Montag, 21. Januar 2013

Neues aus Limburg

Gestern hat Bischof Tebartz-van Elst in Limburg ein Pontifikalamt gefeiert. Denn vor fünf Jahren wurde er in Limburg als Bischof eingeführt, vor neun Jahren zum Bischof geweiht. An die Messe schloss sich ein Neujahrsempfang an. Auch wir hatten einen Mitarbeiter der Redaktion zu beiden Ereignissen entsandt, der jedoch keine Gelegenheit hatte, auf dem Empfang mit dem Bischof selbst zu sprechen, weil Domdekan Geiss mit seinem Jahresrückblick einfach nicht aufhören konnte. So beschränken wir uns hier darauf, kurz aus dem Bericht des Bischöflichen Ordinariats über die Predigt des Bischofs zu zitieren, die die Berufung eines Bischofs im Speziellen und der Gläubigen im Allgemeinen in den Blick nimmt:
In seiner Predigt machte der Bischof deutlich, dass Bischöflicher Dienst kein Job, sondern eine Berufung sei. Die wesentlichste Aufgabe dieses Dienstes sei es "das Evangelium zum Leuchten zu bringen". Glaube brauche Gestalt und müsse anschaulich werden, um bei den Menschen in dieser Welt anzukommen. "Weil das Evangelium nicht eine Idee ist, sondern in Jesus Christus Mensch geworden ist, braucht es Bilder, in denen der Mensch mit den Augen des Leibes erfasst, wovon die Seele sich nährt", so der Bischof. Weil der Glauben da Leben wolle, brauche der Mensch den tieferen Blick, den Einblick in die Wunder der Wandlung, die Gott immer wieder wirke.
Bischöflicher Dienst bestehe auch immer darin, Mangel aufzuzeigen und die Anwaltschaft für Andere und den Mitmenschen zu übernehmen. Dazu gehöre es, dem Menschen Gott zu zeigen, der dem Leben Sinn und Ziel gebe. "Wo der Sinn des Lebens verloren geht, wo sich die Freude am Leben trübt, haut es Menschen um", so Tebartz-van Elst. Dort wo die tiefere Bestimmung des Lebens aus dem Blick gerate, herrsche der größte Mangel. "Wo sich hinter manchem materiellen Mangel der Verlust an Solidarität und Gemeinschaft zeigt, wird Not existentiell", sagte der Bischof. Diese Einsamkeit lasse Menschen in der Gesellschaft verdursten. Wo der Glaube verloren gehe, werde eine Gesellschaft ärmer und es brauche hier die Stimme der Kirche, die aufzeigt, was wirklich fehle.
Ein Schrifttext, der Tebartz-van Elst seit seiner Bischofsweihe vor neun Jahren immer wieder begleitet, ist das Evangelium von der Hochzeit zu Kana (vgl. Joh 2, 1-11). "Das Evangelium nährt meine Zuversicht, dass Gott allen Mangel im Leben in die Fülle seiner Zuwendung verwandeln kann", erklärte der Bischof. Der Text des Evangeliums sei dabei aber kein Rausch an den Realitäten der Welt vorbei. Es sei vielmehr der klare Blick für manchen menschlichen Mangel im Licht der ungeahnten Möglichkeiten Gottes. Es bewahre vor Resignation und Frustration und bewege zur Motivation und Innovation, wenn es darum gehe, heute für den Herrn das Wasser zu tragen. Die Aufforderung des Evangeliums "Füllet die Krüge mit Wasser!" gelte immer noch. "Die Krüge mit Wasser zu füllen in täglicher Treue das Wasser zu schleppen, aushalten und hinhalten, damit der Herr annehmen kann, was wir ihm bringen, ist nach dem Zeugnis des Evangeliums nie umsonst", so der Bischof.
Quelle: hier.
Ein ausführlicher Bericht über die Worte des Bischofs auf dem Neujahrsempfang da.
Ein Interview mit Tebartz-van Elst am 18.01. dort.
Ein Bericht der Lokalpresse gibt's da.
Für alle Leser in Limburg und Umgebung: Am 23.01. wird der Bischof den letzten Band des Jesus-Buches des Hl. Vaters in der Michaelskapelle auf dem Domberg vorstellen. Infos hier.

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...