bier im sommerlichen Bayern.

Nach etwa einer Stunde habe ich mich dann von meinem Job dispensieren lassen und bin zur Orgelempore hochgeschlichen. Denn, und das konnte man von da oben super sehen, die Kirche war ganz schön voll. Da oben hatte ich dann nicht nur einen schönen Ausblick, sondern auch Ruhe und konnte feststellen, dass selbst hier oben auf den Seitenemporen die Priester ihre Beichtkinder hatten, obwohl unten auch welche saßen. Und erst da Kerzenmeer, das sich vor der Monstranz ausbreitete. Toll.

Ein weiteres Schmankerl gab's zum Schluss. Die Anbetung endete mit einer Komplet im Worshipstil und dem sakramentalen Segen. Und danach? Wollten die Leute nicht gehen. Die Leitung musste sie fast rauswerfen, damit das Abbauen losgehen konnte. Ein sehr gelungener Abend also mit viel Segen.

1 Kommentar :

  1. *Feuerzangenbowlenmodus-ein*

    …wegen deS HochaltarES…

    *Feuerzangenbowlenmodus-aus*

    :-)

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