Donnerstag, 27. Dezember 2012

Sissi und eine Cappa Magna

Es gibt ja Filme, die sind einfach nur kitschig und werden von dem ganzen Zuckerguss fast erdrückt, mit dem sie garniert wurden. Die Sissi-Trilogie gehört zu dieser Gattung Filme. Dazu kommt eine derart atemberaubende Geschichtsklitterung - was beim Namen der Protagonistin anfängt - dass man als bekennender Habsburgerfan und Historiker am liebsten schreiend das Weite suchen will.

Aber jeder Film hat sein Gutes. Auch die Sissi-Filme. Meine liebste Stelle aller Filme ist das Ende. Nicht weil das ganze damit endlich vorbei ist, sondern wegen der Prälatenszene am Ende. Noch in der Zeit vor der Liturgiereform gedreht hält sie eines der schönsten Cappa-Magna-Abgänge der Farbfilmgeschichte fest. Dazu kommt eine Satz, der zwar nicht weniger kitschig ist als die ganze Reihe, aber ein Zeugnis ungebrochenen lebenspraktischen Glaubens ist. Aber seht selbst ab 6:30.

Kommentare :

  1. "dass man als bekennender Habsburgerfan und Historiker am liebsten schreiend das Weite suchen will"

    Wie? Die Filme sind keine akkurate Geschichts-Dokumentation?

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  2. Ja, stell dir vor.
    Aber die Leute halten es gerne dafür.
    Bei Gelegenheit erzähl ich mal die Geschichte, wie sich eine Theologiestudenten auf Dan Brown bezog.

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  3. Naja:
    Eine Kommilitonin in der Theologie meinte einmal in einem Seminar, nach Dan Brown gebe es eine göttliche Blutlinie und diese Linie ...

    Ich sag mal nichts weiter.

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  4. Köstlich! Das rettet mir den Tag. :-)

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  5. 6:30 ist mir zu spät. So lange halte ich den Schmarrn nicht aus.

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  6. @ Arminius: Einfach auf der Zeitleiste des Videos bei 6:30 klicken und man kann sich den Rest sparen!

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