Sonntag, 16. Dezember 2012

Pius XII. über die Heilige Familie

Weihnachten ist in ganz besonderer Weise das Fest der Familie. Früher war es das Fest, an dem die Familien zusammenkamen, heute das Fest, an dem sich die Familien zerstreuen. Zugleich ist es in diesem Jahr ein Fest, an dem die Familie ganz besonders im Fokus steht, da allenthalben über verschiedene Formen der Familie diskutiert wird. Blicken wir daher in diesem Advent auf "die" Familie schlechthin, die Heilige Familie und hören hierzu Pius XII.:

Richtet Eure Blicke nach Nazareth! Tretet ein in das kleine und bescheidene Haus! Seht den Zimmermann, den heiligen Hüter göttlicher Geheimnisse, der mit seinem Schweiß jene Familie ernährt, die sowohl niedriger als auch höher stand als die Caesarenfamilie in Rom! Schaut, mit welcher Hingabe, mit welcher Hochachtung er der Mutter Maria, seiner unbefleckten und unversehrten Braut, hilft und Ehre erweist! Bewundert jenen, der "für den Sohn des Zimmermanns gehalten" wurde, ihn, die Allmacht und Weisheit Gottes selbst, den Schöpfer des Himmels und der Erde, ohne den Nichts ward, wie kein Mensch ohne ihn etwas zu tun vermag, und der es nicht verschmäht, in Haus und Werkstatt dienend, Maria und Joseph untertan zu sein! Erwäget dieses so herrliche Vorbild eines so heiligen Familienlebens, dieses Schauspiel, das alle Engel anbetetend bewundern.
Kniet wie Kinder vor dieser Familie nieder! Ruft sie an, bestürmt sie und lernet von ihr, daß die Unanehmlichkeiten des Familienlebens nicht erniedrigen, sondern adeln, daß sie weder den Mann noch die Frau dem Himmel weniger groß und teuer machen, sondern eine Seligkeit wert sind, die man vergebens unter den Annehmlichkeiten dieser Erde sucht, auf der alles äußerst flüchtig und vergänglich ist.

Quelle: Soziale Summe Pius XII., Bd. 1.

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