Freitag, 8. Februar 2013

Der Umgang der Kirche mit der Sünde Wirkungen

Bildquelle hier.
Fortsetzung von hier.

Wenn wir die verschiedenen Folgen der Sünde bedenken, erschließen sich uns auch verschiedene Praktiken und Traditionen der Kirche.

Dem ist vorauszuschicken, dass der Mensch natürlich nicht in der Lage ist, seine Sünden wieder gut zu machen. Denn der von der Sünde betroffene Mensch kann ja auch sich selbst heraus das Gute nicht tun. Sehr wohl kann er aber unter der Führung des Hl. Geistes mit Christus für Christus handeln (vgl. nebenstehendes Bild). In dem Maße also, wie er dem Walten Gottes in sich Raum gibt und sich unter Führung des Geistes der Wahrheit stellt, handelt Christus in ihm. Christi Handeln ist aber ein heilendes und heiligendes Wirken.
Dies eingedenk wollen wir zwei Traditionen betrachten:

Denn in diesem Zusammenhang verstehen wir auch die großen kontemplativen Bewegungen, von den Wüstenvätern zu den heutigen Mönchen. Scheinbar wenig nutzbringend, geht es ihnen um zwei Aspekte: 1. ihre Mitglieder von der Sünde zu schützen und damit die Sünde in der Welt nicht zu befördern, 2. Gott beständig anzubeten und damit die Welt zu heilen. Entsprechend dramatisch ist es, wenn gerade die kontemplativen Orden schwächeln oder ihre Berufung in äußeren Dingen suchen. Der Segen, der von diesen Gemeinschaften ausgeht, ist für uns nicht verifizierbar. Ich gehe jedoch einfach mal dreist davon aus, dass schon ein kleines Kloster von Mönchen oder Nonnen, die ihre Berufung wirklich ernst nehmen und wirklich ohne Unterlass zu beten suchen in seiner geheimnissvollen Wirkung gar nicht zu überschätzen ist.

Des Weiteren kann man auch die Sühne im Rahmen der Beichte im Kontext der Wirkung der Sünde gesehen werden. Die Sünde, die ich beichte, hat mir und der göttlichen Ordnung Schaden zugefügt. Indem ich beichte, nimmt Gott die Sündenschuld von mir, mein Verhältnis zu ihm wird also wieder erneuert. Damit bleibt aber noch die Unordnung außerhalb von mir. Für diese trage ich ja eine (Mit-)Verantwortung. Also ist es nur recht und billig, wenn ich an der Beseitigung des Schadens mitwirke. Und wie wirkt man positiv? Durch Gebet. Was gibt der Priester einem in der Regel auf? Gebet. Je größer die Sünde, umso größer folgerichtig auch die Buße/Gebet. Das hat nichts mit böser Werkgerechtigkeit zu tun, sondern damit, dass Gott uns erst nimmt und will, dass wir an der Schadensbeseitigung mitwirken, indem wir seinem Sohn nachfolgen. Nachfolge im Geiste Jesu aber ist vor allem und für jeden Gebet.

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